Dicke Panzerketten hinterlassen ihre Spuren im afrikanischen Wüstensand. Entscheidet CDV den Software-Krieg erneut für sich?
Diese Unterbrechungen sind häufig Ihre einzige Chance, in den fordernden Missionen den Überblick zu behalten. Waren die Schlachten im Original noch relativ überschaubar, befehligen Sie jetzt stellenweise mehr als 50 Einheiten.
Leider agieren die Kameraden nicht immer so wie man es heutzutage erwarten sollte. So verkeilen sich Vehikeleinheiten ineinander oder sie kapitulieren vor Barrieren. Noch ärgerlicher ist es, wenn Antitank-Kanonen auf die eigenen Sanitätstrupps ballern, statt gegnerische Panzer zu stoppen. Da es in der Wüste eher selten Hindernisse zu umfahren gilt, müssen Sie wenigstens nicht ständig manuell in die Wegfindung eingreifen.
"Phase 2" überrollt die atemberaubende Optik des Erstlings sogar noch. Vor allem die atmosphärischen Lichteffekte bei den Nachteinsätzen haben uns immer wieder erfreut. Auch herrlich: Afrikanische Einöden wurden mit viel Liebe zum Detail durch Oasen und Siedlungen verschönert.
Die Soundeffekte, etwa das Knattern der Panzermotoren oder wuchtige Explosionen, liegen ebenfalls auf zeitgemäßem Niveau. Dafür wirken die Synchronsprecher in den zahlreichen Cut-Scenes zum Teil unmotiviert.
FAZIT: Auf die tonnenschweren Stärken des ersten Teils hat man in "Phase 2" noch einige Zentner draufgepackt. Die abwechslungsreichen Missionen sind nun wesentlich umfangreicher und auch die Grafik wurde an vielen Stellen aufgemotzt. Dass die neue Panzerfahrt nicht ausschließlich für Begeisterung sorgt, liegt hauptsächlich an der schwachen Künstlichen Intelligenz. Da es jetzt die Aufgabe des Spielers ist, mehr Einheiten zu steuern, fallen die Probleme bei Wegfindung und Zielautomatik deutlicher ins Auge. Wir hätten uns gewünscht, dass die Entwickler die KI für den zweiten Teil grundlegend verbessern. So erzeugt "Phase 2" nämlich viel Hektik oder provoziert eine Pausenorgie. AZ
