Ibn Battuta ist als Anführer in Civilization 7 unterschätzt. Mit diesen Tipps zeigen wir euch, wieso das so ist und wie ihr mit ihm in der Antike sehr schnell ein starkes Reich aufbaut.
Schon jetzt habt ihr in Civilization 7 eine große Auswahl an Anführern, die verschiedene Stärken mitbringen und unterschiedliche Strategien uns Spielstile ermöglichen. Zu den besten Anführer zählen Konfuzius (Wissenschaftssieg), Katharina (Kultursieg), Amina (Wirtschaftssieg) oder Xerxes, König aller Könige (Militärsieg). Aber es gibt auch einige Anführer, die mit ihren Fähigkeiten sehr interessante oder starke Strategien möglich machen, die man nicht gleich auf den ersten Blick erkennt.
Kleiner Tipp am Rande: Probiert mal die Kombination aus Lafayette und Rom, erforscht zügig eure römischen Sozialpolitiken, nutzt alle vier davon und baut Legionäre. Ihr werdet militärisch in der Antike praktisch unaufhaltsam sein.
Warum Ibn Battuta unterschätzt wird
Aber kommen wir zum eigentlichen Star dieses Guides, der ebenfalls in der Antike brillieren kann: Ibn Battuta. Das Besondere an Ibn ist seine Eigenschaft, dass ihr in jedem Zeitalter zwei Joker-Attributpunkte erhaltet - immer nach Erforschung der ersten Ausrichtung. Das klingt erstmal nur nach einem typischen Fall von "ganz nett". Aber wenn ihr das mit den richtigen Mementos und einem passenden Volk kombiniert, könnt ihr mit Ibn heftiges Momentum mit eurem Reich aufbauen.
Das liegt in erster Linie daran, dass die Attribut-Bäume in Civ 7 zunehmend stärker werden, je weiter ihr euch in ihnen spezialisiert. Grundsätzlich lohnt es sich immer mehr, möglichst zügig in einem Baum nach unten zu skillen, als sich auf mehrere zu verteilen - vorausgesetzt ihr habt die Punkte dafür. Und da kommt Ibn ins Spiel. Wenn ihr zu Spielbeginn das Memento für ein zusätzliches Expansionistisch-Attribut wählt, könnt ihr direkt nach wenigen Runden ganze drei Punkte in den Baum für Expansion stecken.
Damit baut ihr nicht nur eure ersten paar Siedler direkt mit 25%-Produktionsbonus, ihr könnt auch wahlweise eure erste Stadt sehr schnell verbessern. Dafür geht ihr den linken Pfad im Baum runter für mehr Wachstum in Städten und Nahrungsersparnis für Spezalisten-Platzierung.
Noch besser funktioniert aber die Kombo aus der rechten Verbesserung (Nahrung durch Lagerhausgebäude) und eine extra Bevölkerung pro Siedlung in der Mitte. Dadurch bekommt ihr noch schneller mehr Siedlungen und die erhalten wiederrum schneller wertvolle Ressourcen, weil sie schneller wachsen. Dadurch erhalten eure Gemeinden schneller eine kritische Masse, um sie früher zu spezialisieren und Städte zu versorgen. Wenn ihr während der Antike noch weitere Attributpunkte für Expansionistisch erhaltet, empfiehlt sich außerdem der Bonus für 15% mehr Erträge in spezialisierten Gemeinden.
Welche Völker passen gut dazu?
Nochmal unterstützen könnt ihr diese Strategie mit der richtigen Wahl eures Volks. Die offensichtliche Wahl sind die Khmer, die gleich mehrere starke Vorteile für Wachstum und Expansion mitbringen. Speziell, wenn ihr eine große Hauptstadt errichten wollte, die von Gemeinden gefüttert wird, könnt ihr das mit den Khmer und Ibn klasse umsetzen.
Eine gute Alternative ist Maurya-Indien. Die Zufriedenheitsboni geben euch zusätzliche Nahrung, Kultur, Gold und mehr - gute Vorteile, die ihr auch in späteren Zeitaltern nutzen könnt. Außerdem könnt ihr mit Maurya gleich zwei Glaubenssätze für euer Pantheon auswählen - und so beispielsweise das Gold von Holzfällern steigern und gleichzeitig eure Bauernhöfe verbessern oder die Produktion von Minen oder Fischerbooten. Je nachdem, wovon ihr in eurem Reich viel haben werdet.
Quelle: PC Games
Mit dieser Strategie und Ibn Battuta könnt ihr schon in wenigen Runden viele Siedlungen haben - selbst auf Gottheit.
Worauf solltet ihr außerdem achten?
Wenn es darum geht, ein Reich aufzubauen, dass auf Wachstum und Expansion setzt, ist der erste Impuls wahrscheinlich viele Nahrungsfelder mit Städten und Gemeinden zu holen. Das ist aber gar nicht pauschal richtig. Das liegt daran, dass das Wachstum von Siedlungen in Civ 7 massiv mehr Nahrung verschlingt, je mehr Einwohner dort bereits sind. Daher wachsen sogar Städte mit vielen Bauernhöfen oder Fischern irgendwann nur noch sehr langsam.
Konzentriert euch beim Beanspruchen von Feldern daher lieber auf folgende Balance: Schnappt euch zügig wertvolle Rohstoffe wie Baumwolle, Datteln, Wolle, Felle, Gips. Dadurch erhaltet ihr einen guten Schub an Erträgen. Danach solltet ihr eure Siedlungen möglichst gut fokussieren. Wenn ihr eine Siedlung mit vielen Wäldern oder Dschungeln habt, lohnt sich ein Sägewerk gepaart mit Holzfällern. Habt ihr eine Küstenstadt, könnt ihr super ein Fischerdorf draus machen, das nahe Städte mit Nahrung versorgt. Außerdem solltet ihr im Schnitt in Städten stärker auf eine gute Produktion achten, da ihr mit Gebäuden eure Kultur und Forschung stärkt und Nahrungsdefizite ausgleichen könnt. Und Gebäude kosten nunmal viel Produktion für den Bau.
Unterschätzt auch auf keinen Fall den Nahrungsbonus für Lagerhausgebäude, den ihr im Attributbaum für diese Strategie freigeschaltet habt. Das gilt für alle Lagerhausgebäude, also zum Beispiel für alle Ziegelwerke, Sägewerke oder Kornspeicher in allen Siedlungen. Die könnt ihr für vergleichsweise wenig Gold kaufen und die zusätzliche Nahrung wird sich aufsummieren.
Nach der Antike und Ibns weitere Vorteile
Da Ibn mit jedem Zeitalterwechsel nochmal zwei Joker-Punkte erhält und ihr mit Mementos und den Vermächtnisboni noch weitere Attribute erhaltet, könnt ihr in den späteren Zeitaltern flexibel euren Sieg vorbereiten. So könnt ihr in der Erkundung noch stärke auf die Expansionistischen Punkte gehen, um fehlende Boni zu holen. Oder fangt schon an einen zweiten Attribut-Baum zügig aufzubauen, passend zu eurem angestrebten Siegtyp.
Davon abgesehen könnt ihr mit Ibn noch besser die Karte erkunden durch die erweiterte Sicht der Späher. Holt euch zu Spielbeginn also unbedingt wenigstens zwei Stück und sucht mit ihnen nach guten Siedelplätzen. Ibns spezielles Unterfangen zum Kartentausch mit anderen Spielern empfehlen wir euch dagegen nur sporadisch zu nutzen. Den Großteil der Karten werden eure verbesserten Späher aufdecken. Ein Kartentauch macht nur Sinn, wenn ihr keine offenen Grenzen für eure Scouts erhaltet. Nutzt euren Einfluss lieber, um wichtige Stadtstaaten zu holen oder für andere Diplomatische Aktionen und Spionage.
Wenn ihr Fragen zum Spiel habt oder weitere Ratschläge möchtet, dann schaut bei unserem Strategie-Experten Vik im Live-Stream vorbei. Dort streamt er regelmäßig Civilization 7 auf höchster Schwierigkeitsstufe und gibt gerne Tipps. Civilization 7 ist am 11. Februar für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series, Nintendo Switch und Mac erschienen.
