Review: Demon Chaos

Test Thomas Nickel

Konami hetzt die Dämonen auf die PS2. "Demon Chaos" verspricht über 60.000 bewegte Objekte und epische Massenschlachten.

Nicht so drängeln: Bei versprochenen 60.000 bewegten Objekten auf einmal kann es auf dem Bildschirm schon eng werden. Nicht so drängeln: Bei versprochenen 60.000 bewegten Objekten auf einmal kann es auf dem Bildschirm schon eng werden. Japan ist zwar kein allzu großes Land, trotzdem haben sich in der Geschichte immer wieder zahlreiche Kriegsherren um die Vorherrschaft gezankt. Am dramatischsten verliefen die Kämpfe in der Sengoku-Epoche. Eifrige Videospieler wissen Bescheid -- zahlreiche Titel von "Onimusha" bis hin zu "Kessen" spielen zu dieser Zeit. "Demon Chaos" macht da keine Ausnahme, erzählt die Geschichte um den Machtkampf aber etwas anders. Schuld an den Kriegen sind hier nämlich nicht machthungrige Fürsten, sondern fiese Dämonen, die das Land ins Chaos stürzen wollen. Doch die Priesterin Aoi und ein göttlicher Krieger stellen sich den Horden in den Weg.

Die Rolle des Kriegers übernehmen dabei natürlich Sie. Der fegt wie ein Wirbelwind über die Schlachtfelder: Überlebensgroß und mit einem gewaltigen Schlag-Radius mäht er sich durch Tausende von Dämonen. Und da er quasi unbesiegbar ist, besteht Ihre Hauptaufgabe nicht darin, den Helden am Leben zu erhalten, sondern dessen Verbündete zu schützen.

Feudale Hauerei

Kampf um Japan: Hunderte Samurai stürmen über wenig ansehnlichen braun-grünen Matsch. Kampf um Japan: Hunderte Samurai stürmen über wenig ansehnlichen braun-grünen Matsch. Es ist nicht einfach damit getan, alle Gegner auf dem Schlachtfeld wegzuputzen. In jeder Schlacht gilt es, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Mal muss ein General zu einem Checkpoint eskortiert werden, mal sollen Sie ein Dorf von Monstern befreien. Obwohl sich die Missionen unterscheiden, meist hauen Sie einfach auf den Angriffsknopf, bis die Schwarte kracht. Die Spielentwickler prahlen damit, dass in der Schlacht über 60.000 Objekte gleichzeitig berechnet werden. Diese zweifellos ordentliche Leistung wird aber teuer bezahlt. Zum einen sind die Gegner extrem doof -- die meisten stürmen einfach auf Sie zu und lassen sich ohne große Gegenwehr dahinmetzeln. Zum anderen ist die Umgebungsgrafik ziemlich karg ausgefallen und flimmert zu allem Überfluss so stark, dass Ihnen nach kurzer Spielzeit die Augen tränen. Die nicht vorhandene PAL-Anpassung verstärkt diesen Effekt noch, fürs Auge wird also trotz ordentlicher technischer Leistung nicht viel geboten. Für den Geist allerdings auch nicht, mehr als Prügeln wird von Ihnen kaum verlangt. Wenn Sie sich ordentlich durchs alte Japan dreschen wollen, dann können Sie das auch bei Koeis "Samurai Warriors" oder Capcoms "Onimusha" tun -- mehr Spaß haben Sie da allemal, und billiger ist's auch noch.

Wertung zu Demon Chaos (PS2)

Wertung:

4.5 /10
Pro & Contra
Jede Menge ObjekteWuchtiges SpielgefühlMächtiger Held
Miese PalAnpassungStumpfes GehackeLangweilige Umgebung
Fazit

60.000 Objekte sind schön und gut, aber den Spielspaß steigern die noch lange nicht.

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