Cry_Wolf

Test

Erwecke keinen Verdacht, belüge deine Freunde und eliminiere deine Feinde! Das sind die Spielregeln von "Cry_Wolf"

Nachdem er bereits von mehreren Elite-Schulen flog, landet Owen (Julian Morris) an der privaten Westlake High School. Die angesagteste Clique dort nennt sich "Liar's Club". Die Gruppe gelangweilter Teenager um die so verführerische wie gerissene Dodger (Lindy Booth) versüßt sich den Schulalltag mit einem intriganten Lügenspiel, bei dem sich die Mitglieder gegenseitig manipulieren und aufhetzen, um den versteckten "Wolf" zu enttarnen. Durch seinen Zimmergenossen Tom (Jared Padalecki) wird Owen schnell ein Teil des geheimen Schwindlerzirkels und kann gleich die erste Runde souverän für sich entscheiden.

The Next Level

Als den Beteiligten auch dieses Spiel zu langweilig wird, weiten sie es kurzerhand auf die gesamte Schule aus. Basierend auf einem tatsächlich geschehenen, ungeklärten Mord an einer Mitschülerin stricken Owen und Dodger eine fiktive Horrorstory um einen mysteriösen Campuskiller namens "The Wolf". Dank Handy, E-Mail und Internet verbreitet sich die Geschichte wie ein Lauffeuer und sorgt für den gewünschten Angstfaktor an der Lehranstalt. Als der erfundene Schlitzer dann wirklich auftaucht und erste Opfer fordert, bleibt den Schwindlern das Lachen im Halse stecken ...

"Cry_Wolf" ist das Spielfilmdebüt von Regisseur und Drehbuchautor Jeff Wadlow, der zuvor lediglich diverse Kurzfilme inszenierte. Zwei dieser früheren Werke waren noch auf der US-Disc von "Cry_Wolf" (Test in DVD VISION 02/2006) zu finden. Für den deutschen Release mussten diese Zugaben jedoch ebenso weichen wie der Audiokommentar, die entfallenen Szenen, Casting-Aufnahmen und recht interessante Behind the Scenes-Featurette. Als Ersatz bietet die Code 2-DVD neben dem Trailer und Cast & Crew-Infos nur ein unspektakuläres Making of mit vielen Filmausschnitten.TO n

Fazit

Film-Check: Ein nur teilweise gelungener Low-Budget-Mix aus Teenie-Slasher und Thriller, der überraschend blutleer daherkommt und somit für Gorehounds schon mal nicht in Frage kommt. Auch nackte Haut und derbe Schockeffekte gibt es kaum, die Sterbeszenen sind nicht sonderlich originell.Dafür setzte Regisseur Jeff Wadlow auf gezielte Psychospielchen mit allerlei Verschwörungen und eine überraschende, wenn auch etwas zu konstruierte Schlusswendung. Das Spannungsbarometer droht hier zwar nicht zu bersten, bleibt aber konstant auf einem ordentlichen Wert. Unterm Strich also nichts für Genreprofis, Einsteiger dürfen sich aber unbesorgt in Westlake einschreiben.
DVD-Fazit: Wie der Film selbst ist auch die technische Umsetzung auf DVD annehmbar. Die schwache Ausstattung hingegen enttäuscht. Dass deutlich mehr Material vorhanden gewesen wäre, beweist ein Blick auf die Code 1-Disc.

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