Test zu Cat Quest 2: Niedliches, simples Rollenspiel mit Koop-Modus und wortspielreichen Texten

Test Katharina Pache
Test zu Cat Quest 2: Niedliches, simples Rollenspiel mit Koop-Modus und wortspielreichen Texten
Quelle: Pqube

Ein tatztastisches Abenteuer oder unterhaltsam wie ein Kater? In Cat Quest 2 sorgt ihr für Gerechtigkeit im Katzen- und Hundereich. Ob das Spaß macht, verrät der Test.

Cat Quest 2 ist, wie der Name bereits andeutet, die Fortsetzung des Rollen­spiels Cat Quest, ebenfalls auf Nintendo Switch erhältlich. Vorkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich, ihr könnt durchaus frisch mit dem zweiten Teil ins Abenteuer einsteigen. Die genauen Details der Fehde zwischen Katzen und Hunden sind im Grunde nicht so wichtig, eine tiefgründige, nuancierte Story bietet das charmante Rollenspiel nicht. Dafür gibt's für Tierliebhaber in der Fortsetzung doppelt so viel Flauschfaktor, denn in Cat Quest 2 steuert ihr nicht nur den Thronfolger des Katzenreichs Felingard, sondern auch den Erben des Lupus-Imperiums! Geht ihr alleine auf die Reise, wechselt ihr per Knopfdruck zwischen den beiden haarigen Helden, im lokalen Koop-Modus übernimmt euer Freund den zweiten Charakter.

Hund oder Katz - oder beides

Die Unterschiede zwischen Katze und Hund liegen - zumindest im Spiel - in eurer Hand. Durch das simple Ausrüstungssystem bestimmt ihr, welcher der beiden Pfotagonisten auf magische Attacken setzt und welcher Nahkampfangriffe nutzt. Natürlich kann man auch beide zu Zauberern machen oder umgekehrt, da verschiedene Feinde aber unterschiedliche Resistenzen haben, ist eine gemischte Aufstellung empfehlenswert. Wenn der Computer euren Kumpan steuert, wird dieser von selbst die ihm zugeteilten Zauber oder Unterstützungsfähigkeiten einsetzen. Das macht er nicht immer taktisch klug, irritierend unbegabt stellt sich die KI aber selten an. Der Schwierigkeitsgrad des etwa achtstündigen Abenteuers ist generell eher niedrig, was den jüngeren Spielern zugutekommt, die auch die Zielgruppe von Cat Quest 2 darstellen.
In manchen Dungeons müsst ihr Wellen an Gegnern besiegen, damit ihr am Ende die Belohnung erlangt. Viele der Bosse bekämpft ihr mehrmals. Quelle: Pqube In manchen Dungeons müsst ihr Wellen an Gegnern besiegen, damit ihr am Ende die Belohnung erlangt. Viele der Bosse bekämpft ihr mehrmals.

Aufleveln und verbessern

Während eurer Suche nach den Splittern des sagenumwobenen Königsschwertes und dem Kampf gegen Monster und Bösewichte erkundet ihr eine große, offene Welt im Miniatur-Look. Höhlen könnt ihr betreten, dort findet ihr einfache Rätsel, Schatztruhen und mitunter auch neue Magie-Fähigkeiten. Euer Team levelt regelmäßig und selbstständig auf, um die Qualität eurer Ausrüstung müsst ihr euch aber selbst kümmern. Bezahlt bei Katze Kit Kat und bei Hund Hotto Doggo für Upgrades, damit ihr stets gut gepanzert und gleichzeitig schlagkräftig unterwegs seid. Die Menge an Beute im Spiel ist überschaubar, es gibt nur zwei unterschiedliche Gattungen von Waffen: Zauberstäbe für Fernkampfangriffe und Nahkampfwerkzeuge. Bekleidung kommt in zwei Ausführungen: Rüstung und Kopfbedeckung. Alle diese Gegenstände existieren in diversen Varianten mit unterschiedlichen Vorteilen. Es gibt etwa ein Katana mit Bonus auf kritischen Schaden unter den Nahkampfwaffen oder eine Axt, die den Rüstungswert des Trägers steigert. Wenn ihr ein Duplikat eines Objektes findet, das ihr schon besitzt, wird dieses automatisch aufgelevelt - praktisch, denn die Upgrades bei den Schmieden sind umständlich und kosten Zeit. Denn anstatt einfach den Level der Ausrüstung dem Geldvorrat entsprechend nach oben zu setzen, müsst ihr für jede einzelne Stufe das gewünschte Item anwählen, bestätigen, aufwerten, und so weiter.
Die Quests sind zwar meistens Standardware, aber die oftmals amüsanten ­Wortspiele und Witzeleien machen diesen Umstand wieder wett. Quelle: Pqube Die Quests sind zwar meistens Standardware, aber die oftmals amüsanten ­Wortspiele und Witzeleien machen diesen Umstand wieder wett.

Schlicht, aber fein

Die Nebenquests sind meistens Standardware. Redet mit einem NPC, verfolgt Spuren, besiegt Monster. Allerdings wurden die deutschen Texte charmant mit allerlei Wortwitzen versehen, was die Austauschbarkeit der Aufgaben zumindest ein bisschen erträglicher macht. Obendrauf gibt es viele optionale Gebiete und Höhlen. Technisch betrachtet ist Cat Quest 2 ein eher schlichtes Spiel mit mäßigen Animationen, dafür läuft es flüssig und sieht niedlich aus. Ein bisschen mehr unterschiedliche Feinde wären aber begrüßenswert gewesen, einige Bosse trifft man außerdem mehrmals. Ähnlich einfach gestrickt wie die Optik ist auch das Kampfsystem: Knüppelt auf die Feinde drauf, bis sie zu Boden gehen, und weicht ihren durch rote Markierungen angezeigten Angriffen durch Wegrollen aus. Nichtsdestotrotz oder vielleicht gerade wegen seiner Simplizität spielt sich Cat Quest 2 flott und kurzweilig. Noch ein Dungeon, noch eine Quests, noch eine Truhe - und schon sind zwei Stunden vergangen. Ein besserer Bedienkomfort in den unübersichtlichen Menüs und Abkürzungen vom Ende in jedem Dungeon direkt zum Anfang hätten das Erlebnis noch etwas runder gemacht, aber das sind Probleme, die sich verschmerzen lassen. Miau.

Meinung

Wertung zu Cat Quest 2: The Lupus Empire (NSW)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Liebenswert-niedliche Spielwelt und CharaktereKurzweiliges, simples und kindgerechtes SpielprinzipTexte voller Wortwitz und HumorMit lokalem Koop-ModusGroße Welt zum Erkunden mit optionalen Gebieten
Für Profi-Zocker und ältere Semester viel zu einfachMissions-Design nach Schema FUnübersichtliche Menüs

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