Call of Duty - Black Ops 4 im Test: Klassicher Mehrspielermodus, Zombie-Kämpfe, Fazit, Meinung und Wertung
Test
Da war die Aufregung groß: Activison kündigte für dieses Jahr ein CoD ganz ohne Kampagne an - dafür sollten wir mit gleich drei Online-Mehrspielermodi glücklich gestellt werden. In unserem Test klären wir, ob der neue Battle-Royale-Modus namens Blackout das Fehlen wieder kompensiert und sagen euch, wie gut Black Ops 4 schlussendlich geworden ist.
Call of Duty - Black Ops 4 im Test: Fetter Mehrspielermodus
Unserer Meinung nach hätte der Blackout-Modus eigentlich schon ein eigenständiges Spiel werden können, so sehr haben wir uns in den äußerst gelungenen und spannenden Battle-Royale-Gefechten verausgabt. Call of Duty: Black Ops 4 hat aber noch mehr in petto: Der klassische Mehrspielerpart hat zum Beispiel neben 14 (!) hervorragenden Maps und den bewährten Spielvarianten wie Domination, Kill Confirmed oder Team Death zwei komplett neue Modi bekommen. Heist hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Evergreen Counter-Strike: Mit Geld kaufen wir zu Beginn Waffen sowie Ausrüstung und damit wir uns in den nächsten Runden verbessern können, müssen wir als Team Geldsäcke auf der Karte einsammeln oder Gegner ausschalten. Einen Respawn gibt es nicht und so sollte man hier besser mit Bedacht vorgehen. Der zweite neue Modus heißt Control. Hier muss ein Team zwei Punkte auf der Karte verteidigen, während die andere Gruppe versucht, sie einzunehmen. Dabei haben beide Teams nur 25 Respawns, weshalb es auch hier sehr auf den Skill ankommt. Uns haben die beiden neuen Modi sehr gut gefallen, weil sie die bekannte, sehr auf Action ausgelegte CoD-Formel ein wenig abändern und so zumindest für eine frische Brise im Multiplayerpart sorgen.
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Der Mehrspielermodus hat neben den Maps und Modi zwei deutlich gravierendere Erneuerungen erhalten. Zwar kommt weiterhin das bewährte Pick-10-System für unsere Waffenauswahl und Ausrüstung zum Einsatz, dazu haben sich aber noch zehn Spezialisten-Klassen gesellt. Die können wir auch während einer Partie ändern und erhalten so Zugriff auf unterschiedliche, besondere Angriffe und Fähigkeiten. Mit Battery steht uns etwa eine Cluster-Granate zur Verfügung und zudem ein Granatwerfer. Ajax setzt hingegen auf seinen Mannstopper-Schild sowie Blendgranaten und Crash sorgt für eine erhöhte Lebensenergie bei seinen Mitspielern. Uns haben die neuen taktischen Möglichkeiten ungemein gut gefallen, auch wenn einige Klassen unserer Meinung nach noch etwas überarbeitet werden sollten. Fireflys Flammenwerfer hat zum Beispiel eine so immense Reichweite, sodass sie uns ein wenig zu stark vorkam. Wer die Spezialisten und ihre Fähigkeiten kennenlernen möchte, kann zudem eine Tutorial-Kampagne spielen, in der man nicht nur schicke Zwischensequenzen zu sehen bekommt, sondern ebenso spannende Kämpfe gegen Bots bestreitet - als Ersatz für den klassischen CoD-Einzelspielermodus sollte man das Tutorial aber natürlich nicht ansehen.
Quelle: PC Games
Die Spezialisten im Mehrspielermodus verfügen über unterschiedliche Fähigkeiten. Ajax kann man mit seinem Schild feindliche Schüsse abwehren.
Die zweite Neuerung hat mit dem Heilen zu tun. In Black Ops 4 regenerieren sich die Charaktere nicht mehr automatisch, sondern nur auf Knopfdruck. Zudem verzichtet der neue Mehrspielermodus wie schon Call of Duty: WW2 auf die wilden, vertikalen Kämpfe und ebenso auf Wallrun-Fähigkeiten der letzten Ableger und beschert uns so insgesamt ein wirklich klassisches CoD-Mehrspielererlebnis wie etwa noch zu Zeiten von Modern Warfare 1 - nur eben mit den neuen Klassen und einer wirklich sehr guten Map-Auswahl. Wer also eine längere Pause von den Call of Duty-Mehrspielergefechten gehabt hat und nun doch ein wenig Lust auf die kurzweiligen Partien hat, ist mit Black Ops 4 entsprechend mehr als gut beraten. Einzig das Matchmaking sollten die Entwickler noch schleunigst verbessern. Wir hatten sehr häufig Matches, in denen Level-5-Spieler gegen Stufe-50-Veteranen antreten mussten und die Partien logischerweise richtig langweilig waren.
Call of Duty - Black Ops 4 im Test: Gewinner-Trio
Das riesige CoD-Paket wird noch mit einem aufgebohrten Zombie-Modus, in der wir wieder einmal gemeinsam mit bis zu vier Spielern gegen Wellen von Untoten kämpfen. Neu ist nun, dass man eine Klasse für die Horde-Gefechte aussuchen darf, die über die Spezialfähigkeiten des jeweiligen Charakters entscheidet. Zum Release stehen zwei Szenarien zur Auswahl, die beide kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der ersten Karte kämpfen wir im antiken Rom auf einer Arena, im anderen Szenario hingegen auf der sinkenden Titanic. Der Schwierigkeitsgrad ist wieder einmal sehr hoch und außerdem gilt es wieder, viele Geheimnisse zu entdecken. Mit dem Zombie-Modus kann man sich also ähnlich wie auch mit den Blackout- und Mehrspielergefechten stundenlang beschäftigen und richtig viel Spaß haben.Insgesamt ist Call of Duty: Black Ops 4 damit ein wirklich fettes Online-Shooter-Paket, das unserer Meinung nach in allen drei Disziplinen überzeugt. Wir fanden alle Bestandteile sogar so gut, dass jedes einzelne eigentlich auch ein selbständiges Spiel hätte sein können.
Quelle: PC Games
Neu im Zombie-Modus sind die Klassen. Als Beschützer können wir einen sehr schlagkräftigen Energie-Stab einsetzen.
Wenn es also etwas an dem neuen CoD zu beanstanden gibt, ist es die Preispolitik von Activision. Eine Pro-Edition, die neben einigen physischen Extras auch den Saison-Pass beinhaltet, kostet ganze 120 Euro (bzw. 130 Euro für die Konsolenversionen). Das ist eine Menge Geld, das aber in Anbetracht der Qualität und des Umfangs für Fans von kurzweiligen Ballerorgien am Ende gut angelegt ist - man kann sich ohne Probleme mehr als 100 Stunden mit dem Spiel beschäftigen. Trotzdem wäre es vielleicht auch möglich gewesen, den Blackout- oder den Zombie-Modus auch einzeln zu verkaufen und so Leute glücklich zu machen, die eben nur eines der drei Gefechtsvarianten intensiv spielen möchten.
