Das dreckige Dutzend

Test

Amerikanische Kriegsfilme spalten sich in zwei Lager: Meist handelt es sich um patriotische Lobeshymnen auf heldenhaftes Soldatentum und auf eine Armee, ohne die es keine Freiheit auf der Welt gäbe (z.B. "Wir waren Helden").

Dem gegenüber stehen etliche schonungslose Kriegsdramen über die Unmenschlichkeit und den Wahnsinn des Krieges (z.B. "Full Metal Jacket").

"Das dreckige Dutzend" ist ein Sonderfall der Kriegsfilmgeschichte. Regisseur Robert Aldrich, Sohn eines reichen Verlegers, schuf nach etlichen Western ("Vera Cruz") und Abenteuerstreifen ("Der Flug des Phönix") einen höchst geschätzten und erfolgreichen Film: Lee Marvin spielt darin den Querulanten und Haudegen Major Reisman, der 1944 dazu verdonnert wird, ein Himmelfahrtskommando aus zwölf verurteilten Deserteuren, Straftätern und Psychopathen für einen Geheimauftrag hinter den feindlichen Linien zu formen. Deren Belohung: Amnestie.

In den USA bereits seit vier Jahren als Collector`s Edition erhältlich, erscheint die DVD jetzt bei uns. An Extras gibt es nur den Trailer und ein zeitgenössisches Promo-Making of. PK

Fazit

Film-Check: Kriegsfilm, Komödie und Antikriegsfilm: Mit großem Staraufgebot und für damalige Verhältnisse ungewöhnlicher Härte schuf Aldrich einen zeitlosen Film, der zum Klassiker wurde.
DVD-Fazit: Endlich ist einer der letzten noch fehlenden Klassiker auf DVD erhältlich. Kriegsfilmsammler und Cineasten kommen am Kauf dieser Scheibe kaum vorbei. Die wenigen Extras enttäuschen, dafür erfreut das Originalkinoformat.

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