Call of Duty 3

Test Andreas Szedlak

Wie schlägt man sich mit den Wii-Controllern in einem Kriegs-Shooter und wie groß ist inzwischen der Abstand zwischen PS2 und Next-Gen?

Kriegsgebiet: Raucheffekte sehen auch auf der PS2 klasse aus. Dazu wirkt die Umgebung authentisch. Jedoch sind die Texturen ganz schön matschig. (PS2) Kriegsgebiet: Raucheffekte sehen auch auf der PS2 klasse aus. Dazu wirkt die Umgebung authentisch. Jedoch sind die Texturen ganz schön matschig. (PS2) Inhaltlich unterscheidet sich die PS2-Fassung kaum von der im letzten Monat mit einem Award prämierten Xbox360-Version. Lediglich das Gegneraufkommen ist in manchen Abschnitten geringer. Größer sind da schon die Abstriche, die man bei der Grafik hinnehmen muss. Durch die niedriger aufgelösten und weniger detailreichen Texturen wirken die Kriegsgebiete lange nicht so beeindruckend wie die im Next-Gen-"CoD 3". Im Vergleich zum Vorgänger haben die Entwickler trotzdem mehr aus der betagten PS2-Hardware herausgeholt. Vor allem Explosionen sind effektreicher. Die Bildrate ist meist erträglich, nur in besonders actionreichen Abschnitten ruckelt es störend. Speziell in solchen Szenen fällt auch das Zielen merklich schwerer und der Spielspaß leidet.

Unfertiger Wii-Shooter

Actionreich: Bei den Nahkampfattacken halten Sie die beiden Wii-Controller waagerecht und ringen auf diese Weise mit dem Angreifer. (Wii) Actionreich: Bei den Nahkampfattacken halten Sie die beiden Wii-Controller waagerecht und ringen auf diese Weise mit dem Angreifer. (Wii) Optisch liegt die Wii-Fassung in etwa auf PS2-Niveau. Allerdings zeigen regelmäßige Grafikfehler, dass die Entwickler noch mehr Zeit benötigt hätten. Die innovative Steuerung erzeugt dafür ein völlig neues Spielerlebnis: Bei den Nahkampf-Attacken halten Sie Nunchuk und Remote waagerecht, so als ob Sie um ein Gewehr ringen würden. Auch während Schusswechseln spielt Wii seine Stärken aus. Mit der Remote zielen Sie nach einer Viertelstunde Eingewöhnungszeit ähnlich präzise wie mit einer PC-Maus -- so haben wir uns das gewünscht. Ihre Figur steuern Sie mit dem Analog-Stick des Wii-Nunchuk. Stapfen Sie durch die Gegend, klappt das ebenfalls einwandfrei. Bei schnellen Drehungen in Gebäuden muss das Zusammenspiel aus Nunchuk und Remote aber perfekt klappen, um nicht die Orientierung zu verlieren.

Letztlich konnten uns die Entwickler nicht vollends vom Wii-Shooter überzeugen. Bedienung und Grafik wirken an einigen Stellen noch nicht ausgereift und hätten mehr Tuning vertragen.

Wertung zu Call of Duty 3 (Wii)

Wertung:

8.0 /10
Pro & Contra
Stimmige KriegsAtmosphäreSpektakuläre MassenschlachtenViel Kinoflair
Soldaten verhalten sich dummZu wenig AbwechslungSture Linearität
Fazit

Während die PS2-Version zufrieden stellt, konnte die Wii-Fassung nicht überzeugen.

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