Zombies, Karten, neue Knarre: Bei der ersten Mehrspieler-Erweiterung zu Call of Duty: Black Ops 2 bleibt kein Auge trocken. Wir waren bei Treyarch vor Ort und haben einen ganzen Tag die Xbox 360-Version von Revolution gespielt. In unserer Preview zu Call of Duty: Black Ops 2 Revolution lest ihr, ob uns die neuen Karten und der neue Zombie-Spielmodus überzeugen konnten.
Am Ende unseres Tages mit Call of Duty: Black Ops 2 Revolution zogen wir Design Director David Vonderhaar für ein Interview vors Mikrofon.
PC Games: Wie baut ihr eine Multiplayer-Map? Geht ihr eine Checkliste mit Komponenten durch, die unbedingt in die Karte müssen? Oder steht am Anfang eine Idee, auf der ihr aufbaut?
David Vonderhaar: Beides. Einerseits behalte ich unser komplettes Portfolio mit Hilfe einer riesigen Tabelle im Auge, auf der Dinge wie der Schauplatz, die Tageszeit, die Atmosphäre, das Terrain und die optimale Spielerzahl jeder Karte festgehalten sind, damit wir nicht versehentlich welche produzieren, die sich zu sehr ähneln. In der Praxis präsentiert mir ein Designer auf ein, zwei Seiten seine Ideen für eine Map. Dann nehme ich ihn ins Kreuzverhör und prüfe, ob sein Design wasserdicht ist. Falls ja, geben Dan und ich ihm grünes Licht. Dann zeige ich ihm auch die Tabelle, damit er sieht, welche "Lücke" die Map ausfüllen könnte. Aber wir sagen nicht von vorneherein: "Wir brauchen eine schneebedeckte Karte in den Alpen."
PC Games: Revolution ist eine reine Multiplayer-Erweiterung. Wie viele Spieler stellen Call of Duty nicht sofort nach der durchgespielten Kampagne ins Regal?
David Vonderhaar: Das werden immer mehr, sowohl was die relative und absolute Zahl der Spieler angeht. Dank Xbox Live und PSN wissen wir, wie viele Spieler wie viel Zeit mit welchem Serienteil verbringen. In jeder beliebigen Minute eines Tages sind heute hunderttausende von Menschen online und spielen Call of Duty.
PC Games: Es gibt Matchmaking und Ranglisten, doch viele Spieler besitzen immer noch eine Hemmschwelle, wenn es darum geht, einen Titel online zu spielen. Wie macht ihr es denen einfacher?
David Vonderhaar: Da wären unsere Training-Bots, mit denen ihr offline gegen den Computer spielen kann - ein gutes Übungswerkzeug mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Die Bots spielen nicht nur Deathmatch oder Free for all, sondern auch die Modi, in denen es bestimmte Ziele zu erreichen gilt. Und wer nicht gegen andere Leute spielen will, probiert den Kampf gegen die Zombies aus.
PC Games: Apropos: Wie dynamisch sind eure Zombie-Karten? Sieht den Spielern wie in Left 4 Dead ein unsichtbarer Computer-Regisseur über die Schulter und steuert die Gegnermassen?
David Vonderhaar: Nein, die Wellen rollen hauptsächlich in gewissen zeitlichen Abständen auf euch zu. Das machen wir absichtlich so, denn dadurch könnt ihr den Zähler für erledigte Zombies in die Höhe treiben.
PC Games: Verrätst du uns zum Schluss den weltweit beliebtesten Call-of-Duty-Mehrspielermodus?
David Vonderhaar: Ganz zweifellos Team Deathmatch.
PC Games: Ist das auch dein Lieblingsmodus?
David Vonderhaar: Ganz und gar nicht! Wenn ich alleine spiele, dann Abschuss bestätigt, mit ein paar Freunden Sprengkommando und Herrschaft.
