Kostenlos auf Steam, bei uns im Test: Der indizierte Shooter Dark Sector

Test Stefan Weiß
Kostenlos auf Steam, bei uns im Test: Der indizierte Shooter Dark Sector
Quelle: Digital Extremes

Auf Steam könnt ihr euch den einst indizierten Shooter Dark Sector gerade kostenlos herunterladen. Wir verraten euch, was wir im Test dazu gesagt haben!

Dieser Test erschien ursprünglich am 24. März 2009 auf pcgames.de. Anlässlich des kostenlosen Releases auf Steam stellen wir ihn euch optisch aufgemöbelt, aber inhaltlich unverändert erneut zur Verfügung. Die via Steam verfügbare Version entspricht der für Deutschland angepassten, entschärften Version des Spiels.


Horror-Shooter-Fans schauten bislang beim Thema Dark Sector in Deutschland in die Röhre. Die Konsolenversion für Playstation 3 und Xbox 360 war zu brutal und erhielt erst gar keine Freigabe. Die angepasste PC-Fassung trägt jetzt den roten USK-Sticker und diese Farbe passt bestens zum Spiel. Ihr Job darin: Mutanten jagen!

Die Story von Dark Sector

Warum, wieso, weshalb, verrät Ihnen das Spiel anfangs nicht. Sie plumpsen recht unvermittelt mitten in die Story rein, in der Sie den Spezialagenten Hayden Tenno verkörpern. Im schwarz-weißen Prolog-Level, der gleichzeitig den Spieleinstieg darstellt, sind Sie irgendwelchen Infizierten auf den Fersen, was damit endet, dass sich Hayden selbst ansteckt und innerhalb weniger Minuten zum Halbmonster mutiert.

Bildergalerie

Immerhin hat die Verwandlung der Heldenfigur ein Gutes, sie beschert Ihnen eine abgefahrene Waffe: Ihrem Arm entwächst ein Drei-Klingen-Schwert-Bumerang namens Glaive, welchen Sie fortan durch die Gegend und damit durch die Körper Ihrer Gegner schleudern.

Das Gameplay von Dark Sector

Im Verlauf des Spiels schalten Sie immer mehr Spezialaktionen für die Glaive-Waffe frei: Elektro-, Feuer-, Eis-Aufladung, Telekinese, Vierfachschaden und - was am besten ist - eine mit der Maus/Gamepad steuerbare "Klingen-Kamera". Sprich, Sie legen dabei selbst fest, in welche Richtung der geschleuderte Bumerang fliegt. Dessen Bedienung ist mit der Maus recht fummelig, mit einem Gamepad hingegen aber wohl geraten.

In beeindruckender Zeitlupengrafik spürt man dabei förmlich, wie die Schneiden den Gegner zerfetzen. Klingt brutal? Ist es auch. Dark Sector (jetzt kaufen 9,95 € ) ist mit Sicherheit nix, respektive nichts (Grüße an User Solon 25) für Kinderhände. Mithilfe von brachialen Spezialmanövern (Finishing-Moves) schaltet Tenno seine Gegner aus - da zerplatzen schon mal Zombieköpfe oder ein gegnerisches Rückgrat geht mit lautem Knacken zu Bruch.

Allerdings können Sie die so genannten "K.O.-Schläge" nicht gezielt anwenden, das passiert zufällig. Auch einige in der Konsolenversion enthaltenen Animationen, wie zum Beispiel das Brechen des Ellenbogens wurde entfernt.

Falls Sie doch mal genug von Ihrem Schnetzelwerkzeug haben, suchen Sie einfach den nächstbesten Kanaldeckel auf. Darunter hat sich die örtliche Waffenlobby eingenistet, die Ihnen in Form eines Schwarzmarkts Handfeuerwaffen und Gewehre feilbietet. Sie bezahlen die Ware mit Rubel, die Sie überall in den Levels verteilt finden. Kisten und Behälter halten Munition, Granaten sowie Waffenverbesserungen bereit. Auf dem Schwarzmarkt lassen sich diese dann einbauen. Das motiviert, auch wirklich die hinterste Ecke eines Levels zu durchkämmen.

Die Puzzles von Dark Sector

Eingestreute Logikpuzzles sorgen dafür, die gewonnenen Fähigkeiten Ihrer Klingenwaffe einzusetzen, um weiterzukommen. Elektronisch verriegelte Türen beispielsweise lassen sich öffnen, wenn Sie Ihren Bumerang an einer offenen Stromquelle aufladen und dann schnell gegen das Schloss schleudern. Geistige Höchstleistung ist bei dieser Art Puzzles nicht nötig, sie lockern jedoch das Spielgeschehen auf.

Die Bosskämpfe sind cool, meist fair inszeniert und sorgen für die nötige Abwechslung. Gefechte gegen die tumb agierenden Standardgegner dagegen langweilen auf Dauer erheblich.

Die Grafik von Dark Sector

Grafisch patzt Dark Sector bei den Texturen der Figuren: Der übertriebene Glanzeffekt sorgt für unschönen Plastik-Look. Clipping-Fehler führen zu ungewollter Heiterkeit, während die immer gleichen Todesschreie der Gegner an den Nerven zehren. Dafür macht der gelungene Soundtrack wieder etwas verlorenen Atmosphäreboden wett. Dark Sector ist sicher kein Meilenstein, bietet aber kurzweilige Unterhaltung für ein paar Stunden.

Wertung zu Dark Sector (PC)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Coole WaffenfeaturesAbwechslungsreiche BosskämpfeSpannendes Szenario ...
... jedoch platt erzählte StoryGestreckte Levelabschnitte durch immer gleiche GegnerwellenUnmotivierte Spreche
Fazit

Kein Meisterwerk, für ein paar Stunden unterhaltsame Action aber durchaus geeignet

Meinung

Dark Sector kostenlos auf Steam

Dark Sector könnt ihr euch gerade kostenlos auf Steam sichern. Das Spiel erschien ursprünglich 2008 für die damals aktuellen Konsolen PlayStation 3 und Xbox 360, wurde aber schnell indiziert. Die überarbeitete PC-Fassung, die 2009 erschien, schaffte es auch auf den deutschen Markt und war Basis für diesen Test.

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