Codename Panzers: Phase 2

Test

Dicke Panzerketten hinterlassen ihre Spuren im afrikanischen Wüstensand. Entscheidet CDV den Software-Krieg erneut für sich?

Codename Panzers: Phase 2

D ie Software-Ergüsse deutscher Spielehersteller erreichen im internationalen Vergleich häufig nur Mittelmaß. Umso befriedigender war für den Karlsruher Publisher CDV der Erfolg des ersten Teils von "Codename Panzers". Sowohl das Fachpublikum als auch die Spieler-gemeinde spendeten dem Strategiespiel viel Beifall. Daher waren wir besonders gespannt auf den Nachfolger mit dem Namenszusatz "Phase 2".

Verliefen die Frontlinien im Vorgänger ausschließlich auf europäischem Boden, so lauern die tödlichen Gefahren nun meist in der afrikanischen Wüste. Auch wenn Oasen mit Palmen in Anbetracht des hiesigen "Sommers" ein trügerisches Urlaubs-Feeling erzeugen, verdient sich Entwickler Stormregion für den Ortswechsel ein Extralob. Zu häufig schon sorgten russische Schneegestöber oder Bleigewitter über der Normandie in der Vergangenheit für lautes Gähnen.

STORY: In der ersten von insgesamt drei WWII-Kampagnen dirigieren Sie das deutsche Afrikakorps, später folgen die britischen Wüstenkrieger Ihren Befehlen. Erst der dritte Feldzug führt Sie wieder zurück nach Europa -- ins zerbombte Jugoslawien. Farvan Pondurovic ist eine der drei neuen Hauptfiguren und freut sich dort über Ihre Hilfe. Die beiden anderen "Phase 2"-Emporkömmlinge sind die Geschwister Dario und Sergio de Angelis. Dario sorgt sich um seinen Bruder, der dem Feind in die Hände gefallen ist. Ob der arme Sergio überlebt, hängt von Ihrem taktischen Geschick ab.

Die teilweise pathetische Story stammt übrigens aus der Feder von David Freeman. Dieser hat auch das Drehbuch zum kommenden Kino-Streifen "Dungeon Siege" verfasst.

SPIEL: Am Spielprinzip von "Phase 2" hat sich im Vergleich zum herausragenden Vorgänger wenig verändert. Weiterhin beschränken Sie sich auf das strategische Verschieben Ihrer Kampfeinheiten wie Panzer oder Geschütze. Das Sammeln und Aufbereiten von Ressourcen überlassen Sie den fähigen Kameraden Ihres Versorgungstrupps. Dies spart zwar Zeit, da Sie aber den Nachschub nicht nach Belieben steuern können, ist der Verlust jedes Soldaten doppelt schmerzhaft.

Eine Armee aus rund einem Dutzend Fußtruppen und schwerem Kampfgerät bleibt den ganzen Feldzug über an Ihrer Seite -- Überleben vorausgesetzt. Die Truppen lernen mit jeder erfolgreichen Mission dazu und reifen im Laufe der Kampagne zu einer unverzichtbaren Eliteeinheit heran. Sollte einmal Unterstützung aus der Luft notwendig sein, können Sie diese direkt während eines Gefechts anfordern. Langwieriges hin und her Klicken zwischen Basis und Front kann man sich auch in "Phase 2" wieder sparen.

Um Ihnen den heißen Kriegsalltag angenehmer zu machen, haben die Entwickler eine weitere Hilfe eingebaut: Egal ob es mal wieder Blei hagelt oder Sie vor lauter feindlichen Panzern den Horizont nicht mehr sehen -- Sie können jederzeit die Uhr anhalten. Dank dieses praktischen Pausenfeatures drehen Sie in aller Ruhe die Karte und blicken hinter die feindlichen Linien. Zudem teilen Sie Ihren Truppen völlig stressfrei mit, was sie als Nächstes zu tun haben.

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