Call of Duty 4: Review des Über-Shooters

Test Andreas Szedlak

Das Gründer-Team der CoD-Reihe ist zurück und plant nicht weniger als die Rückeroberung des Genre-Throns!

Skript-Feuerwerk

Call of Duty 4 (Xbox 360) Call of Duty 4 (Xbox 360) Wir könnten Ihnen jetzt noch stundenlang von dramatischen Erlebnissen, bis ins kleinste Detail durchdachten Skript-Sequenzen und schockierenden Storywendungen vorschwärmen. Doch wir wollen Ihnen nicht die Spannung nehmen und halten uns an das vorweihnachtliche Motto: Vorfreude ist die schönste Freude! Nur noch ein Tipp: Verpassen Sie auf keinen Fall den Epilog direkt nach dem Abspann. Diese Bonus-Mission hat zwar mit der Story des Spiels rein gar nichts zu tun, gehört aber zu den ungewöhnlichsten Schießereien, an denen wir in den letzten Jahren beteiligt waren!

Tolle Ideen, einzigartige Inszenierung, all dies ist nutzlos, wenn die technische Umsetzung nicht auf einem ebenso hohen Niveau liegt. Doch auch hier können wir Zweifler beruhigen. CoD 4 beweist einmal mehr, welche Grafikpracht das Next-Gen-Zeitalter mit sich bringt. Explosionen wirken dank fantastischer Partikel- und Raucheffekte so echt wie an Silvester. Die stimmigen Kriegsgebiete sind detailreich gestaltet, zahlreiche Objekte lassen sich in Schutt und Asche legen. Deckungen wie dünne Mauern oder Holzwände sind mit der richtigen Wumme mühelos zu durchlöchern.

An die Zerstörungswut eines Stranglehold kommt man freilich nicht heran. Doch die Grafikabteilung legte ihr größtes Augenmerk ohnehin auf einen anderen Bereich: 60 Bilder pro Sekunde – das klingt wie Musik in den Ohren eines jeden Shooter-Fetischisten. Schafft Konkurrent Crysis die superflüssige Grafikdarstellung bei voller Detailstufe nur auf einem High-End-PC, realisiert dies CoD 4 auch auf einer vergleichsweise billigen Spielkonsole.

Turbovergnügen

Nicht zuletzt wegen der flüssigen Optik lässt sich unser Soldat ohne Probleme dirigieren, sofern nicht gerade einer der Kameraden im Weg steht. Die Kollegen gehen gerne mal voraus und halten somit das Spieltempo hoch, welches – abgesehen von den Schleichmissionen in Tschernobyl – zwischen flott und rasend schnell liegt. Damit uns die Jungs nicht davonrennen, dürfen wir per Druck auf den linken Analog-Stick (Xbox 360 und PS3) zu einem unbegrenzt langen Sprint ansetzen. Aufgrund des gewohnt schlauchförmigen Leveldesigns ist es kaum möglich, sich zu verlaufen. Außerdem deutet der Kompass die Richtung zum nächsten Missionsziel. Auch die Vorgesetzten stehen Ihnen stets hilfsbereit zur Seite.Nervt ein Panzer, rät der Captain sogleich zum Raketenwerfer. Der liegt dann garantiert hell leuchtend in der Nähe.

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