Crossing Souls in der Gamescom-Vorschau: Ein Action-Adventure-Geheimtipp
Special
Auf der Gamescom 2017 in Köln schauten wir uns neben den ganzen großen Titeln natürlich auch ein paar vielversprechende Indie-Spiele an. Bei Devolver Digital präsentierte man uns mit Crossing Souls den Action-Adventure-Geheimtipp der Messe. Warum uns der von 15 Leuten im spanischen Sevilla entwickelte Titel so gut gefallen hat, lest ihr in unserer Vorschau.
Die Retro-Welle macht vor nichts halt. Unzählige Filme, Serien und Spiele vergreifen sich an Klischees der 80er- und 90er-Jahre und setzen sie mal mehr, mal weniger gelungen um. Auch Crossing Souls von dem kleinen Studio Four Attic aus Sevilla erzählt eine Geschichte, die in den Achtzigern angesiedelt ist, und zahlreiche popkulturelle Referenzen zu dieser Zeit verwurstet. Warum dies Crossing Souls so gut gelingt, erfahrt ihr hier.
Die Goonies treffen auf Stranger Things
Quelle: FourAttic/Devolver Digital
Crossing Souls in der Gamescom-Vorschau: Ein Action-Adventure-Geheimtipp (4)
Crossing Souls ist ein Action-Adventure mit leichten RPG-Elementen im Pixel-Look. Trotz der groben Retro-Grafik ist es den Entwicklern jedoch gelungen, dass wir beim ersten Blick zahlreiche Details und Referenzen zur Zeit und der damaligen Popkultur entdecken. Als Inspiration dienten den Entwicklern viele Filme und Spiele aus den 80er-Jahren, besonders aber Kult-Streifen wie Stand by me und Die Goonies prägten die Story von Crossing Souls.
So ist es auch wenig verwunderlich, dass wir die Kontrolle über eine Gruppe Jugendlicher in den Sommerferien des Jahres 1986 übernehmen. Der Nerd der Gruppe hat ein seltsames Artefakt entdeckt, welches ein Tor zur Welt der Toten öffnet. Was die Teenager jedoch nicht wissen: Das Artefakt wurde dem fiesen Major OhRus entwendet, der nun mit seinen Handlangern die ganze Kleinstadt auf den Kopf stellt, um es wieder zu erlangen. Nach und nach rutschen die Jugendlichen in eine Verschwörung nicht absehbaren Ausmaßes hinein.
Einer für alle, alle für einen
Quelle: FourAttic/Devolver Digital
Crossing Souls in der Gamescom-Vorschau: Ein Action-Adventure-Geheimtipp (5)
Allerdings sind die insgesamt fünf Teenager natürlich nicht wehrlos. Jedes Gruppenmitglied hat spezielle Fähigkeiten, Stärken und Schwächen. Ein Jugendlicher ist beispielsweise besonders stark, dafür aber sehr langsam. Der Nerd der Gruppe hingegen besitzt eine mächtige Laserwaffe, kann aber kaum Schaden einstecken. Die besonderen Fähigkeiten der Figuren müssen auch für die vielen kleinen Umgebungsrätsel eingesetzt werden. Per Schultertaste darf zwischen den Charakteren durchgewechselt werden, man steuert nie mehr als eine Figur.
Überall in der liebevoll gestalteten Stadt treffen die Jugendlichen auf Handlanger vom fiesen Major, aber auch auf Rowdys, Rednecks und Kneipenschläger, die ebenfalls jeweils verschiedene Attacken auf dem Kasten haben. Auch hier empfiehlt es sich klug zwischen den Teenagern durchzuwechseln, wenn man die Schwachstellen der Gegner herausgefunden hat. Abseits des netten Gameplays hat uns vor allem das zwar pixelige, aber dennoch hübsche Design gefallen. Die ganzen Anspielungen auf die 80er-Jahre oder Filme und Spiele dieser Zeit wirkten nie plump, doof oder aufgesetzt, sondern wirklich gut eingesetzt. In Crossing Souls steckt ganz viel Herzblut und Liebe zum Detail.
