Florian Henckel von Donnersmarcks Spielfilmdebüt beleuchtet die dunklen Seiten des Überwachungsstaates DDR
Ahnungslos: Georg Dreyman (Sebastian Koch) und Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck)
Ostberlin im Jahr 1984. Der linientreue, ledige Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) ist für seine Hartnäckigkeit und den Erfolg beim Verhören vermeintlich staatsfeindlicher Bürger bekannt. Eines Tages bekommt er den Auftrag, den prominenten, konformen DDR-Theaterschriftsteller Georg Dreyman (Sebastian Koch) und dessen Lebensgefährtin, die Schauspielerin Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck), zu bespitzeln.
Dreymans Wohnung wird verwanzt und Wiesler bezieht seine Observationskammer im Dachboden des Hauses. Mit der Zeit entwickelt der einsame Stasi-Mann Sympathie für das Künstlerpaar. Dann erfährt Wiesler, dass der Kultusminister Bruno Hempf (Thomas Thieme) die Beobachtung nur anordnete, weil er Christa-Maria begehrt und Georg loswerden will ...
Wunschbesetzung
Auf der Lauer: Der gewissenhafte Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe)
Der 1973 in Köln geborene Filmemacher und Drehbuchautor Florian Henckel von Donnersmarck machte bereits 1999 und 2002 mit den von Kritikern gelobten Kurzfilmen "Dobermann" und "Der Templer" auf sich aufmerksam. Im empfehlenswerten Regiekommentar der DVD berichtet er über seine der Produktion vorausgehenden jahrelangen Recherchen in Archiven sowie seine Gespräche mit Historikern und Zeitzeugen. Dass unter dem Cast so viele hochkarätige Namen des Deutschen Films zu finden sind, sei der Überzeugungskraft des Drehbuchs zu verdanken, denn das Budget habe allenfalls auf TV-Niveau gelegen.
Einzelheiten über den Dreh liefert Mühe in einem weiteren Audiokommentar. Das Making of beinhaltet Interviews mit Henckel von Donnersmark, Mühe, Koch und Produzent Quirin Berg. Der im sächsischen Grimma aufgewachsene Mühe spricht u.a. die über ihn existierenden Stasi-Akten an, die er in den 90er-Jahren einsehen konnte.
