Eine Reise in die Vergangenheit -- begleiten Sie Arok auf seinen Abenteuern in der Steinzeit und erfahren Sie, welches Geheimnis sich hinter den Höhlenmalereien in Lascaux verbergen könnte.
Zu Zeiten, in denen Männer noch das Fleisch herangeschafft und die Frauen es dann am Lagerfeuer gegrillt haben, geht der junge Arok auf die Jagd nach Wild für seinen Stamm. Dabei entfernt er sich ziemlich weit von seiner Wohnhöhle. Plötzlich hört er ein Knurren hinter sich, und eine Berglöwin setzt zum Sprung auf ihn an. Gerade noch in letzter Sekunde rettet er sich in eine kleine Höhle. Da steht er nun, allein und im Dunklen. Und da stehen auch Sie -- denn nun übernehmen Sie die Steuerung von Arok.
Die Entwickler der Kheops Studios haben nach Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel wieder eine außergewöhnliche Geschichte für abenteuerhungrige Spieler umgesetzt. Die erzählt von Arok, der sich auf die Suche nach seinem Meister Klem begibt, und wie der Bursche sich mit Erfindungsreichtum in der Steinzeit zurechtfindet.
Wo ist mein Feuerzeug?
Nun stehen wir in der kleinen, dunklen Höhle und schauen uns um. Hier liegt ein Stück Weichholz, dort etwas Gras und Geäst. Und wie machen wir jetzt Feuer? Da wir früher nicht als Kind mit der Pfadfindergruppe durch die Wälder gestromert sind, werfen wir einen Blick in die Enzyklopädie, die wir wie das Inventar mit einem Mausklick aufrufen. So erfahren wir alles Wissenswerte aus der Steinzeit. Je nachdem, mit welchem Rätsel wir gerade beschäftigt sind, ist meistens gleich auch das richtige Kapitel aufgeschlagen.
Wir lesen, dass wir noch ein Stück Hartholz brauchen, um das Feuer zu machen. Also schauen wir uns noch einmal genau um, bis wir das Holz finden und schließlich ein gemütlich knisterndes Feuerchen entzünden. Die Sucherei werden wir übrigens noch häufiger erleben, da Bauteile und Werkzeuge meist nicht sofort zur Hand sind.
Jemand da?!
Erst nach etwa der Hälfte des Spiels treffen Sie auf andere Charaktere, mit denen Sie interagieren können. In einem versteckten Tal finden Sie den Steinbearbeiter Graok, der Arok bei der Suche nach seinem Meister Klem weiterhilft. Später lernen Sie dann auch Tika, Lharik und Klem persönlich kennen. Solche wichtigen Treffen werden von Zwischensequenzen begleitet, welche die Geschichte um Arok erzählen. Ansonsten klicken Sie sich in Egoperspektive durch gerenderte Schauplätze, die recht hübsch anzusehen und detailliert gestaltet sind. Allerdings wirkt das Tal leblos, da nur ein paar Schmetterlinge herumschwirren.
Verknotete Gehirnwindungen
An allen Schauplätzen werden Sie vor allem eines finden: Rätsel über Rätsel. Die Bandbreite reicht von einfachen Verschieberätseln, bei denen Sie zerbrochene Steintafeln zusammensetzen, bis hin zu komplizierten Kopfnüssen. Bei einem der schwereren Denkspiele stehen Sie vor einer Wand mit verschiedenfarbigen Handabdrücken. Um die Wand hinaufzuklettern, müssen Sie zuerst herausfinden, dass die roten Zeichen für die rechte Hand stehen, und die braunen für die Linke. Sie können mitunter eine ganze Weile herumexperimentieren, bis Sie die richtige Kombination finden.
Heimwerken
Wie schon in Die Rückkehr zur geheimnisvollen Insel wird uns auch wieder einiges an kreativer Arbeit abverlangt. Tika sollen wir zum Beispiel unsere Erlebnisse anhand von Gegenständen erzählen, später basteln wir einen Wasserschlauch. Wenn wir in diesem Spiel einen Gegenstand gebaut haben, können wir den wie im Quasi-Vorgänger übrigens nicht mehr auseinander nehmen.
