Universal legte Martin Scorseses Epos über das Zocker-Mekka Las Vegas als Special Edition neu auf
Amerikas Möglichkeiten sind unbegrenzt. So sagt man zumindest. Tatsächlich gibt es kaum ein Land auf der Welt, in dem sich gesellschaftliche Vielfältigkeit, damit verbunden aber auch der Kontrast zwischen Arm und Reich, dermaßen visualisiert. Wer in den USA Geld machen will, braucht entweder Gespür für gute Geschäftsideen oder Skrupellosigkeit. Die Gründer von Las Vegas hatten beides.
Weil der an sich eher unattraktive Bundesstaat Nevada das Glücksspiel erlaubte, schufen sie dort einen unwirklichen Ort, der sich im Laufe der Jahre zu einer Glitzerwelt von zeitweilig babylonischer Sündhaftigkeit entwickelte. Besonders kriminell muss es dort in den 70ern zugegangen sein, als Mafia-Gruppen aus Chicago und anderen dunklen Ecken die Zocker-Tempel für sich entdeckten.
Nicholas Pileggi, gefeierter Autor von "Goodfellas" (1990), nahm einen realen Prozess um Steuerhinterziehung und Vegas-Mafiosi zum Vorbild, um daraus ein sagenhaftes Drehbuch zu machen, in dem alle Aspekte des modernen Abzockertums beleuchtet wurden. Als Regisseur für einen Stoff dieser Art kam nur einer in Frage: Martin Scorsese.
Marty versammelte dann einen Großteil des Teams um sich herum, mit dem er "Goodfellas" zu einem Meisterwerk werden ließ. Dazu gehörten erneut Ausnahmeschauspieler Robert De Niro und der geniale Joe Pesci. Sharon Stone bereicherte den Film mit ihrer bis dato besten Leistung, die ihr eine "Oscar"-Nominierung und einen "Golden Globe" einbrachte.
Das As der Asse
Sam Rothstein, genannt Ace (De Niro), ist ein im wahrsten Sinne abgezockter Spieler, der das erfolgreiche Tangiers-Kasino leitet. Mit seinem Partner Billy Sherbert (Don Rickles) überwacht er den Geldfluss und lässt überführte Falschspieler schmerzlich erfahren, was es heißt, sich mit ihm anzulegen. Weil er sich von der Ehe ein geordnetes Leben verspricht, heiratet Sam das verspielte Luxusweibchen Ginger (Stone).
