CCP: Project Nemesis angespielt: Samsungs Gear VR liefert 3D-Raumschlachten to go
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EVE Valkyrie ist nicht CCPs einziges VR-Projekt. Unter dem Label VR Labs will das isländische Unternehmen zum Marktführer für VR-Spiele werden. Eine erste Techdemo für Samsungs Gear VR ist Project Nemesis - eine Art Space-Railshooter.
Oculus Rift hat einen richtigen Run auf VR-Brillen ausgelöst. Das Kickstarter-Projekt, das heute zum Internet-Riesen Facebook gehört, belebte einen kompletten Markt neu, der zuvor eher belächelt wurde. Samsung arbeitet beim Gear VR sogar mit Oculus zusammen. Dabei wird ein Samsung Galxy S5 in eine Brillenhalterung eingelegt, die stereoskopisches 3D ermöglicht. Technisch nicht ganz so aufwendig wie ein Rift-Headset, der Effekt ist jedoch ganz ähnlich.
CCP Games will nun auch für Gear VR entwickeln und sich damit zum Top-Publisher für VR-Spiele mausern. "Ich glaube daran, dass VR der nächste technologische Sprung nach vorne ist", sagt CEO Hilmar Petursson im Interview. "Wir haben die Begeisterung der Fanfest-Besucher 2013 gesehen, die vom ersten Protoypen von EVE Valkyrie völlig hingerissen waren. Viele haben sich zwei, drei, sogar viermal angestellt, um es selbst auszuprobieren." Das Motto des isländischen Unternehmens: Ganz vorne mitspielen. Valkyrie soll sogar das beste VR-Multiplayer-Spiel überhaupt sein - glauben wir auch, wie in der separaten Vorschau bestätigt.
Space-Railshooter
Quelle: Sandro Odak
Als Bildschirm dient ein Samsung Galxy S5 beziehungsweise das nächste Modell S6.
Project Nemesis ist derzeit nur eine Idee, ein Prototyp. Ob es zum Spiel wird? "Wer weiß. Wenn die Fanfest-Besucher es mögen. Wir machen Umfragen und wenn es gut läuft, verfolgen wir die Idee weiter. Wenn nicht, dann nicht." VR sei eben Pionierarbeit, sagt Petursson. In Nemesis übernimmt der Spieler die Kontrolle über ein kleines Raumschiff. Anders als in EVE Valkyrie steuert man das aber nicht komplett selbst. Gear VR hat keinen Controller - das Schiff fliegt von selbst. Wie auf Schienen bewegt es sich von einer Gegnerwelle zur nächsten. Mit Kopfbewegungen verändert man lediglich die Zielrichtung. Geschossen wird über das Touchpad an der Seite des Geräts. Hält man seinen Finger auf die berührungssensitive Fläche, feuert das Schiff eine Salve von Projektilen oder Lasern ab. Ein bisschen fühlt man sich dabei wie der X-Men Superheld "Cyclops", der Laserstrahlen aus seinen Augen verschießt, indem er seine Schutzbrille öffnet.
Quelle: Sandro Odak
Ein bisschen fühlt man sich wie X-Man "Cyclops", weil man mit einem Finger an der Brille Laserstrahlen abfeuert.
Neben Laserstrahlen verschießt das Schiff auch aufschaltbare Raketen. Aktiviert man sie mit einer Wischgeste nach vorn, navigieren die Marschflugkörper automatisch alle markierten Feinde an. Wird man mal getroffen, kann man kleine Nano-Roboter zur Reparatur losschicken - auch das durch eine Geste auf dem Touchpad an der Seite der Brille.
Am Ende der knapp fünfminütigen Demo wartet dann sogar ein Boss-Gegner auf uns. Ein riesiger Raumschiffkreuzer erscheint und fängt an aus einer Reihe von Kanonen zu schießen. Kurz vor dem Feuer müssen wir die Waffe ausmachen und sie ausschalten. Denn viele Treffer halten wir nicht aus. Grafisch ist es imposant, wenn man bedenkt, dass all das auf einem Handy stattfindet. Ganz so klar und hoch aufgelöst wie mit Oculus Rift sind die Kämpfe zwar nicht, aber immer noch atemberaubend.
In eigener Sache: Wir haben Project Nemesis auf dem EVE Fanfest in Reykjavik, Island angespielt. Flug und Aufenthalt hat CCP Games bezahlt. Dies nahm keinen Einfluss auf den Inhalt unserer Berichterstattung.
