Days Gone im E3-Hands-on-Preview: Wir gegen die Monsterhorde
Special 35,99 €
Survival, Crafting, Open-World und Zombies liegen voll im Trend. Von daher müsste das PS4-Exklusivspiel Days Gone ein garantierter Erfolg werden. Ob das wirklich der Fall ist, durften wir auf der E3 2018 in Los Angeles erneut selbst feststellen, denn auf der Messe gab es gleich zwei neue Demos zum Endzeit-Abenteuer zu spielen. Wir griffen also erst zum Controller und danach zur Tastatur, um euch von unseren frischen Eindrücken zu berichten.
Bereits vor ein paar Wochen berichteten wir in einer Hands-on-Vorschau zu Days Gone (jetzt kaufen 30,93 € / 35,99 € )üüber das PS4-exklusive Open-World-Survival-Action-Spiel von Bend Studio. Kurz darauf wurde auch der Release-Termin benannt: Ab dem 22. Februar 2019 dürft ihr im virtuellen Oregon als Biker Deacon St. John gegen die Zombie-ähnlichen Freaker kämpfen. Wir dachten deshalb eigentlich, dass der Titel auf der E3 2018 in Los Angeles deshalb keine Rolle spielen wird, doch obwohl Days Gone kein Teil der Sony-Pressekonferenz war, durften wir auf der Messe gleich zwei neue Abschnitte anspielen, in denen wir nicht nur gegen wahnsinnige Menschen, sondern auch gegen eine riesige Freaker-Horde antraten und dabei Blut und Wasser schwitzten.
Stealth auf dem Schrottplatz
Die erste Demo führt uns mit einem Verbündeten in die Nähe einer ehemaligen Werkstatt, die mittlerweile eher einem Schrottplatz gleich. Überall stehen verlassene Fahrzeuge und überall streifen die garstigen Freaker umher. Unser Biker-Kumpel lenkt die Aufmerksamkeit der Biester auf sich, indem er mit seinem Motorrad um das Areal herumfährt. So ermöglicht er uns, gefahrloser zur Werkstatt zu gelangen, wo wir eine neue Benzinpumpe besorgen müssen. Alle Freaker sind jedoch nicht aus dem Gebiet verschwunden. Kleine Freaker, die aussehen wie Zombie-Kinder, klettern immer noch an den herumstehenden Fahrzeugen herum. Als sie uns erspähen, schlagen wir mit unserem Baeballschläger auf sie ein oder rammen ihnen gleich unser Kampfmesser in den kindlichen Schädel. Ganz schön heftig!
Quelle: Sony/ bend studios
Days Gone im E3-Hands-on-Preview: Wir gegen die Monsterhorde (4)
Anschließend gelangen wir zum Vorhof der Werkstatt, wo auch noch genügend "erwachsene" Freaker unterwegs sind und entweder umhertorkeln oder an frischen Kadavern nagen. Wir bewegen uns geduckt hinter den Fahrzeugen und schalten die Mistviecher heimlich aus. Zudem klettern wir durch die Fenster einiger kleiner Schuppen und sammeln dort Schrott Verbandszeug und Munition für unsere Schrotflinte. Dennoch bleiben wir bei unserer Stealth-Methode, denn der Krach unseres Gewehr würde nur noch mehr Freaker anlocken.
Als wir die Werkstatt schließlich erreichen, ist diese natürlich abgeschlossen. Wir gehen also in den Hinterhof und klettern über ein paar Container aufs Dach. Dort erwarten uns weitere Mini-Freaker, denen wir den Schädel einschlagen. Allerdings haben die Mistblagen auch etwas Gutes vollbracht: Sie haben ein Loch in das Dach gerissen, durch das wir natürlich in die Werkstatt gelangen.
Dort sammeln wir weitere nützliche Materialien, Munition und finden an einem Motorrad die benötigte Benzinpumpe. Hurra! Unser Triumph wird jedoch von lautem Krach unterbrochen. Offenbar ist unserem Partner etwas zugestoßen. Wir stürmen schnell nach draußen und eine Zwischensequenz startet. Unser Biker-Kumpel wurde von drei von Kopf bis Fuß vernarbten Irren überwältigt, die ihm seine Tätowierungen mit einem Bunsenbrenner entfernen wollen. Deacon St. John schleicht sich an die Wahnsinnigen heran, doch er kommt zu spät. Sie brennen bereits die Tattoos auf dem rechten Unterarm weg. Nun übernehmen wir wieder die Kontrolle über unseren Protagonisten und jetzt ist Schluss mit lustig. Wir packen unsere Shotgun aus und verpassen den Vernarbten jeweils eine Portion Blei in den Bauch. Blöd nur, dass offenbar eine Freaker-Horde in der Gegend war und durch die Schüsse auf uns aufmerksam wird. In der folgenden Cutscene hebt Deacon seinen Kumpel auf das Motorrad und verschwindet schnell. Damit endet die erste Demo, in der es spielerisch nicht mehr zu sehen gab als bei unserem Hands-on vor über drei Wochen. Spaß hat sie aber trotzdem gemacht.
Quelle: Sony
Days Gone im E3-Hands-on-Preview: Wir gegen die Monsterhorde (7)
Der Kampf gegen die Horde
In der zweiten Demo hingegen sollen wir dann eine dieser Freaker-Horden vernichten, da diese sich in der Nähe einer Siedlung befindet und alles Leben dort auslöschen könnte. Die Horde befindet sich in der Grube einer Baustelle. Wir schnappen uns Waffen und Munition, craften Verbandszeug sowie Molotow-Cocktails und beobachten erstmal die Freaker und die Umgebung. Wie diese willenlosen, blutrünstigen Kreaturen schnaubend und fauchend zusammen an einem Fleck mit ungelenken Bewegungen herumtorkeln, erinnert das irgendwie sehr an das Geschehen an den Call-of-Duty-Anspielstationen auf der Gamescom.
Quelle: Sony
Days Gone im E3-Hands-on-Preview: Wir gegen die Monsterhorde (8)
Wir erspähen mehrere Möglichkeiten, die Freaker auszuschalten. So können wir beispielsweise auf explosive Fässer schießen, mit ein paar Schüssen aus unserem Maschinengewehr die Halterungen an auf einen Truck geladenen Baumstämmen lösen oder gleich auf einen Treibstofftank schießen. Allerdings sind die hilfreichen Objekte überall in der Umgebung verteilt, sodass wir die Freaker erst einmal dort hinlocken müssen. Zudem können wir auch selbst in der Umgebung Fallen legen. Nachdem wir uns einen Überblick verschafft haben, beginnen wir den (aussichtslosen) Kampf gegen die Übermacht, in denen wir Molotow-Cocktails und Granaten in die Freaker-Grube werfen. Etwa 15 bis 20 der Kreaturen werden wir so schon mal los, doch davon aufgescheucht stürmen nun mehrere Hundert Freaker auf uns zu.
Wir laden unser schweres MG durch, zielen und rennen so schnell wir können. Wenn so eine ganze Horde auf einen zukommt, kann einem echt das Herz in die Hose rutschen, denn erreichen sie euch, seid ihr innerhalb von Sekunden nur noch Hackfleisch. Es folgt eine spannende, hektische und ziemlich knackige Verfolgungsjagd über die Baustelle. Wir müssen gleichermaßen unsere Ausdauer als auch die Umgebung im Auge behalten. Haben wir keine Ausdauer mehr, können wir nicht mehr sprinten und wenn wir nicht Vollgas geben, erwischen uns die Freaker. Sollten also keine explosiven oder anderweitig hilfreichen Objekte in der Nähe sein, hilft es, sich immer wieder mal kurz umzudrehen und auf die erste Welle der Verfolger das Feuer zu eröffnen oder auf Lastwagen zu klettern, wo man ganz kurz verschnaufen und nach unten in die Menge feuern kann, bevor die Freaker ebenfalls das Dach erklimmen.
Quelle: Sony/ bend studios
Days Gone im E3-Hands-on-Preview: Wir gegen die Monsterhorde (6)
Erreichen wir explosive Fässer, Treibstofflager, zusammengebundene Baumstämme oder sonstige Objekte, müssen wir versuchen, genau im richtigen Zeitpunkt die Explosion oder den Fall auszulösen, um so viele Kreaturen wie möglich damit auszuschalten. Da man von den flinken Freakern ständig erbarmungslos gejagt und unter Druck gesetzt wird, ist es gar nicht so einfach, die Nerven zu behalten. Erst im dritten Versuch gelingt es uns, die gesamte Horde zu vernichten. Nassgeschwitzt fällt uns ein Stein vom Herzen und wir sind so stolz und selbstzufrieden, als hätten wir gerade das Matterhorn, den Mount Everest und ein Topmodel bestiegen. Ein Entwickler, der uns beim Zocken beobachtet hat, bemerkt unser dümmlich-überhebliches Grinsen und sagt: "Das war sehr gut, aber das war nur eine kleine Horde." Aha, danke! Dabei hätten wir die kleine Freude im Leben mal gebrauchen können, schließlich fliegen wir Freitag schon wieder nach Fürth.
