Bretter, die die Welt bedeuten

Special

Spieler lieben den Athlon 64: Er bietet zu vernünftigen Preisen Leistung ohne Ende. Doch was wäre ein Prozessor ohne passendes Mainboard? Wir stellen Ihnen deshalb elf interessante Sockel-939-Platinen vor.

Bretter, die die Welt bedeuten Quelle: (Bild: Intel) Kurzer Ausflug in die Anatomie: Wenn Prozessor und Grafikkarte so etwas wie Herz und Hirn des Rechners sind, dann übernimmt das Mainboard die Rolle des Skeletts. An ihm hängen alle wichtigen Teile, es hält den kompletten PC zusammen. Wie bei fast jeder Hardware-Kategorie stellen Spieler natürlich auch an die Hauptplatinen ihre ganz speziellen Ansprüche. Das betrifft weniger die Geschwindigkeit -- im Vergleich zu Grafikkarte und Prozessor ist der Einfluss des Motherboards auf die Framerate fast vernachlässigbar -- , sondern vor allem die Ausstattung und die Zuverlässigkeit.

Allerdings überschneiden sich die Anforderungen zum großen Teil mit denen anderer Nutzergruppen; speziell für Spieler zugeschnittene Modelle gibt es im breiten Angebot deshalb eher wenige. Ihr Schwerpunkt liegt neben einer üppigen Komponentenbestückung zumeist auf den umfangreichen Konfigurations- und Übertaktungs-Optionen für CPU und Speicher.

Sockel 939 über alles!


Ein weiteres Kriterium für ein »typisches« Spiele-Mainboard: Es unterstützt den Sockel 939. Denn der steht für AMDs aktuelle Athlon 64-Prozessorgeneration, die für einen Spielerechner die derzeit attraktivste Plattform darstellt. Wir beschränken uns in diesem Schwerpunkt deshalb auf ebenjene S939-Boards. Intel-Anhänger müssen aber dennoch nicht darben: Ihnen servieren wir dann in der nächsten Ausgabe einen Test von Pentium-Platinen.

Die meisten S939-Boards benutzen als Chipsatz -- der wichtigste Baustein einer Hauptplatine -- den Nforce 4 von Nvidia. Das Angebot ist hier einfach am Größten, außerdem haben die Nforce-Chips besonders unter Spielern einen hervorragenden Ruf. Da es vom Nforce 4 etliche Varianten gibt, reicht die Palatte der angebotenen Modelle von der Budget-Platine für schon deutlich unter 100 Euro bis hin zum Luxusbrett mit allem erdenklichen Ausstatungs-Schnickschnack für an die 200 Euro.

Die Chipsatz-Konkurrenz


Und was macht die Konkurrenz? Denn Nvidia ist zwar der beliebteste, aber bei weitem nicht einzige Hersteller von S939-Chipsätzen. Um die Marktanteile kämpfen vier weitere Anbieter, deren Nforce 4-Alternativen wir ebenfalls genau unter die Lupe nehmen.

Am erfolgreichsten agiert derzeit Newcomer und Erzrivale Ati: Fast jeder namhafte Board-Hersteller hat inzwischen ein Modell mit einem Ati-Chipsatz im Programm. Das restliche Trio tummelt sich vor allem im mittleren und niedrigen Preissegment: Platinen mit Vias K8T890 sind relativ zahlreich und vor allem im Preissegment um 100 Euro zu finden. Noch deutlich billiger werden Mainboards mit dem Uli 1695 und dem SiS 756 angeboten. Es ist aber vergleichsweise schwer, entsprechende Modelle zu finden. Uli wurde zudem kürzlich von Nvidia aufgekauft: Selbst wenn der Name bleibt, verschwindet damit ein ernstzunehmender Konkurrent vom Markt.

Athlon-Tuning leicht gemacht


Ein ausführlicher Ratgeber rundet unseren diesmaligen Schwerpunkt ab: Wir erklären Ihnen darin, wie Sie Ihr Bios zum Übertakten von modernen Athlon-Prozessoren nutzen. Dank entsprechender Funktionen sind Bleistifttricks & Co. zwar passé, dennoch müssen Sie einiges beachten. Denn zum einen baut der Athlon 64 in dieser Beziehung auf ein neues, völlig anderes Konzept. Zum anderen gilt es beim Speicher besonders aufzupassen, damit er nicht aus Versehen über den Jordan wandert.

Michael Galuschka

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 08/2026 PCGH Magazin 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk