Capcom Home Arcade: Retro-Konsole auf der gamescom gespielt
Special
Neben jeder Menge Neuerscheinungen gibt es auf der gamescom 2019 auch Altbekanntes zu sehen. Die Capcom Home Arcade dürfte in einigen Spielern wohl warme Erinnerungen wecken, emuliert die Retro-Konsole doch 16 Titel aus der beliebten Spielhallen-Ära der 1980er- und 90er-Jahre. Wir durften das Gerät auf der gamescom ausprobieren.
Wir hatten den NES Mini, den C64 Mini und die Playstation Classic. Mit der Capcom Home Arcade konnten wir auf der gamescom nun eine weitere Mini-Konsole antesten, die den aktuellen Retro-Trend aufgreift. Zum stolzen Preis von knapp 230 Euro wird das kleine Technikpaket, das am 25. Oktober dieses Jahres erscheint, 16 Titel aus der großen Capcom-Arcade-Zeit bieten und so Nostalgiker - zumindest hoffentlich - freudige Erinnerungen bescheren. Mit dabei sind unter anderem Klassiker wie Ghouls 'n Ghosts aus dem Jahre 1988, Strider aus dem Jahre 1989 oder Street Fighter II Turbo: Hyper Fighting aus dem Jahre 1991 - also allesamt Titel, die älter sind als der Autor dieser Zeilen selbst. Deshalb stellt sich die Frage: Wie gut wirkt die Pixelaction auf einen Spieler, der keinerlei emotionale Verbindung zu den Spielen hat?
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Die Capcom Home Arcade aus der Sicht eines Millenials
Das Wichtigste zunächst einmal vorne weg: Was Verarbeitung und Optik angeht, macht die Capcom Home Arcade einen hochwertigen Eindruck. Die Konsole präsentiert sich gewitzt in Form des hauseigenen Capcom-Logos und erstrahlt in satten Blau-, Weiß- und Gelbtönen. Im Plastik-Cover eingelassen befinden sich zwei wettkampf-taugliche Sanwa-Sticks sowie zwei Sätze widerstandsfähige Druckknöpfe. Die simulieren mit ihren originalgetreuen Maßen und Layouts perfekt die Spielautomaten von damals und ermöglichen es zudem, die insgesamt 16 ab Werk installierten Titel sowohl kooperativ als auch kompetitiv anzugehen.
Quelle: Capcom / Koch Media
Die Capcom Home Arcade in der gamescom-Vorschau. (3)
Dank der On-Board-Wifi-Funktion ist es zudem möglich, sich mit globalen Highscores anderer Retro-Fans zu messen und das Gerät per Firmware-Updates stets aktuell zu halten. Auch der Gedanke, zukünftig weitere Retro-Perlen zum Download verfügbar zu machen liegt nahe - durfte seitens des Publishers Koch Media aber natürlich weder bestätigt noch verneint werden. Zu guter Letzt verfügt die Konsole über einen HDMI-Anschluss, durch den ihr die verschiedenen Retro-Titel allesamt in 1080p genießen könnt. Die Auflösung der Spiele wurde dafür hochskaliert, wofür das Originalbild hier und da leicht gedehnt werden musste. Das fiel während unserer Hands-on-Session aber nie negativ auf.
Apropos Hands-on der Capcom Home Arcade: Wir durften auf einem frühen Prototyp bereits vier der insgesamt 16 enthaltenen Titel ausprobieren. Diese werden mithilfe eines Emulators zum Laufen gebracht, lassen sich über ein durchblätterbares Menü mit knackigen Covers auswählen und bieten durchaus Abwechslung. Schließlich wird von Sidescrollern, über Beat'em-Ups bis hin zu Plattfomern und Shootern beinahe jedes Genre bedient. Ein merklicher Fokus liegt aber natürlich auf Brawlern. Während unserer knapp 30 Minuten mit der Home Arcade durften wir einen ersten Blick auf Alien vs Predator, Captain Commando, Street Fighter 2: Hyper Fighting und Mega Man: The Power Battle werfen. Die sahen allesamt gut aus und spielten sich trotz ihres Alters auch überraschend knackig.
Ein teurer Spaß
Quelle: Capcom / Koch Media
Die Capcom Home Arcade in der gamescom-Vorschau. (4)
Der verbaute ARM-Prozessor sorgt für eine stabile Leistung. Die Sticks, die sich anders als ihre Arcade-Vorbilder in acht statt vier Richtungen bewegen lassen, reagierten direkt auf unsere Eingaben und lassen sich zudem präzise bedienen - sofern man denn die ständig wechselnde Steuerung und Tastenbelegung der verschiedenen Titel irgendwann verinnerlicht hat. Doch selbst, wenn einem das nicht gelingt, ist das kein Grund zur Sorge. Die Knöpfe halten auch laienhaftem Street-Fighter-Button-Mashing ohne Probleme stand. Nichts wackelt, nichts klappert. Die Konsole wirkt beinahe "unkaputtbar" - kann bei Bedarf aber auch problemlos auseinander genommen und mit Ersatzteilen ausgestattet werden, dank lösbarer Schrauben auf der Rückseite. Hier lässt sich also nur schwerlich meckern.
Meinung
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