Der Dunkle Kristall - Special Edition

Test

Einer der schönsten Fantasy-Filme kommt nun als SE. Vermag auch die Umsetzung zu verzaubern?

Seit Tausenden von Jahren herrschen grotesk wirkende Wesen, die Skekse, mit unbarmherziger Hand über die Bewohner des Planeten Mithra. Ihre Kraft erhalten sie von einem magischen Kristall, dem jedoch ein winziger Splitter fehlt. Ein uralte Prophezeiung besagt, dass die Macht der Skekse von einem Gelfling gebrochen werden wird. Um das zu verhindern, lassen die geierähnlichen Kreaturen die gesamte Rasse der elfenartigen Geschöpfe ausrotten.

Nur der Waisenjunge Jen (Puppenspieler: Jim Henson) scheint dieses Massaker überlebt zu haben. Sein neues Zuhause ist bei den friedlichen Magiern Urru. Als deren Anführer stirbt, muss Jen aufbrechen um den verlorenen Splitter wieder mit dem dunklen Kristall zu vereinen. Wenn er seine Aufgabe nicht bewältigen sollte, bevor die drei Sonnen aufeinandertreffen, wäre die Welt dem Untergang geweiht ...

Im Vergleich zu der seit Dezember 1999 erhältlichen Collector´s Edition bietet die Special Edition lediglich etwas mehr Bonusmaterial. Neu hinzugekommen sind zehn Storyboard-Zeichnungen von Brian Froud, neun Charakter-Illustrationen sowie "Das Mithra Konzept". Letzteres enthält auf Texttafeln Jim Hensons Vision der Fantasiewelt Mithra.

Das ca. 60-minütige Making of "Die Welt des dunklen Kristalls" fand sich bereits auf der ersten Verkaufsversion. Es bietet detaillierte Einblicke in die Produktion, von den ersten Skizzen und Ideen über Testläufe mit den Puppen und Kostümen bis hin zu den eigentlichen Dreharbeiten. Zudem geben die Filmemacher hier interessante Anekdoten preis.

Ebenfalls vorhanden sind acht entfallene Szenen mit einer Laufzeit von insgesamt ca. 24 Minuten. Bild und Ton dieser Sequenzen liegen jedoch in keinem sehr guten Zustand vor. Neben dem US-Teaser und dem Original-Kinotrailer werden außerdem noch Künstlerprofile (Filmografien) zu Jim Henson, Frank Oz und Set-Designer Brian Froud angeboten. MN

Fazit

Film-Check: Die märchenhafte Geschichte über Gut und Böse sowie die detailverliebten Hintergründe begeistern und lassen eine mystische Atmosphäre aufkommen. Effekttechnisch zwar nicht mehr auf der Höhe, aber immer noch ein Vergnügen. Auch nach mittlerweile über 20 Jahren haben die charismatischen, skurrilen Fabelwesen nichts von ihrer Anziehungskraft verloren.
DVD-Fazit: Mit "Der Dunkle Kristall" führten Jim Henson und sein Co-Regisseur Frank Oz das Puppenspiel in eine neue Richtung. Mit traditionellen Handpuppen, Ganzkörperkostümen und mechanischen Konstruktionen gelang ihnen ein zeitloses Fantasy-Abenteuer. Die SE von Columbia TriStar bietet eine mäßige Technik, aber sehr aufschlussreiche, deutsch untertitelte Extras.

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