Back to the Roots: Die Delta-Force-Macher von Novalogic kehren zu den Ursprüngen zurück und schicken uns mit der Xtreme-Edition auf erstaunlich simple Baller-Missionen.
Delta Force Reloaded wäre wohl der passendere Titel gewesen für den jüngsten Militär-Shooter aus dem Hause Novalogic. Die Entwickler haben zwar offensichtlich die Technik aufpoliert -- Delta Force Xtreme nutzt jetzt die gleiche Engine wie Joint Operations -- , spielerisch jedoch erwartet uns bekannte Kost.
Im Westen nichts Neues
Schon in den ersten Menüs bietet sich dem virtuellen Veteranen ein vertrautes Bild. Uncle Sam schickt uns in den drei Einzelspielerkampagnen nach Peru, in den Tschad sowie nach Russland. Hier kämpfen wir uns durch Missionen, die größtenteils aus dem ersten Teil der Delta Force-Reihe stammen. Bevor es in den Kampf gegen Drogenbarone oder größenwahnsinnige Rebellenführer geht, rüsten wir unseren namenlosen Kämpfer noch schnell mit einer Primär- und Sekundärwaffe aus. Auch hier keine Überraschungen: Die Waffenliste ist nicht wirklich lang, bietet aber von der schallgedämpften MP5 bis hin zum schweren Scharfschützengewehr Barrett so ziemlich alles, was das Militaristenherz begehrt.
Abgesehen von der offensichtlich verbesserten Grafik verzichtet Delta Force Xtreme weitgehend auf Innovationen. Am auffälligsten sind noch die steuerbaren Vehikel: So düsen wir in einigen Einsätzen mit einer olivgrünen Enduro über die Pampa, in anderen können wir einen bewaffneten Gelände-Buggy entweder steuern oder als Bordschütze besteigen. Die Missionen stammen allesamt aus der Mottenkiste des Spieldesigns. Beinahe jeder Einsatz läuft nämlich nach dem simplen Motto ab: »Gehe nach Punkt A, töte dort alle Feinde, dann gehe nach Punkt B ...«.
Dumm wie Brot
Auf dem Weg von A nach B stehen natürlich erwartungsgemäß ganze Horden von Gegnern herum, die uns unseren Einsatz vermiesen wollen. Das Problem ist allerdings, dass die Bösewichter die Intelligenz nicht gerade mit Löffeln gefressen haben und somit nicht mehr als simples Kanonenfutter darstellen. Per Scharfschützengewehr lassen sich die meisten Gegner schon aus großer Distanz gefahrlos ausschalten, andere rennen -- offensichtlich lebensmüde -- laut schreiend auf uns zu und bieten so ein noch einfacheres Ziel. Sollten wir doch mal in Bedrängnis kommen, liegen in den Einsatzgebieten ausreichend Gesundheits-Boni herum, die unser Wohlbefinden im Handumdrehen wieder auf 100 Prozent pushen. Zudem liegen in den spärlich möblierten Gebäuden Munitions-Symbole und Waffenkisten herum. Suchen müssen wir die nicht, da sie netterweise auf unserem Radarschirm als Icons erscheinen.
Sascha Gliss
