Der Kampf des Jahrhunderts: Elvis Presley und John F. Kennedy gegen eine 3000 Jahre alte ägyptische Mumie
Der King lebt: Bruce Campbell interpretiert Elvis Presley auf unnachahmliche Weise
Was ist eigentlich ein Kultfilm? Laut Definition sind dies Filme oder Serien, um die eine meist eher kleine, aber umso treuere Anhängerschaft einen Fan-Kult betreibt. Oft sind dies Filme, die weniger aus finanziellem Kalkül heraus produziert wurden und sich dem Massenpublikum durch die mutige Wahl einer ausgefallenen Thematik entziehen. Im Kino laufen solche Werke zunächst meist mäßig. So erlangten die großen Kultfilme ihren Status tatsächlich nicht beim First Run, sondern erst durch spätere Programmkinovorstellungen und vor allem durch Mundpropaganda.
Beispiele gefällig? Die "Rocky Horror Picture Show" (1975), "Blues Brothers" (1980) oder "Blade Runner" (1982) waren alles andere als Blockbuster. Durch eine spezielle Fangemeinde aber entwickelten sie sich mit der Zeit zu immer wieder abgefeierten Klassikern. Als die Marketing-Strategen der großen Studios bemerkten, dass Kultfilme als Selbstläufer langfristig gesehen durchaus zu Cash Cows werden können, war es mit der Außergewöhnlichkeit dieses Prädikats schnell vorbei.
Heartbreak Hotel
Elvis und seine nervige Pflegerin (Ella Joyce)
Da man uns heutzutage auch den unerträglichsten Trash noch als kultig anzudrehen versucht, fällt es unerfahrenen Filmfreunden immer schwerer, echte Perlen zu entdecken. "Bubba Ho-Tep" ist eine davon. Fünf Jahre nach seiner von Finanzproblemen begleiteten Entstehung bereichert Anbieter e-m-s den deutschen DVD-Markt um ein auf Festivals und in Fan-Kreisen gefeiertes Juwel.
Die unglaubliche Story: Elvis Presley (Bruce Campbell) ist nicht tot, sondern vegetiert impotent in einem texanischen Altersheim vor sich hin. Schuld daran hat er selbst. Um auch mal relaxen zu können, engagierte er einst einen Doppelgänger namens Sebastian Haff. Der starb leider frühzeitig und verbaute Elvis so den Weg zurück. Sein einziger Freund ist der schwarze Jack (Ossie Davis), der sich für John F. Kennedy hält. Jack weiht Elvis in die mysteriösen Todesfälle im Domizil ein: eine uralte Mumie saugt den Rentnern das Leben aus. Elvis und JFK holen zum Gegenschlag aus.
Tutti Frutti
Die Single-Disc kommt mit zwei Audiokommentaren und Trailer. Sammler greifen natürlich zur nur vier Euro teureren Special Edition. Die enthält eine Bonus-Scheibe mit einem mehrteiligen Making of, das sich mit Story, Kostümen, Effekten und Musik befasst. Dazu kommen entfallene Szenen, Trailer, Musikvideo, Fotos, Bilder von der England-Premiere, Biografien, Scrapbook und teilweise exklusive Interviews.
