Clash: Artifacts of Chaos gespielt: Aberwitziges Nostalgie-Adventure auf der Gamescom
Special 26,99 €
Kämpfen, Erkunden, Looten: Nichts Neues in der Welt der Action-Adventures. Aber in unserer Hands-On-Vorschau nahmen wir Clash auf der Gamescom unter die Lupe nehmen und entdecken viel Neues und Innovatives - inspiriert von alten Klassikern.
13 Jahre ist es her, dass Zeno Clash mit seinem abgefahrenen Charakterdesign die Herzen kampfspielbegeisterter Indie-Liebhaber höherschlagen ließ. Clash: Artifacts of Chaos spielt zwar im gleichen Universum wie die beiden Vorgänger, darf aber eher als Reboot verstanden werden. Das Land, durch das wir uns bewegen, ist nach wie vor Zenozoik, allerdings befinden wir uns in einer alternativen Zeitlinie, wo alles etwas anders funktioniert. Anders als in Zeno Clash - und anders als in vielen anderen Spielen!
Am 9. Februar erscheint das Action-Adventure und legt einen starken Fokus auf das Kampfsystem, das sich an frühen Ablegern der Reihe orientiert. Waffen gibt es wohl später im Spiel zu finden, grundlegend sind wir aber im waffenlosen Nahkampf unterwegs. Als Martial-Arts-Veteran rüsten wir zu jedem Zeitpunkt des Spiels zwei Kampfposen aus, die unterschiedliche Reichweiten, Vor- und Nachteile haben. Zusätzlich gibt es Spezialangriffe, die wir in unsere Kombos einbauen können. Im Verlaufe des Spiels finden wir neue Posen und Techniken, mit denen wir unseren Kampfstil den eigenen Vorlieben anpassen.
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Sich seiner Wurzeln erinnern
Die Liebe zu ihren früheren Titel merkt man Entwickler ACE-Team während des gesamten Gameplays an. So dürfen wir uns im Verlauf unserer Vorführ-Version in Third-Person durch die kunterbunte Welt schlagen, die Charaktere und Monster ähnlich zu den früheren Teilen beherbergt. Kenner wissen natürlich, dass die Zeno-Clash-Teile in Ego-Perspektive spielten und so wird auch im aktuellen Clash (jetzt kaufen / 26,99 € ) nicht gänzlich auf dieses Feature verzichtet. Befinden wir uns in einem Kampf und verursachen ausreichend Schaden, können wir per Knopfdruck in die First-Person-Ansicht wechseln und schlagen so weiter auf unseren Gegner ein. Und teilen wir auch dort genügend Schaden aus, belohnt uns der Titel mit einer Finisher-Animation, die für jeden Gegnertypus unterschiedlich ausfällt. Das hat letztlich taktische Vorteile, denn wenn wir uns in einer ganzen Horde von Feinden wiederfinden, so sorgt das Reinzoomen dafür, dass wir uns kurz nur noch mit einem einzelnen Widersacher auseinandersetzen müssen.
Lass uns doch erstmal darüber reden
Aber nicht so schnell: Ein Kampf gegen humanoide, beziehungsweise intelligente Figuren startet nicht so ohne Weiteres, selbst bei einem Hinterhalt. In der Welt von Zenozoik müssen sich alle an das heilige Gesetz halten und das beinhaltet ein Ritual, das vor jeder der Parteien vor einem Kampf eingefordert werden kann.
Quelle: Nacon
Clash: Artifacts of Chaos in der Gamescom-Vorschau - Hands-on zum aberwitzigen Nostalgie-Adventure (1)
Dabei handelt es sich um ein relativ komplexes Würfelspiel, das jeder mit Hilfe von Artefakten zu seinem Vorteil nutzen will. Der Gewinner erhält einen Vorteil im nachfolgenden Kampf, der Verlierer einen Nachteil - abhängig davon, was die Parteien zuvor festlegen. Das Ritual muss ausgeführt werden, sobald eine Partei es einfordert, wir als Spieler können es nicht ablehnen. Haben wir keine Lust darauf, dürfen wir es aber im Schnelldurchlauf skippen, wobei der Ausgang von der KI und demnach Glück abhängt. Wirklich nötig sollte das aber nicht sein, da das Ausführen der heiligen Rite uns bei unserer Anspielmöglichkeit sehr viel Spaß gemacht hat.
The Boy
Quelle: Nacon
Clash: Artifacts of Chaos in der Gamescom-Vorschau - Hands-on zum aberwitzigen Nostalgie-Adventure (3)
Beim Schnelldurchlauf wird unser Part des Rituals von "dem Jungen", auf Englisch "The Boy", übernommen, ein schwarzes, ausgefranstes Wesen, das auf unserer Schulter residiert. Wir beschützen es und nehmen eine Vaterrolle für den Kleinen ein. Warum, wird sich im Laufe der Handlung erschließen. Was wir jetzt schon wissen ist, dass der Junge den Grund darstellt, warum wir uns überhaupt durch die Welt schlagen müssen. Denn die böse Oberlady, eine Kriegerin namens Gemini, will ihn in ihren Besitz bekommen und sendet alle möglichen Schergen aus, um das in die Tat umzusetzen. Der Titel Artifacts of Chaos bezieht sich auf unser Vorhaben, mehrere Gegenstände in der Welt zu finden, die uns helfen, gegen Gemini anzutreten und ihrer Tyrannei uns gegenüber ein Ende zu setzen.
So kryptisch das alles klingt, handelt es sich dabei aber nur die Spitze des Eisbergs, denn auch unser eigener Charakter ist nicht unbedingt ein 08/15-Held. Pseudo, so nennt sich der ungewöhnliche Kämpfer, war der Schüler eines großen Kriegers und streift nun als Außenseiter durch die Lande. Laut Entwickler wird sich die Story um Pseudos hin- und hergerissene Mentalität drehen, die sich mitunter physisch manifestieren kann und direkt mit dem Respawn-System zusammenhängt.
Bildergalerie
Wenn wir sterben, laufen wir in Pseudos zweiter Gestalt durch eine nächtliche und verzerrte Landschaft, um unserer Tag-Gestalt wieder auf die Beine zu helfen. Das repräsentiert wohl den inneren Kampf, in dem Pseudo seine Schwäche überwindet und durch reine Willenskraft wieder aufsteht. Den Entwicklern war es im Gespräch wichtig zu betonen, dass sie eine vernünftige Erklärung für das Wiederauferstehen haben wollten, die in ihrem Spieleuniversum funktioniert - dort existiert nämlich eigentlich keine Magie.
Koop und Multiplayer
Auch Tag- und Nachtwechsel gehören zu Clash. Während wir bei Nacht nur die Orte betreten können, die wir am Tag schon erkundet haben, treffen wir hier auf besondere Feinde: andere Spieler. Durch ein Drop-in-drop-out-System können uns andere Leute spontan beitreten. Zu PvP kommt es aber wohl nur, wenn wir absichtlich über eine Schlaffunktion in die Nacht übergehen. Wenn wir hingegen unterwegs sind, um unseren gefallenen Körper wieder aufzurichten, dann können uns andere Spieler helfen, die NPCs zur Strecke zu bringen, die für unser Übel verantwortlich sind. Wie das Ganze im Spiel dann letztlich aussieht, muss sich aber im Test zeigen.
Meinung
Clash ist im Grunde nicht brandneu und man merkt dem Titel ein gewisses Alter an - trotzdem wirkt er überraschend frisch und innovativ. Die abgefahrene Welt und die Mechaniken greifen toll ineinander und versprechen ein Spielerlebnis der etwas anderen Art zu werden. Clash: Artifacts of Chaos erscheint am 9. Februar 2023 für PC, PS4, PS5 und die beiden Konsolengenerationen von Microsoft, Xbox One und Xbox Series S/X.
