Call of Duty Vanguard im Test - Seite 3

Test Michael Grünwald
Call of Duty Vanguard im Test - Seite 3
Quelle: Activision

Für Call of Duty geht es einmal mehr zurück zu den Wurzeln. Vanguard erzählt die Geschichte einer Spezialeinheit, die im Zweiten Weltkrieg einem Geheimprojekt der Nazis auf die Spur kommt. In unserem Test erfahrt ihr alles Wissenswerte zum Shooter.

In Vanguard können wir nun auch das Kampftempo anpassen. So lässt sich vor einer Runde festlegen, wie viele Spieler gegeneinander antreten. Zur Auswahl stehen Taktisch, Angriff und Blitz. Während Taktisch die üblichen 6vs6-Lobbys bietet, werden mit Angriff und Blitz die Matches wilder. Bis zu 48 Spieler tummeln sich dann nämlich auf einer Karte.

Mit der zerstörbaren Umgebung, von der auch der Multiplayer profitiert, geht es in diesen Partien teilweise schon sehr chaotisch zu. In einer vollen Lobby erwarten uns hier nach dem Release wahrscheinlich auch Probleme beim Spawn-System. In unseren Anspielsessions war davon aber zum Glück noch nichts zu merken.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wir müssen natürlich die nächsten Wochen abwarten, wie sich der Shooter im Multiplayer-Bereich entwickelt. Ob die Server dem großen Ansturm etwa Stand halten, ob Vanguard wieder mit Verbindungsschwankungen zu kämpfen hat und ob sich die authentische Aufmachung der Kampagne auch auf den Mehrspielermodus überträgt.

Durch die neuen Zerstörungseffekte können wir im Mehrspielermodus sogar neue Wege finden, um unsere Gegner zu überraschen. Quelle: PC Games Durch die neuen Zerstörungseffekte können wir im Mehrspielermodus sogar neue Wege finden, um unsere Gegner zu überraschen. Kann sein, dass wir stattdessen in wenigen Wochen erneut in kunterbunten Skins umherspringen, die nicht zum Setting des zweiten Weltkriegs passen. Ebenso wissen wir noch nicht, ob sich das sagenumwobene Skillbased Matchmaking ein wenig abgeschwächt hat. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Bisher macht der Multiplayer jedenfalls einen positiven Eindruck.

Der Zombie auf der Torte

Bleibt nur noch ein Blick auf den Zombies-Modus von Vanguard. Auch in diesem hat sich einiges verändert. Wie schon beim Vorgänger, entwickelt wieder Treyarch den Koop-Zusatz. Mit bis zu drei Freunden stürzen wir uns erneut in das Gemetzel gegen die Zombiehorden.

Alles, was das Herz begehrt. Im Zombies-Modus von Vanguard befinden sich die wichtigsten Maschinen im Hauptgebiet. Quelle: PC Games Alles, was das Herz begehrt. Im Zombies-Modus von Vanguard befinden sich die wichtigsten Maschinen im Hauptgebiet. Die Handlung erzählt die Vorgeschichte der Dark-Äther-Geschehnisse aus Black Ops Cold War. Die Story steht zum Release aber, genauso wie die bekannten Easter Eggs, noch nicht zur Verfügung und soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeliefert werden. Anders als der Vorgänger setzt Zombies diesmal nicht auf wissenschaftliche, sondern auf okkulte Experimente im Zweiten Weltkrieg. Oberst Wolfram von List spielt dabei unseren Widersacher und erweckt die Toten zum Leben.

Die Map ist dabei komplett unterschiedlich aufgebaut als in anderen Teilen. In einer Art Hub können wir Waffen aus der magischen Kiste ziehen und upgraden, Rüstung herstellen, Perks kaufen und Portale betreten. Hinter den Portalen befinden sich die eigentlichen Missionen.

Die Aufgaben sind leider sehr simpel gehalten und folgen dem Muster "farmen, überleben und einem Dämonenschädel zu einer bestimmten Position folgen". Immerhin dürfen wir auf bekannten Maps, wie zum Beispiel Shi No Numa, die Horden niedermetzeln.

Natürlich darf auch die magische Waffenkiste nicht fehlen. Dort lassen wir mitunter mehr Geld als am Pokertisch in Las Vegas. Quelle: PC Games Natürlich darf auch die magische Waffenkiste nicht fehlen. Dort lassen wir mitunter mehr Geld als am Pokertisch in Las Vegas. Inspirieren lassen haben sich die Macher beim neuen Zombies-Modus im Übrigen vom preisgekrönten Indie-Rogue-lite Hades. Obwohl die Ansätze durchaus interessant wirken, konnte uns die Untoten-Schnetzelei noch nicht wirklich überzeugen. Im Vergleich zu den Vorgängern fehlen neben dem Content auch viele klassische Aspekte.

So dürfen wir keine Höllenhunde mehr bekämpfen oder Fenster mit Holzbrettern verbarrikadieren. Treyarch möchte zwar auch nach dem ersten Kapitel "Der Anfang" permanent neue Inhalte implementieren, der aktuelle Umfang dürfte Fans jedoch enttäuschen.

Mit der Freischaltung der ersten Season am 2. Dezember wird außerdem noch die neue Warzone-Map Caldera für die Battle-Royale-Fans der Reihe integriert. Die Speichergröße von Kampagne, Multiplayer und Zombies fällt mit knapp 100 GB dennoch deutlich geringer als bei den beiden Vorgängern.

Call of Duty: Vanguard ist am 5. November erschienen und für PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S und Xbox One erhältlich.

Meinung

Wertung zu Call of Duty: Vanguard (PC)

Wertung:

8.0 /10

Wertung zu Call of Duty: Vanguard (PS5)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Fesselnde StoryInteressante CharaktereHohe ImmersionStarkes GunplayGrafischer LeckerbissenGeerdeter MultiplayerInsgesamt 20 Multiplayer-MapsRiesiger Umfang
Recht kurze KampagneLangweiliger AntagonistUnnötige KletterabschnitteSchwächelnder Zombies-Modus
Fazit

Vanguard ist ein wichtiger Schritt zurück zu den Wurzeln der Reihe.

Bildergalerie

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