Wer sagt, dass die Rennfahrerei unerschwinglich sein muss? Mit DTM Race Driver 2 holen Sie sich (fast) die ganze Welt des Motorsports zum Budgetpreis auf den PC.
Auch Rennfahrer-Legenden fangen klein an. Egal ob Schumi (eins und zwei), Mika Häkkinen oder Hans-Joachim Stuck: Der Weg in die Formel- und Prototypen-Cockpits ist lang, beschwerlich und beginnt oft in wenig spektakulären oder unbekannten Rennserien. Eigentlich nur logisch, eine solche Laufbahn vom Kart ins Formel-Cockpit als Leitschnur herzunehmen und drumherum eine Rennsimulation zu stricken. Genau das dachten sich wohl auch die Entwickler bei Codemasters, die mit DTM Race Driver 2 das vielseitigste Rennspiel der letzten Jahre abliefern.
Neben der namensgebenden DTM simuliert das Spiel nicht weniger als 32 Rennserien (fünf lizenzierte und 27 frei erfundene), durch die wir uns im Karrieremodus schrittweise nach oben arbeiten müssen. Lohn der Mühe: Ein heiß umkämpfter Platz im renommierten Shark-Rennteam. Um dieses ferne Ziel zu erreichen, gilt es in jeder Meisterschaft bestimmte Vorgaben einzuhalten. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass wir die Saison auf einem höheren Tabellenplatz als unser Hauptkonkurrenten abschließen müssen.
Per aspera ad astra
Vor den meisten Stufen auf der Karriereleiter entscheiden wir uns zunächst, in welcher von zwei Rennserien wir die nächste Saison fahren wollen. Dabei klettern wir häufig in ungewöhnliche Renncockpits: So steht etwa gleich zu Beginn ein Ford Mustang Markencup auf dem Programm. Im späteren Verlauf geben wir mit Renntrucks, Stockcars oder Rallyeautos Gas. Dabei sorgt die hervorragende Fahrphysik dafür, dass sich die Flitzer nicht nur äußerlich unterscheiden. So bemerkt auch der Rennspieleinsteiger auf Anhieb den himmelweiten Unterschied zwischen einem 1968er Mustang und einem DTM-Renner von 2003. Während der Oldie recht gutmütig zu fahren ist, und sich mit seinem schwammigen Fahrwerk eher wie ein Straßenauto anfühlt, liegt etwa ein Abt-TT bretthart auf der Straße und kann (bei abgeschalteten Fahrhilfen) schon mal giftig ausbrechen, wenn wir zu aggressiv mit dem Gaspedal umgehen.
Simulation oder Karriere?
Wer keine Lust auf eine Rennfahrerkarriere hat, entscheidet sich für den Simulationsmodus. Hier können Sie sich eine Auswahl von realen und Fantasie-Strecken zusammenstellen, die dann nacheinander abgefahren werden. Parameter wie Rennlänge oder Gegnerkönnen dürfen Sie frei einstellen, während sie in der Karriere fix vorgegeben sind. Tüftler dürfen sich zudem im Tuning-Bildschirm austoben, indem sie ihr Sportgerät abstimmen und Fahrwerk oder Reifen der aktuellen Strecke anpassen.
Sascha Gliss
