Review - Call of Duty: Roads to Victory

Test Andre Steinert

Nichts Neues an der Westfront: Roads to Victory macht Spaß, Innovationen sucht man hier aber vergeblich.

Der Scharfschütze dort drüben im Gebäude hat drei Ihrer Kameraden auf dem Gewissen. Jetzt sind Sie am Zug. Der Scharfschütze dort drüben im Gebäude hat drei Ihrer Kameraden auf dem Gewissen. Jetzt sind Sie am Zug. Der Zweite Weltkrieg tobt jetzt auch auf der PlayStation Portable. Die Hauptvertreter des Kriegs-Genres Ubisoft ("Brothers in Arms") und Electronic Arts ("Medal of Honor") haben bereits ihre Handheld-Ballermänner unters Volk gebracht. Activision - der Dritte im Bunde - legt jetzt nach und veröffentlicht mit "Roads to Victory" den ersten Ableger der erfolgreichen "Call of Duty"-Serie für Sonys PSP.

Typisch Call of Duty

Panzerwagen lassen sich nur mit der Bazooka stoppen. Die Panzerfaust ist die einzige Waffe die keine automatische Zielhilfe besitzt. Da Sie mit dem Teil aber nicht auf kleine Fußsoldaten schießen, sollte auch ohne Hilfe jeder Schuss ein Treffer sein. Panzerwagen lassen sich nur mit der Bazooka stoppen. Die Panzerfaust ist die einzige Waffe die keine automatische Zielhilfe besitzt. Da Sie mit dem Teil aber nicht auf kleine Fußsoldaten schießen, sollte auch ohne Hilfe jeder Schuss ein Treffer sein. Den Hosentaschen-Krieg aus dem Hause Amaze Entertainment erleben Sie aus der Sicht dreier alliierter Soldaten. Im ersten Drittel kämpfen Sie als amerikanischer GI der 82. Luftlandedivision. Im zweiten wechseln Sie zur kanadischen Armee. Den letzten Teil bestreiten Sie als Soldat des britischen Fallschirmregiments. Die drei Kapitel sind in insgesamt 20 Levels unterteilt, in denen Sie sich durch lineare Abschnitte von einem Einsatz zum nächsten ballern. Hügel stürmen, Flakgeschütze sprengen, Gebäude und Bunker säubern -- die Aufgaben bieten kaum Abwechslung und spielen sich im Grunde immer gleich.

Zudem läuft alles strikt nach Drehbuch ab. Selbst Ihre Kameraden haben ihre festen Marschrouten, von denen sie nicht abweichen. Das kann schnell zum Nachteil werden. Stürmen Sie zum Beispiel voran und suchen hinter einer Mauer Schutz vor angreifenden deutschen Truppen, kann es gut sein, dass Sie plötzlich von einem CPU-Mitstreiter aus der Deckung gedrängt werden, nur weil Sie sich unwissentlich an dem Platz verschanzt hast, der für ihn reserviert war. Das ist ärgerlich.

Dumm aber treffsicher

Färbt sich der Bildschirm rot, bedeutet das, dass Sie angeschlagen sind. Gehen Sie schnell in Deckung. Färbt sich der Bildschirm rot, bedeutet das, dass Sie angeschlagen sind. Gehen Sie schnell in Deckung. Ihre Feinde haben ebenfalls nicht viel Grips in der Digi-Birne, dafür sind sie aber verdammt treffsicher. Kaum eine gegnerische Kugel verfehlt ihr Ziel. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre. Die Bösewichter sind auch noch sehr defensiv eingestellt. Einmal hinter einer Wand abgetaucht, kommen sie so schnell nicht mehr raus. Zum Glück haben die Entwickler eine automatische Zielvorrichtung in jede Wumme eingebaut, mit der selbst Grobmotoriker punktgenaue Treffer setzen. Bewegen Sie das Fadenkreuz in die Nähe eines Wehrmacht-Schergen, wird dieser mit einem roten Kreis markiert. Je genauer Sie zielen, umso kleiner wird der Kreis, und das macht Ihre Schüsse tödlicher. Der Mehrspieler-Modus bietet genauso wenig Neues wie die Story-Kampagne. Sechs Spielmodi, die wir bereits vor Jahren in anderen Ego-Shootern gezockt haben.

Wertung zu Call of Duty: Roads to Victory (PSP)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Gute Steuerung mit automatischer Zielfunktion. Hier verfehlt keine Kugel ihr Ziel.Die Schauplatze und die Charaktere sind sehr schick modelliertDeutsche Synchronisation ist bis auf ein paar Sprecher gelungen
Überhaupt keine Innovationen. Alles hat man in ähnlicher Form schon mal gesehenEigene Kameraden agieren wie ferngesteuert und verhalten sich teilweise dummFreispielbares Bonus-Material (Infos über Waffen) braucht kein Mensch
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