Katherine oder Catherine? Glückliche Familie oder erotisches Abenteuer? Vincents Kopf schaltet in den Schleudergang und ihr müsst den armen Kerl davon befreien - in einem skurrilen Puzzle-Adventure! Wir haben die PC-Fassung Catherine Classic getestet.
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Vincent sitzt in Catherine Classic richtig tief im Schlamassel. Seine Freundin Katherine ist schwanger und jetzt plagen ihn Bindungsängste. Denn Katherine fordert Vincent auf, künftig mehr Verantwortung zu übernehmen und nicht jeden Abend mit seinen Freunden in der Stray Sheep Bar seine Kohle zu versaufen. Doch das ist noch nicht Vincents größtes Problem. Seit einigen Nächten wacht er stets neben der verführerischen Catherine auf. Vincent kann sich allerdings nicht daran erinnern, wie es zu den Seitensprüngen kommen konnte.
Vincent traut sich nicht Catherine von seiner Freundin Katherine zu erzählen, ebenso hat er Bammel Katherine die Affäre mit Catherine zu beichten. Zudem erlebt Vincent seit Catherines Auftauchen üble Alpträume, in denen er nur mit Boxershort bekleidet, Schafshörnern auf dem Kopf und Kuschelkissen in der Hand einen Turm aus quadratischen Blöcken erklimmen muss. Klingt total abgedreht? Tja, japanische Spiele sind oft ... anders.
Quelle: Computec Media GmbH
Ihr seid beim Erklimmen des Turmes nicht alleine. Andere Schafe versperren euch den Weg, lassen sich aber wegschubsen.
Verrückter Genremix
Catherine Classic ist die überarbeitete PC-Version des PS3- und Xbox-360-Originals aus dem Jahre 2012 (2011 in Japan erschienen). In dem Mix aus Adventure und Puzzlespiel verbringt ihr in den Tag-Sequenzen Zeit mit Affäre Catherine, Freundin Katherine und mit Vincents Freunden. In Dialogen, Telefonanrufen sowie Kurznachrichten dürft ihr Entscheidungen treffen und euch dabei auf die Seite der schwangeren Freundin oder der verführerischen Liebhaberin schlagen - entsprechend fällt das Ende des Spiels aus.
Die Dialoge der spannenden Romanzen-Erotik-Story sind gut geschrieben und werden im Anime-Style dargestellt - mit Studio 4°C waren erfahrene Profis am Werk. Insgesamt laufen die Adventure-Parts jedoch zu eintönig ab: Eine Aufwach-Szene mit Catherine im Bett, ein Mittagessen mit Katherine, ein abendliches Besäufnis mit Vincents Kumpels, ungefähr in diesem Stil verläuft jeder der acht Tage. Dabei sind die Interaktions-Möglichkeiten arg begrenzt. In der Stray Sheep Bar könnt ihr euch mit Gästen unterhalten. Zudem beantwortet ihr Handy-Nachrichten und wählt dabei aus vorgegebenen Sätzen.
Je nachdem, wie sensibel ihr auf Catherines oder Katherines Nachrichten antwortet, schlägt das Pendel in
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In der Stray Sheep Bar trifft sich Vincent mit seinen Freunden. Die Antwort-Möglichkeiten in den Dialogen sind jedoch arg begrenzt.
Richtung Gut (Vincent will mit Katherine zusammenbleiben) oder Böse (Vincent will vorerst keine Familie gründen und wählt Catherine). Dies wirkt sich auf selbstablaufende Dialogsequenzen aus. Sowohl Katherine als auch Catherine werden misstrauisch und Vincent versucht sich mehr oder minder geschickt aus der Bredouille zu ziehen. Auch eure Antworten auf Fragen zwischen den Puzzle-Abschnitten beeinflussen den Storyverlauf und das Finale des Spiels - es gibt sechs mögliche Enden.
Wie komm ich da hoch?
Deutlich komplexer ist der Puzzle-Part. Zwar geht es in Vincents Albtraumsequenzen stets darum, die nächste Etage des Turms zu erklimmen, die Aufgaben sind jedoch so vielschichtig, spannend aufbereitet und teilweise verflixt schwer, dass man sich immer wieder aufs Neue herausgefordert fühlt. Bereits der mittlere Schwierigkeitsgrad zieht ab der Hälfte des Spiels enorm an. Selbst auf der leichtesten Stufe werden Gelegenheits-Puzzler mit der Zeit kräftig gefordert. Am Ende jeder Etage setzt euch ein Bossgegner gehörig unter Zeitdruck, zum Beispiel ein Riesenbaby, und dies "zufällig" kurz nachdem Katherine mit euch über ihre Schwangerschaft gesprochen hat ...
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Am Ende jeder Etage bekommt ihr es mit einem Bossgegner zu tun. Dieses nervige Baby versetzt euch gehörig unter Zeitdruck.
In den Puzzle-Sequenzen müsst ihr durch das Verschieben von Würfeln Treppen bauen, um nach oben zu kommen. Das klingt einfacher, als es ist. Bestimmte Würfel spießen euch auf, explodieren oder lassen sich nicht verschieben. Zudem versperren andere Schafe den Weg. Die dürft ihr mit einem Extra aus dem Weg räumen, das ihr unterwegs findet oder zwischen den Ebenen beim Händler-Schaf kauft. Zum Beispiel helfen euch frei platzierbare Blöcke oder ein Energy Drink, der euch zwei Stufen gleichzeitig erklimmen lässt. Schön: Wer mag kann außerhalb der Story die Türme auch kooperativ mit einem Freund hochklettern.
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Der Turm hält jede Menge Herausforderungen für euch bereit, wie zum Beispiel vereiste Blöcke, die euch leicht mal in den Abgrund schliddern lassen.
PC-Verbesserungen
Die ordentliche Grafik erstrahlt in Catherine Classic in 4K-Auflösung, außerdem lässt sich die Framerate-Begrenzung aufheben. Schade: Die zur Erklärung eingeblendeten Controller-Tasten entsprechend der PS3-Version, während die Sprachausgabe offenbar von der Xbox-360-Fassung übernommen wurde, da hier die Tasten des Xbox-Controllers genannt werden - da hätten die Macher besser auf Einheitlichkeit geachtet. Im Gegensatz zu den früheren Versionen bietet Catherine Classics neben der englischen auch die japanische Original-Sprachausgabe.
Am 14. Februar erscheint mit Catherine: Full Body ein Catherine-Remake, jedoch zunächst nur für PS4 sowie PS Vita und bislang nur in Japan. Einen Europa-Termin gibt es noch nicht. In Catherine: Full Body macht die Bar-Pianistin Rin (aka Quatherine) aus der Dreiecks- eine Vierecksbeziehung.
