Vorschau zu Call of Duty Mobile: Vielversprechender Zwischendurch-Shooter fürs Handy
Special
Ab November erfindet sich Call of Duty: Modern Warfare mit dem gleichnamigen Reboot der Subserie für PC und Konsolen neu. Fast unbemerkt erscheint aber in diesem Jahr noch ein weiterer Ableger der Reihe: Call of Duty Mobile für iOS und Android verzichtet zwar auf eine Kampagne, überzeugt aber durch flotten Multiplayer-Spaß, wie wir uns auf der E3 2019 selbst überzeugen durften. Unsere Vorschau.
Dass Call of Duty auch ohne Kampagne geht, bewies im vergangenen Jahr Black Ops 4, musste sich dafür aber von vielen Fans Kritik gefallen lassen. Im Falle von Call of Duty Mobile, welches denselben Weg geht, dürfte das negative Echo bezüglich dieses Aspekts wohl weniger drastisch ausfallen - viel eher ist zu erwarten, dass so gut wie jeder den Titel einfach prinzipiell für seine Existenz hassen wird. "Call of Duty fürs Handy und dann auch noch Free 2 Play? Das geht ja mal gar nicht!"
Und wenn auch jedem seine Emotion in solchen Dingen unbenommen sei - nach unserer Anspielsession mit Call of Duty Mobile finden wir, dass sich das Ding durchaus sehen lassen kann!
Duty in Down Under
Quelle: Activision
Vorschau zu Call of Duty Mobile: Vielversprechender Zwischendurch-Shooter fürs Handy
Wer zufällig in Indien oder Australien lebt und Lust auf das Spiel hat, hat Glück, denn in diesen beiden ausgewählten Testmärkten ist Call of Duty Mobile schon verfügbar. Weitere Länder sollen im Laufe des Jahres folgen, bevor das Spiel schlussendlich irgendwann 2019 seinen finalen Launch erhält. Dann erwarten uns sechs bis zehn Maps, etwa fünf Spielmodi - darunter Battle Royale für bis zu 100 Teilnehmer -, neue Klassen wie Medic, Clown und Defender, Komfortfeatures wie Voice Chat und eine Ping-Funktion und mehr. Im Battle-Royale-Modus können wir sogar zwischen First- und Third-Person-Perspektive wählen und uns solo, als Duo und in Squads in die Schlacht stürzen.
Die größte Inspiration des Spiels stellen Modern Warfare und Black Ops dar, tatsächlich bezieht der Titel seine Inhalte aber aus allen verfügbaren Spielen. Unter anderem ist etwa auch die Fan-Favourite-Map Nuketown enthalten.
Flotte Schießereien
Als Mobile-Spiel soll das Touchscreen-Call-of-Duty schneller funktionieren als die klassischen Titel der Reihe. Das zeigt sich am Streamlining der Menüs und der Loadout-Auswahlbildschirme, aber auch den Runden selbst, wo wir zwischen Versuchen weniger lange warten müssen als üblich.
Quelle: Activision
Vorschau zu Call of Duty Mobile: Vielversprechender Zwischendurch-Shooter fürs Handy
Spielerisch funktioniert der Titel sehr ähnlich wie das, was man von anderen Smartphone-Shootern kennt, setzt das bekannte Gameplay aber kompetent um. Wir bewegen uns in horizontaler Ausrichtung des Handys oder Tablets mit einem virtuellen Analogstick, alle weiteren Aktionen sind auf der anderen Seite des Bildschirms angeordnet. Also gehen wir dort mit jeweils einen Touch in die Knie, wählen Granaten aus, wechseln zwischen unseren Schießeisen und betätigen den Abzug. Wahlweise greifen wir auf eine vereinfachte Steuerung zurück, bei der wir automatisch schießen, sobald ein Feind vor unserer Flinte auftaucht. Oder aber wir wählen Advanced Controls und müssen uns dann selber um das Verteilen der Kugeln kümmern. Die Steuerung ist so präzise, wie sie es im Falle von Touchscreen-Kontrolle halt sein kann und die Runden spielen sich angenehm unkompliziert. Eine Bluetooth-Controller-Option wird es übrigens zumindest zum Launch nicht geben. Die Entwickler denken über eine Unterstützung in der Zukunft nach, diese würde dann aber auf einen separaten Server beschränkt sein, um die Chancengleichheit zu bewahren.
Hübsch am Handy
Technisch kann sich Call of Duty Mobile für ein Handyspiel dank knackiger Texturen und hübscher Effekte wirklich sehen lassen! Vor allem aber gefällt es uns, dass das Geschehen beim Anspielen sehr flüssig lief. Das wird aber definitiv vom eigenen Handy oder Tablet abhängen. Wir rechnen schon damit, dass es auf nicht mehr allzu aktuellen Modellen zu Problemen kommen könnte.
Quelle: Activision
Vorschau zu Call of Duty Mobile: Vielversprechender Zwischendurch-Shooter fürs Handy
Noch beweisen muss sich, dass das Free2Play-Modell fair umgesetzt wurde. Das konnten wir im Rahmen des Anspielens natürlich nicht feststellen. Allerdings sollen sich die Echtgeld-Einkäufe auf kosmetische Items beschränken. Das fänden wir in diesem Fall fair, warten aber mit einem finalen Urteil, bis wir den entsprechenden Shop in Aktion gesehen haben. Sollte dieser Punkt keinen Stolperstein darstellen, sollten Shooter-Fans auf jeden Fall über ihren Schatten springen, wenn Call of Duty Mobile erscheint, und ihm eine Chance geben. Hier dürfte mehr Qualität geboten werden, als man denken mag.
