Wir haben Ihnen den Langzeit-Multiplayer-Test versprochen.Hier ist er!
Ob nun mit Mitspielern aus Fleisch und Blut oder gegen den Computer, Ihre Aufgabe ist die gleiche: Als Übervater lenken Sie über sechs Jahrtausende die Geschicke eines Erdenvolks, von den Anfängen in einer kleinen Lehmhüttensiedlung bis in die Neuzeit mit ihren Wolkenkratzern, Computern und Atomkraftwerken. Forschen, Städtebau, Kriegsführung, Dimplomatie -- darum drehen sich Solo- wie Multiplayer-Matches.
Menschlicher Hinterhalt
Den großen Unterschied machen die Mitspieler. Verhandlungspartner mit Haut und Haaren stellen sich nun einmal deutlich cleverer an als die beschränkten KI-Kameraden von Civilization 4. Die schlagen sich im Aufbau zwar wacker, sobald aber die Kriegstrommeln scheppern, sehen sie ganz schön alt aus. Ganz zu schweigen davon, dass manche Gemeinheit wohl nur ein menschliches Hirn ersinnen kann. Etwa einen Waffengang zwischen zwei Nachbarn anzuzetteln, nur um dann wenig später über die beiden geschwächten Kontrahenten herzufallen.
Allein in der Wüste
Da die Einheiten und Gebäude der 18 Völker ohnehin bis auf eine Handvoll Ausnahmen die gleichen sind, gibt es keine Balancing-Schwächen zu beklagen. Höchstens die Anführer bringen die Kräfteverhältnisse etwas aus dem Gleichgewicht. Im Allgemeinen haben sich beim Testen die Staatschefs mit finanziellen oder militärischen Vorteilen als beste Wahl erwiesen, da friedliches Expandieren ohne vorherige Absprache kaum möglich scheint. Es existiert allerdings eine Option, die Kriege generell ausschließt.
Wesentlich schwerer wiegen da die genau wie im Solomodus ausgewürfelten Startbedingungen. Wer Pech hat, beginnt mitten in der Wüste und kann sich aus dem Rennen auch gleich wieder verabschieden. Allerdings stehen eine Reihe von Mehrspielerkarten offen, die dieses Risiko durch ihren ausgewogenen Aufbau nicht bergen. Ärgerlich: Solo-Szenarien wie Europa lassen sich im Multiplayer-Modus nicht anwählen.
Rüdiger Steidle
