Die ersten Infos und Bilder von Modern Warfare 2 sind veröffentlicht. Wie groß die Vorfreude ist und was sich die Cynamite-Redaktion vom neuen Call of Duty verspricht, lest ihr in diesem Special!
Quelle: http://www.cynamite.de
Alexander Wenzel
Die ganze Welt liebt Call of Duty: Modern Warfare. Moment. Stop. Halt! Die ganze Welt? Nein! Ein ostdeutscher Spieljournalist sagt schlichtweg „Nö!“ zum Erfolgs-Shooter des Entwicklers Infinity Ward.
Wie rechtfertigt sich das offensichtlich geschmacks-verirrte Individuum angesichts der durchschnittlichen Top-Wertung von 92,37 %? Und was hält er vom angekündigten Nachfolger? Hier sein erschütterndes Statement:
„Ich gebe zunächst einmal ganz offen zu, dass ich Modern Warfare nur rund zwei Stunden angespielt habe – rund ein halbes Jahr nach Erscheinen des Titels. Meine Vorfreude hatte zu diesem Zeitpunkt einige Gemeinsamkeiten mit einer Basketball spielenden Nymphomanin: Sie war sehr, sehr groß und konnte kaum befriedigt werden. Den überschwänglichen Lobeshymnen diverser Kollegen sei dank. Und ich muss auch zugeben: Das neue, moderne Setting und die filmähnliche Aufmachung waren anfangs äußerst frisch und eine nette Abwechslung. Ich meine: Von einem sinkenden Boot fliehen – wow! Als Geisel durch eine herunter gekommene Ortschaft fahren – heftig! Beides kannte ich bis dato nur aus Erzählungen meiner Erzeuger. Doch dann folgte schnell die Ernüchterung: Die mangelnde KI wurde mit endlosen Gegner-Horden mehr schlecht als recht überspielt, die klischeebeladene Pro-Ami-Story war mir zu Amtszeiten eines Georg W. Bush einfach zuwider und irgendwie wollte auch sonst der Funken nicht überspringen. Hätte ich meinen inneren Schweinehund kastrieren und doch weiterspielen sollen? Vielleicht. Aber zur gleichen Zeit lagen da auf meinem Schreibtisch noch der Tony Hawk-Killer Skate und der göttliche Gott-Klopp-Simulator God of War II …
Ob der Nachfolger mich hingegen fesseln kann? Abwarten. Die ersten Handlungsdetails rund um einen weiteren bitterbösen Terroristen – diesmal mit Namen Makarov - lassen mich noch kalt. Trotzdem freut es mich, dass Infinity Ward die endlosen Gegnerströme abstellen und das Gameplay frischer gestalten will. Und zerstörbare Umgebung? Warum nicht. Ein wenig Heimatgefühl würde mich beim Zocken sicher nicht stören.
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