Die halbherzige Fortsetzung erleidet das Schicksal vieler Sequels: Sie kann dem Original einfach nicht das Wasser reichen
Nick Larson (Eric Lively) kann mit Hilfe von Fotos die Zeit manipulieren
In "Butterfly Effect" (Test in DVD VISION 03/2005) hatte ein junger Mann namens Evan Treborn (Ashton Kutcher) durch das Zurückdrehen der Zeit verzweifelt versucht, verhängnisvolle Fehler in seinem Lebensverlauf zu korrigieren. Doch jede Veränderung der Realität zog katastrophale Nebeneffekte und Kettenreaktionen nach sich. Eric Bress und Jonathan Mackye hatten die spannende Story des Zeitreise-Thrillers von 2004 ersonnen und auch gemeinsam Regie geführt.
Für das Direct-to-DVD-Sequel des inzwischen zum Kult avancierten Kinofilms nahm John R. Leonetti auf dem Regiestuhl Platz. Die Musik für "Butterfly Effect 2" wurde erneut von Michael Suby beigesteuert, die Schauspieler wurden komplett ausgetauscht. Anstelle von Ashton Kutcher hat nun Eric Lively ("The L-Word") die Hauptrolle inne. Déjà vu?
Die Beziehung zu Julie steht auf dem Spiel
Der in einem Softwareunternehmen beschäftigte Nick Larson (Lively) ist gemeinsam mit seiner Freundin Julie Miller (Erica Durance, "Smallville") und dem befreundeten Pärchen Trevor und Amanda (Dustin Milligan, Gina Holden) auf dem Heimweg von einem Picknick, als er aufgrund einer Reifenpanne die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Der Unfall kostet seine Begleiter das Leben.
Als Nick aus dem Koma erwacht und vom Schicksal seiner Freunde erfährt, ist er am Boden zerstört. Zudem leidet er unter den Spätfolgen des schrecklichen Crashs. Immer wieder bricht er unter heftigen Kopfschmerzen zusammen.
Nach dem Unfall leidet Nick unter Anfällen ...
Bei einem seiner Anfälle kommen Nick die schönen Stunden unmittelbar vor dem Unfall in den Sinn und plötzlich wacht er in einer veränderten Realität auf: Die Katastrophe ist nie passiert, Julie und seinen Kumpels geht es bestens. Doch leider hat sich nicht alles zum Besseren verändert. Nicks Boss hat seinen ärgsten Konkurrenten befördert und er soll nun dessen Assistenten spielen. Ohne zu ahnen, was er damit anrichtet, verändert Nick erneut die Zeit und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die er schon bald nicht mehr kontrollieren kann ...
Fehlende Raffinesse
... und zunehmend unter Realitätsverlust
Vom einem offiziellen Nachfolger des genialen "Butterfly Effect" hätte man insgesamt mehr erwartet. Analog zu dem kaum über B-Movie-Niveau herauskommenden Film fällt auch das Bonusmaterial der DVD unspektakulär aus. Immerhin fördert der Audiokommentar von Regisseur John R. Leonetti und Koproduzent Michael Stirling einige interessante Fakten zu Tage. Wer etwas mehr über die Dreharbeiten in Erfahrung bringen möchte, kann sich in der Featurette "Die Veränderung der Realität: Am Set von ‚Butterfly Effect 2’" die aufwändige Inszenierung des Autounfalls anschauen.
