Bravely Default 2 in der Vorschau: Ein hochkomplexer Rollenspiel-Spaß für Switch

Special Lukas Schmid
Bravely Default 2 in der Vorschau: Ein hochkomplexer Rollenspiel-Spaß für Switch
Quelle: Square Enix

Das Spiel mit dem doofen Namen, aber dem tollen Inhalt erhält einen dritten Teil - der Bravely Default 2 heißt! Muss man nicht verstehen. Sehr gut wird es wahrscheinlich trotzdem! In unserer Vorschau auf Basis der im eShop verfügbaren Demo verraten wir euch, was euch mit dem Titel erwartet und warum JRPG-Fans im definitiv freudig entgegenblicken können.

Derzeit hat Square Enix einen ziemlichen Run, zumindest mit Blick auf das Kerngeschäft des Unternehmens, Rollenspiele: Final Fantasy 7 Remake sorgt, wenn auch leider nicht auf der Switch, für Begeisterung, Trials of Mana kann auch entzücken und diverse Remasters von Klassikern wie Nier stehen auch schon in den Startlöchern - und eben auch Bravely Default 2.

Dem Titel zum Trotz handelt es sich dabei um das dritte Spiel einer Reihe, die auf dem Nintendo 3DS mit Bravely Default und Bravely Second: End Layer begann. Beide Spiele sorgten zu ihren jeweiligen Releases für zufriedene Genrefans und stachen vor allem durch ihr interessantes Weltdesign und noch mehr durch das komplexe Kampfsystem hervor, welches auf die beiden titelgebenden Funktionen Brave und Default setzt.

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Später zementierte das Team, bereits auf der Nintendo Switch, mit Octopath Traveler seinen Ruf als Experten von altmodischen, aber nicht altbackenen und anspruchsvollen JRPGs.

Ein spielbares Kunstwerk!

Die Kämpfe laufen ganz klassisch rundenbasiert ab. Das System rund um die Brave- und die Default-Strategien verleiht dem Geschehen aber einen taktischen Aspekt. Quelle: Square Enix Die Kämpfe laufen ganz klassisch rundenbasiert ab. Das System rund um die Brave- und die Default-Strategien verleiht dem Geschehen aber einen taktischen Aspekt. Und nun geht es eben zurück zu Bravely Default. Schön: Obwohl der Titel erst irgendwann im Laufe des aktuellen Jahres exklusiv für die Nintendo Switch erscheinen wird, kann schon jetzt eine ziemlich unfangreiche Demo aus dem eShop heruntergeladen werden, die bereits einen guten ersten Eindruck erlaubt, obschon der spielbare Abschnitt so nicht im finalen Spiel enthalten sein wird. Das Feedback der Spieler wird zudem direkt in die weitere Entewicklung des Abenteuers einfließen. All die Qualitäten, welche schon die Vorgänger auszeichneten, sind wieder mit an Bord. Da die Reihe mit dem dritten - oder zweiten? - Teil die Fesseln ihrer Handheld-Wurzeln hinter sich lässt, gibt es aber natürlich massig Verbesserungen, gerade in technischer Hinsicht. Während die Figuren hübsch aussehen, ihnen aber ein relativ klassischer Chibi-Look verpasst wurde, wirkt das Spiel wie einem Aquarell entsprungen: Bewusst flache Hintergründe sorgen in Verbindung mit gedämpften Farben, tollen Lichteffekten und einem fast Papyrus-artigen Stil für eine einzigartige Optik. Toll! Auch die epischen Musikstücke in der Demo können sich sehen beziehungsweise hören lassen, ebenso wie die guten Sprecher. Wer will, lauscht ihnen wahlweise in japanischer oder in englischer Ausführung, deutsche Untertitel sind natürlich enthalten.

So viele Möglichkeiten!

Der handgezeichnete Grafikstil ist atemberaubend und der Optik der ebenfalls hübschen Vorgänger für den Nintendo 3DS noch einmal meilenweit voraus. Quelle: Square Enix Der handgezeichnete Grafikstil ist atemberaubend und der Optik der ebenfalls hübschen Vorgänger für den Nintendo 3DS noch einmal meilenweit voraus. Spielerisch finden sich Kenner der Vorgänger schnell zurecht, alle anderen werden jedoch von einer regelrechten Flut an Möglichkeiten erschlagen. Das Durchfuchsen lohnt sich aber, denn so komplex und gleichzeitig spaßig wie dieses Kampfsystem ist kaum eines am Markt! Mit Brave und Default können wir in den rundenbasierten Gefechten wahlweise unsere eigenen Züge vorziehen, stehen dann aber in den kommenden Angriffsphasen doof da: Oder wir sparen uns unsere Runden auf und können dafür später mit Wucht gleich mehrmals zuschlagen. Hinzu kommt ein wahnsinnig umfangreiches Job-System. Jedes der vier Partymitglieder kann jeden Job übernehmen, dazu einen Sekundärjob und auch Dopplungen sind möglich.

Im Menü wechseln wir jederzeit frei zwischen ihnen. Dadurch unterscheiden sich unsere Angriffe und Aktionsmöglichkeiten, unser Talent im Umgang mit Waffen und viele weitere Aspekte. Davon unabhängig können wir uns mit diversen passiven Fähigkeiten ausrüsten, die wiederum unsere Jobs beeinflussen. Weiterhin gilt es, die Schwachpunkte unserer Feinde im Auge zu behalten, die wir erst herausfinden müssen, und zig andere Aspekte, Statistiken und Systeme individuell einzustellen. In puncto Gestaltungsspielraum bei der Individualisierung unserer Helden erlaubt schon die Demo mehr Varianz als manche ganzen Spiele! Um das Kampfsystem und die Gestaltung der Protagonisten vollumfänglich zu erklären, bräuchte es definitiv mehr als diese zwei Seiten. Es ist ein System, das man selbst erlebt haben muss, um vollends zu begreifen, wie anspruchsvoll und befriedigend es ist.

Nichts dem Zufall überlassen

Die Sprachausgabe erfolgt entweder in Englisch oder Japanisch, bei den Untertiteln steht neben Deutsch eine breite Palette parat. Quelle: Square Enix Die Sprachausgabe erfolgt entweder in Englisch oder Japanisch, bei den Untertiteln steht neben Deutsch eine breite Palette parat. Abseits der Auseinandersetzungen rennen wir durch die wunderschöne Spielwelt, reden mit NPCs (hier gibt's dann keine Vertonung), kaufen in Shops ein und suchen, wahlweise mit Navigationshilfe, nach unserem Missionsziel. In den Städten ist die Perspektive fest vorgegeben, auf der Oberwelt dürfen wir die Kamera in einem gewissen Rahmen frei bewegen. Schön: Die Zufallskämpfe der Vorgänger und auch aus dem ähnlich aufgebauten Octopath Traveler sind Geschichte, alle Feinde laufen frei auf der Map herum. Je nachdem, ob wir sie oder sie uns überraschen, ob wir vor dem Kampf mit dem Schwert zugeschlagen haben und anderen Faktoren starten wir mit Vorteilen oder Nachteilen in die Schlachten.

Steinreich

Noch nicht viel lässt sich über die Geschichte sagen, die in einer Welt namens Exillant angesiedelt ist. Wir kontrollieren die vier Helden Seth, Gloria, Elvis und Adelle auf einer Reise, die uns Bösewichten gegenüberstellt, die dank mysteriöser Steine namens Asterisks übermenschliche Fähigkeiten erhalten haben. Wir lehnen uns wohl nicht aus dem Fenster, wenn wir annehmen, dass die Handlung schlussendlich auf die Rettung der Welt hinauslaufen wird. Das Genre verpflichtet!

Meinung

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