CES 2021: Hardware-Neuigkeiten von AMD, Nvidia, Intel und Co. - das müsst ihr wissen!
Special
Normalerweise treffen sich Firmen, Journalisten und andere Interessierte kurz nach Jahresbeginn zur CES in Las Vegas, wo es um die neuesten Produkte und Ideen rund um elektronische Produkte für Privatkonsumenten geht. In diesem Jahr fand die CES wegen der Corona-Pandemie nur virtuell statt - wir haben die interessanten Neuheiten und Pläne von Herstellern wie AMD, Intel und Nvidia herausgepickt.
CES 2021 - wegen Corona nur virtuell
Die große Messe rund um Elektronikprodukte für Konsumenten CES (Consumer Electronics Show) findet normalerweise seit vielen Jahren immer kurz nach Jahresbeginn in Las Vegas statt. Wegen der Corona-Pandemie fiel sie in diesem Jahr als klassische Variante aus und wurde nur virtuell abhalten, und zwar vom 11. bis zum 14. Januar. Das bedeutet, dass die teilnehmenden Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Messeleitung ihre neuen Produkte und Innovationen anhand von meist vorproduzierten Videostreams vorgestellt haben, die im Laufe der Messe nach und nach veröffentlicht wurden.
In diesem Artikel
Wir haben uns einige besonders interessante Dinge, die in Sachen Gaming-Hardware im Rahmen der CES 2021 an Neuigkeiten zu erfahren waren, herausgepickt und fassen zusammen. Zu vielen Einzelthemen haben wir Links zu einzelnen Artikeln unseren Kollegen der PC Games Hardware eingebaut, die die Thematik oftmals noch ausführlicher schildern.
AMD
Das "Team Red", wie AMD auch genannt wird, hat auf der CES einige Neuigkeiten verkündet. Erwartet worden war ohnehin eine neue CPU-Reihe für Notebooks, die AMD auch in Form der Modellreihen Ryzen 5000U und 5000H präsentierte.
Quelle: AMD
AMD stellte zwei mobile CPU-Familien vor - der Ryzen 9 5980HS ist dabei das Topmodell.
Letztere Serie besteht ausschließlich aus CPUs mit der neuen Zen3-Architektur, die auch bei den Desktop-CPUs der 5000er-Serie wie dem Ryzen 5 5600X zum Einsatz kommt. Bei den 5000U-Modellen sind auch CPUs dabei, die noch auf Zen2 (wie auch beispielsweise ein Ryzen 5 3600) basieren. Das Portfolio umfasst Modelle mit vier bis acht Kernen und dabei bis zu 16 Thread. An der Spitze stehen der Ryzen 9 5980HS und 5980HX, die bis zu 4,8 Gigahertz Takt liefern. Es gab aber auch Neues in Sachen Desktop-CPUs, denn AMD wird auch den Ryzen 7 5800 und Ryzen 9 5900 auf den Markt bringen und somit die Auswahl um zwei Modelle erweitern. Es kann dabei allerdings sein, dass diese CPUs nur an Produzenten von Fertig-PCs ausgeliefert werden. AMD kündigte zudem noch mindestens zwei neue Desktop-Grafikkarten für dieses Jahr an, wobei die Präsentation diesbezüglich nur Spekulationen zuließ. Es dürfte sich um eine AMD Radeon RX 6700 oder 6700 XT und möglicherweise eine RX 6500 oder 6500 XT handeln.
Nvidia
Kommen wir nun zum Konkurrenten von AMD, dem "Team Green" - Kernpunkt bei Nvidia war die Ankündigung der GeForce RTX 3060, die mehr RAM haben wird als die GeForce RTX 3080. Was manch einem Nutzer enorm seltsam vorkommen dürfte, hat neben der Tatsache, dass die RTX 3080 verglichen mit ihrer Leistung eher wenig RAM bietet, mit dem 192-Bit-Speicherinterface zu tun. Hier lassen sich sinnvollerweise ohne Leistungseinschränkungen entweder 6GB oder direkt die doppelte Menge, nämlich 12GB RAM anbinden. 6GB empfand man offenbar als deutlich zu wenig, so dass nun bei der GeForce RTX 3060 mit 12GB RAM genau 2GB mehr RAM als bei der GeForce RTX 3080 (10GB mit 320 Bit) vorhanden sein werden.
Quelle: © Asus / Nvidia
Die Ende Februar erwartete Nvidia GeForce RTX 3060, hier ein bereits angekündigtes Modell von Asus, hat 12GB RAM.
Der Release der Nvidia GeForce RTX 3060 ist für Ende Februar für einen Preis von 319 Euro geplant, wobei man gespannt sein darf, ob sich die Lage auf dem Grafikkartenmarkt bis dahin etwas entspannt. Die GeForce RTX 3060 Ti war quasi sofort ausverkauft und ist nun kaum zu haben, außer zu vergleichsweise horrenden Preisen. Für Gamer, die die Leistung ihrer Grafikkarte optimieren wollen, dürfte auch interessant sein, was Nvidia zum Thema Smart Access Memory (SAM) bekanntgegeben hat. Mit SAM haben Ryzen-CPUs der 5000er-Reihe eine direkte Verbindung zum RAM der Grafikkarten aus der RX 6000er-Serie, wenn man ein Mainboard mit einem 500er-Chipsatz nutzt. Dahinter steckt das Ausnutzen einer Anbindung per PCIe mit dem Namen Resize BAR, die prinzipiell auch mit Nvidia-Grafikkarten möglich sein kann. Nvidia arbeitet an einer entsprechenden Lösung, macht aber dabei klar, dass bereits produzierte Grafikkarten dafür ein nachträgliches BIOS-Update des Herstellers benötigen. MSI hat dies bei hauseigenen Grafikkarten und Mainboard bereits in Angriff genommen und dies teilweise schon umgesetzt. Noch eine Neuigkeit gibt es von Nvidia für diejenigen, die ein Gamingnotebook kaufen wollen. Denn zwischen Ende Januar und Anfang Februar sollen erste Notebooks mit einer mobilen Version der GeForce RTX 3060, 3070 und 3080 erscheinen.
