Das tödliche Wespennest

Test

Französische Filme kriegen nach einem Boom in den 70ern in Deutschland schon lange kein Bein mehr auf die Erde. Das ist schade, denn vor allem im Actionbereich machen uns unsere westlichen Nachbarn so einiges vor.

Zu verdanken haben sie das hauptsächlich zwei Umständen: Zum einen sind auch teure französische Filme nicht unbedingt auf den Weltmarkt angewiesen und spielen ihre Kosten allein in der Heimat wieder ein. Zum anderen gibt es Luc Besson. Zwar hat der "Fünfte Element"-Regisseur und "Transporter"-Produzent nichts mit dem "Wespennest" zu tun, dafür spielt der Hauptdarsteller der von Besson finanzierten "Taxi"-Trilogie, Samy Naceri, die Hauptrolle. Als Anführer einer kleinen Gangsterbande leitet er den Einbruch in eine Lagerhalle. Plötzlich bricht die Hölle los. Ein Sonderkommando der Polizei, das ein Mitglied des organisierten Verbrechens transportiert und von dessen Killerkommandos attackiert wird, sucht Schutz in der Halle. Ab jetzt heißt es: Feuer frei!

Für an der Entstehung des Films Interessierte hält die DVD ein ausführliches Making of von 82 Minuten bereit. Neben knapp 30 Minuten Storyboards gibt es darin jede Menge Statements zur Produktion sowie Einblicke in den Aufbau der Kulissen. PK

Fazit

Film-Check: Klaustrophobisches Actionkino mit guten Ansätzen und einigen Längen, dessen Atmosphäre an John Carpenters "Das Ende" und einige Level des Videospiels "Counter-Strike" erinnert.
DVD-Fazit: Wer nach einem etwas anderen Actionfilm mit bedrückender Stimmung und reichlich Geballer sucht, sollte hier mal reinsehen. Die deutsche DVD ist ungeschnitten, unterliegt der besser ausgestatteten und technisch gelungeneren französischen Disc aber deutlich. Leider hat diese aber keine deutsche Tonspur.

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