Darkest Dungeon 2 im Test: Alles ist furchtbar, außer das Spiel

Test Daniel Link
Darkest Dungeon 2 im Test: Alles ist furchtbar, außer das Spiel
Quelle: Red Hook Studio

Darkest Dungeon 2 feiert heute, am 8. Mai 2023, seinen Release aus dem Early Access. Ob sich der Titel seit der ersten Veröffentlichung vor einem Jahr merklich verbessern konnte, erfahrt ihr bei uns im Test.

Als ich das Spiel vor einem Jahr zum ersten Mal ausprobierte, absolvierte ich das erste Kapitel in meinem zweiten Spieldurchlauf. Entweder bin ich in der Zwischenzeit um einiges schlechter geworden, oder Darkest Dungeon 2 um einiges härter, denn erst nach einigen Stunden konnte ich mir meinen ersten Sieg erkämpfen. Der Schwierigkeitsgrad, für den so viele Nutzer Darkest Dungeon lieben gelernt haben, scheint also auch im zweiten Teil wieder vorhanden zu sein.

Zahlreiche Dinge zum Freischalten und massig Wiederspielwert

Außerdem wurde am Fortschrittssystem geschraubt. Zum Early-Access-Release erhielt man nach jedem abgeschlossenen Durchlauf Erfahrungspunkte, egal, ob erfolgreich oder nicht. Hiermit stieg der eigene Account dann Stufen auf, wodurch nach und nach neue Sachen wie Gegenstände und Charaktere freigeschaltet wurden. Sowohl Spieler als auch die Entwickler wussten, dass dieses System recht langweilig ist und den Nutzern keinerlei Entscheidungsmöglichkeiten darüber lässt, wie sie neue Dinge freischalten wollen. Vor einiger Zeit wurde das System daher völlig umgekrempelt. Statt Erfahrungspunkten sammelt ihr nun in jedem Run Kerzen. Diese erhaltet ihr beispielsweise, indem ihr die verschiedenen Gasthäuser erreicht, oder wenn ihr die Quests der Teammitglieder erfüllt.

Eure Charaktere wollen entweder Dinge wie das zweite Gasthaus erreichen, oder zum Beispiel unbedingt zehn Kadavern den Todesstoß verpassen. Einige der Quests sind also recht einfach zu absolvieren, andere hingegen benötigen fast schon eure volle Aufmerksamkeit.

Eure Charaktere haben zu fast allem eine eigene Meinung. Entscheidet ihr euch, zu kämpfen, obwohl drei eurer Figuren das nicht wollen, leidet deren Beziehung. Quelle: Red Hook Studio Zu Beginn eines neuen Durchlaufs könnt ihr eure verdienten Kerzen dann ausgeben. Hiermit schaltet ihr neue Gegenstände für den Kampf, das Gasthaus und eure Kutsche frei, sowie neue Trinkets. Weiterhin könnt ihr eure Kutsche und andere Dinge permanent verbessern.

Beispielsweise erhaltet ihr mehr Slots in eurem Inventar, kleinere Boni wie ein wenig Währung, wenn ihr ein Gasthaus betretet, oder sogar Skins für eure Kutsche und Charaktere. Auch ein Upgrade, welches das gesamte Spiel schwerer macht, ist mit dabei.

Mit euren verdienten Kerzen könnt ihr unter anderem eure Helden verbessern. Quelle: Red Hook Studio Am interessantesten sind jedoch definitiv die Upgrades für eure verschiedenen Helden. Diese reichen von kleineren Boni wie einer erhöhten Chance, dem Tod zu entkommen und neuen Trinkets, bis hin zu den sogenannten Pfaden. Habt ihr diese für einen Charakter freigeschaltet, könnt ihr sie bei der Charakterauswahl im dazugehörigen Menü aktivieren.

Die Pfade verleihen eurem Charakter passive Effekte, sowohl positive als auch negative, die einen bestimmten Spielstil hervorheben. Wolltet ihr euren Wegelagerer schon immer auf hoher Reichweite spielen, gibt es den passenden Pfad dafür.

Durch den Pfad des Scharfschützen verursachen alle Fernangriffe 25 Prozent mehr Schaden, Angriffe aus dem Nahkampf hingegen verursachen 25 Prozent weniger Schaden. Zusätzlich wird die Geschwindigkeit um drei erhöht, und der Einsatz von Streuschuss gibt dem Wegelagerer einen Buff, wodurch sein nächster Angriff noch einmal 50 Prozent mehr Schaden verursacht.

Die Pfade verleihen dem Spiel definitiv ein wenig mehr Tiefe. Vor allem zu Beginn nimmt der Wegelagerer eigentlich eine Position weit vorn ein, durch die Pfade lassen sich Teamkonstellationen jedoch nach Belieben anpassen und man wird sogar mit einigen äußerst guten Buffs belohnt. Der Wiederspielwert wird durch die Pfade daher ebenfalls um einiges erhöht.

Absolviert ihr einen der Schreine der Besinnung, erhaltet ihr neue Fähigkeiten. Quelle: Red Hook Studio Zusätzlich sieht Darkest Dungeon 2 absolut fantastisch aus. Die Animationen unserer treuen Recken sind Red Hook wirklich gut gelungen und viele Aspekte des Spiels strotzen nur so vor Liebe zum Detail. Ich war tatsächlich ein wenig überrascht, wie gut der Titel im Vergleich zum ersten Teil aussieht, doch man merkt wirklich an allen Ecken und Enden, wie sehr sich das Entwicklerstudio seit ihrem Debüttitel gesteigert hat.

Etwas Luft nach oben bleibt noch immer

Natürlich gibt es auch ein paar Sachen zu bemeckern. Beispielsweise wäre es schön, wenn man auf der Karte ein wenig mehr Bewegungsfreiheit hätte. So muss man sich derzeit direkt zu Beginn fast schon seine komplette Route überlegen, da man an vielen Knotenpunkten nur in eine Richtung weiterziehen kann.

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