Quelle: von Tobias Hartlehnert
Trotz der mittlerweile großen Verbreitung des PCs in deutschen Haushalten nutzt nur ein Bruchteil der Besitzer den Computer zum Spielen -- zumindest wenn es um Titel geht, die es im Laden zu kaufen gibt. Dass kostenlose, unkomplizierte Programme deutlich mehr Leute vor den Monitor locken, ist seit dem grandiosen Erfolg der Jagd auf ein glubschäugiges Federvieh namens Moorhuhn kein Geheimnis mehr.
Aufgrund der zunehmenden Verbreitung der Breitbandzugänge für Internet ist heutzutage nicht einmal mehr das Herunterladen solcher Spiele nötig, die meisten Titel werden online gespielt. Nicht nur aus Kurzweil, denn inzwischen gibt's diverse Anbieter, bei denen Sie mit Karten-, Action-, Puzzle- und anderen Spielen echtes Geld gewinnen und verlieren können. Und genau darum rührt man im Privatfernsehen momentan die Werbetrommel, mit Erfolg: Portale wie King.com oder Gameduell.de freuen sich über rege Teilnehmerzahlen -- nicht zuletzt deshalb, weil die Websites der Fernsehsender zwar einige eigene Spiele anbieten, oft aber lediglich Inhalte vorgaukeln und auf solche Seiten verlinken.
Geschick entscheidet
Wer jetzt vom schnellen Online-Euro träumt, sollte gleich wieder aufwachen: Erstens geht es um vergleichsweise kleine Beträge, zweitens gibt's ohne viel Übung keine gewinnbringenden Leistungen, und drittens darf nur in bestimmten Spielen um Geld gezockt werden. Dabei handelt es sich um so genannte Skill-Games, also Titel, bei denen es in erster Linie auf Ihr Können beziehungsweise Ihre Geschicklichkeit ankommt. Sie spielen also nicht gegen einen Computergegner, sondern in den meisten Fällen indirekt (über einen High-Score) gegen andere Menschen. Typische Skill-Games sind etwa Backgammon, Mahjongg und diverse Kartenspiele.
Das ist entscheidend dafür, dass es bei solchen Spielen in Deutschland überhaupt zu Geldeinsätzen kommen darf. Denn wenn statt des menschlichen Könnens allein der Zufall entscheiden würde, etwa beim Roulette, fielen diese Programme in den Bereich der Glücksspiele -- und das ist hierzulande über staatliche Konzessionen geregelt, die solchen Internet-Anbietern nicht erteilt werden. Deshalb gibt's übrigens auch keine reinen Online-Casinos mit Firmensitz in Deutschland.
Ohne Einzahlung kein Gewinn
Wenn Sie sich bei einem Portal wie King.com oder Gameduell.de anmelden, erhalten Sie in der Regel zehn Euro als Anreiz und um erste Partien zu absolvieren. Dabei handelt es sich aber um »Spielgeld«, das Sie sich nicht auszahlen lassen können. Bevor Sie um echte Moneten zocken, müssen Sie erst echtes Geld einzahlen; der Mindestbetrag ist dabei normalerweise zehn Euro. Bei größeren Summen erhalten Sie oft einen Bonus, etwa 20 Euro einzahlen und 30 Euro bekommen.
Falls Sie kein Geld investieren, können Sie nach dem Verlust des geschenkten Spielgeldes nicht mehr zocken. Außerdem lassen viele Anbieter Sie jedes Spiel nur einige Male probieren. Erst wenn Sie durch die Einzahlung echter Mäuse vollwertiges Mitglied sind, dürfen Sie wieder ran. So wird verhindert, dass Neulinge durch stetes Üben kostenlos immer besser werden.
