In einer fernen Galaxie ist die Hölle los: Knuddelige Wölfe, Affen und Nager bekriegen sich aus reiner Langeweile im Rundentakt und hinterlassen auf verschiedensten Planeten einen Friedhof der Kuscheltiere.
Gorilla Ninja wirkt auf den ersten Blick sanftmütig. Hätte er nicht eine Baseballkeule und eine Bazooka in seiner Tasche. Damit macht er Jagd auf die frechen »Frets«, zu denen Biber und andere Nager gehören. Oder er jagt die »Techies«, ein Rudel Wölfe und Hyänen, denen hoch entwickelte Technologien zur Verfügung stehen. Natürlich nur, um den anderen Fraktionen auf den insgesamt 16 Planeten den Garaus zu machen und die Herrschaft zu übernehmen.
Eindrucksvolle Waffenkreativität
Der Budapester Entwickler Mithis (Battlestation Midway) hat eine Planetenwelt in Comicoptik geschaffen, auf der sich die Tierchen im rundenbasierten Kampf gegenseitig umnieten. In der zerstörbaren Planetenlandschaft dürfen Sie außerdem mit über 30 lustigen Waffen hantieren. Etwa mit der Abwasserblüte, eine Pumpe, die wie ein Wasserkasten einer Toilette aussieht und ekeligen Gestank von sich gibt. Die können Sie in einem Shop vor Missionsbeginn kaufen, oder mit einem der zahlreichen Power-Ups auf dem Planeten aufsammeln. Die geben Ihnen auch mehr Trefferpunkte, verpassen Ihnen einen Geschwindigkeitsbonus oder motzen Ihre Waffen auf. Sobald Sie aber Granaten und Fernkampfwaffen benutzen, sollten Sie die geringe Erdanziehung der Schauplätze beachten, damit nichts im All verloren geht.
Dschungelschlacht
Welche der drei anfänglichen Fraktionen Sie in der Kampagne spielen, bleibt Ihnen überlassen. Keine Partei ist stärker oder besser: In jeder Gruppe gibt es Nah- und Fernkämpfer, aus denen Sie wählen. Je mehr Erfolg Sie haben, desto mehr Figuren können Sie mit in die Schlacht nehmen.
Beginnt eine der 48 Missionen, bleiben Ihnen 30 Sekunden, um mit einem Ihrer Charaktere über den Planeten zu ziehen. Greifen Sie einen Feind an, verlieren Sie die restliche Zug- und Angriffszeit, können aber in den folgenden zehn Sekunden fliehen. Wenn Sie mehrere Charaktere steuern, darf nur eine Figur pro Runde ziehen. Die Reihenfolge, in der Sie Ihre Kämpfer bewegen, bestimmen Sie nicht selbst -- so wie die gegnerische Reihenfolge ist auch die Ihrer Figuren festgelegt. Zusätzlich tickt ein Timer gegen Sie, denn jede Mission ist zeitbegrenzt.
Schade ist, dass sich die Kampagnen nur in kleinen Nebenaufträgen unterscheiden. Kämpft man als Affe oder Wolf gegen die Frets, ist das nachvollziehbar. Weniger logisch ist es, als Nager die eigenen Leute zu plätten. Mithis hätte gut daran getan, nur für eine Fraktion eine Kampagne einzubauen, die dafür spannend ist.
Gruppenspaß
Lustige Gemetzel bringt, ähnlich wie bei der Worms-Reihe, der Mehrspielermodus. Im Netzwerk oder im Internet geht's dann mit Tintenfisch-Flinte und Virenschleuder ins wilde Getümmel. Mit bis zu vier Spielern bestreiten wir Modi wie Vernichtung (Deathmatch), Plünderung (möglichst viel Gold sammeln) und Totem-Eroberung (Capture the Flag).
Susanne Braun
