Brewmaster: Beer Brewing Simulator in der Vorschau + Video: Lasset uns Bier brauen!
Special
Auf Steam ist eine spielbare Demo für die Bierbrau-Simulation Brewmaster erschienen. Wir haben uns die Haare zum Dutt geflochten und ordentlich die Craftbier-Küche eingesaut. Was dabei herausgekommen ist, lest ihr in unserer Vorschau + Video.
In Brewmaster schlüpfen wir in die Rolle eines Hobbybrauers, der vom Craft-Bier-Novizen bis zum ultimativen Bier-Guru heranwächst. Das Team von Auroch Digital, das hinter der Simulation steckt, verspricht eine authentische Abbildung des Brauprozesses und stützt sich auf die tatsächliche Wissenschaft hinter dem traditionsreichen Kulturgut. Die von uns gespielte Demo umfasst lediglich den Einstieg des Spiels, in dem wir unsere ersten Schritte in Richtung professioneller Braukunst machen. In einem Fachmagazin finden wir zwei Gesuche nach individuell gebrautem Bier: Die Veranstalter eines nahegelegenen, jährlich stattfindenden Food-Festivals haben "Sensational Citrus" zum Thema der aktuellen Ausgabe des Festes gemacht und würden passend dazu gerne ein Bier mit Zitrusnote ausschenken.
Außerdem möchte eine lokale Band den Release ihres ersten Albums mit einem besonderen Bier feiern. Da es sich bei ihrem Debüt um ein Space-Rock-Konzeptalbum handelt, soll das Gebräu so dunkel sein "wie die Tiefen des Universums". Gut, dass wir bereits zwei Rezepte in unserem Rezeptbuch stehen haben, die diese Ansprüche erfüllen.
In diesem Artikel
Wer es gerne dunkel und malzig mag, startet seine Brauer-Karriere mit einem schokoladigen Stout, den Zitrusliebhabern kredenzen wir hingegen ein American Pale Ale mit entsprechendem Aromahopfen. Für den Anfang entscheiden wir uns für das Pale Ale. Die Zutaten finden sich glücklicherweise schon in unserer Küche.
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Quelle: PC Games
Brewmaster: Beer Brewing Simulator in der Vorschau: Lasset uns Bier brauen! (3)
Jeder Handgriff zählt
Um diese in köstliches Bier zu verwandeln, benötigen wir aber auch das erforderliche Equipment. In der Demo besteht das größtenteils aus ganz normalen Küchenutensilien. Schließlich stehen wir ja noch am Anfang unserer Karriere. Im Lauf des Spiels können wir unsere Brauecke aber noch mit professionelleren Geräten erweitern.
Zuallererst muss ein Topf mit Wasser befüllt und erhitzt werden. Klingt simpel und ist es eigentlich auch, im Gegensatz zu anderen Videospielen, wo dieser Arbeitsschritt mit einem Mausklick erledigt wäre, müssen wir in Brewmaster aber den kompletten Prozess steuern.
Wir schnappen uns einen 25-Liter-Topf aus der Küche, stellen ihn manuell ins Waschbecken, öffnen mit der V-Taste den Deckel, drehen den Hahn auf und warten dann einige Minuten, bis die für unser Rezept erforderlichen 21 Liter hineingelaufen sind. Wie voll der Behälter schon ist und andere nützliche Daten wie Temperatur oder Gewicht eines Objektes können wir uns auf Knopfdruck anzeigen lassen.
Quelle: PC Games
Brewmaster: Beer Brewing Simulator in der Vorschau: Lasset uns Bier brauen! (1)
Jeder Arbeitsschritt erfordert Präzision und eine Menge Geduld. Die Zeit läuft nämlich standardmäßig in Echtzeit und damit im absoluten Schneckentempo ab. Bis wir den Topf befüllt und auf 65 Grad erhitzt haben, wie es im Rezept steht, vergeht auch vor dem PC mindestens eine Viertelstunde.
Daher sollten wir bei längeren Prozessen zu unserer Taschenuhr greifen, mit der wir Wartezeiten schneller vergehen lassen können. Dabei sollten wir aber aufpassen, es nicht zu übertreiben, immerhin geht es beim Bierbrauen ja auch um das richtige Timing.
Hat unser warmes Wasser die erforderliche Temperatur, geben wir Malzextrakt hinzu. Unser Anfängerbier wird dann noch durch Spezialmalz aufgewertet, das in einem Sack in unserem Topf landet und dort durchzieht. Auch hier müssen wir die Zeit immer wieder schneller drehen, wenn wir nicht eine reale Stunde warten wollen, bis die Aromen sich ausgebreitet haben.
Bei den Zutaten müssen wir darauf achten, nicht aus Versehen zu viel oder zu wenig zu verwenden. Den im Rezept stehenden Gramm-Angaben sollten wir zumindest halbwegs nachkommen, solange wir nicht hundertprozentig wissen, was wir tun. Sonst stehen wir am Ende mit ungenießbarer Plörre da, für die wir keine Abnehmer finden.
Quelle: PC Games
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Danach kochen wir den Sud und fügen unseren Hopfen hinzu. Für das gewählte Ale brauchen wir davon zweierlei Sorten. Einen geben wir zu Beginn des Kochens hinzu, den anderen kurz vor Schluss für den Geschmack. Hier kommen die Zitrusnoten in unser Bier. Wir sollten also aufpassen, dass wir den Hopfen nicht zu früh wieder aus dem Sud nehmen oder unsere Mengenangaben durcheinanderbringen.
Haben wir alles erledigt, muss unser Bier erst einen Tag abkühlen und dann gären. Dafür haben wir einen speziellen Container im Schrank, in den wir unseren Sud und Hefe hineinschütten. Danach warten wir wieder mehrere Tage, bevor wir die Flüssigkeit in einen weiteren Behälter zur Konditionierung überführen.
Quelle: PC Games
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Probieren geht über Studieren
Das ist der letzte Arbeitsschritt, bevor wir uns endlich eins hinter die Binde kippen können. Ist das Bier gereift und gediehen, bringen wir unser Fass zur hauseigenen Zapfanlage, um ausgiebig zu probieren.
Über ein Datenblatt erfahren wir dann nicht nur, ob wir die Vorgaben des Auftrags erreicht haben, sondern auch sämtliche andere Eigenschaften unserer Kreation. Schmeckt es bitter, malzig, fruchtig, welche Farbe hat unser Bier, wie trüb ist es - all das können wir der Auswertung entnehmen.
Bei den ganzen Beschreibungen würde man am liebsten ins Spiel hineingreifen und sich selbst auch eins zapfen, aber leider bleiben uns diese Wonnen ob dem Stand der Technik derzeit noch versagt. Womöglich gibt es in ferner Zukunft irgendwann eine Art 3D-Drucker für Bier, mit dem wir unser Gemisch tatsächlich verkosten können, gerade ist der einzige Durst, den wir stillen können, aber der Durst nach Wissen.
