Warum »Achtung! Feind von links!« mühsam in die Tastatur hacken? Sprechfunk via Teamspeak und Internet ist einfacher, effektiver und macht mehr Spaß. Wir zeigen, wie's geht.
Eins, zwei, Test
Rufen Sie dann erneut das »Settings«-Menü auf, diesmal die »Sound Input/Output Settings«. Klicken Sie dann ganz unten auf »Activate local test mode«, und sprechen Sie ein paar Worte ins Mikro. Achtung:Bei einigen Headset-Modellen müssen Sie die Aufnahme erst über einen Knopf aktivieren. Wenn Sie alles richtig eingestellt haben, sollten Sie jetzt -- mit leichter Verzögerung -- Ihre eigene Stimme vernehmen. Falls Sie zu laut reden müssen, bevor die Software anspricht, reduzieren Sie das »Voice activation level« um ein paar Schritte. Faustregel: Das Mikro sollte bei Atemgeräuschen oder beim Tippen nicht anspringen, aber Sie sollten auch nicht brüllen müssen, um es zu aktivieren. Wenn die Ausgabe zu stark rauscht oder Klicklaute zu hören sind, bewegen Sie das Mikrofon weiter von Ihrem Mund weg, am besten Richtung Hals.
Ab in die Plauderecke
Jetzt wird es Zeit, anderen zuzuhören. Über die Menüpunkte »Connection«, dann »Connect« gelangen Sie zum momentan noch leeren lokalen Adressbuch; hier können Sie später Ihre Lieblings-Plauderecken eintragen. Wechseln Sie fürs erste zum Karteireiter »Web Server List« und klicken Sie unten auf »Update List«.
Keine Sorge, der Vorgang dauert eine Weile. Falls sich sehr lange nichts tut, kann es sein, dass Ihre Firewall (softwareseitig oder im Router) Teamspeak den Zugang verwehrt. Dann müssen Sie das Programm in die Ausnahmeliste der Firewall eintragen. Das Windows-Sicherheitsscenter kommt normalerweise mit Teamspeak zurecht.
Hör mal, wer da spricht
Suchen Sie sich anschließend einfach irgendeinen Server mit möglichst vielen Teilnehmern aus, den Sie als Gast betreten. Am besten, Sie verwenden einen als »Public«, also öffentlich zugänglich gekennzeichneten Server, der nicht passwortgeschützt ist. Über »Change Filter« können Sie die Suche entsprechend eingrenzen. Falls Sie sich in Ihrer Landessprache unterhalten wollen, wählen Sie einfach eines der zahlreichen deutschen Angebote (wird unter »Country« angezeigt). Es gibt für solche Testzwecke eigentlich zwar eigens eingerichtete Server des Teamspeak-Herstellers, dort ist allerdings deutlich weniger los als in den meisten öffentlichen Plauderecken.
Sie sollten jetzt die Unterhaltungen der Anwesenden mithören und selbst mitreden können; geben Sie sich im Zweifelsfall einfach als Neuling zu erkennen und fragen Sie, ob jemand freundlicherweise ein paar Worte sagen und Ihre hören kann. Wie auch bei persönlichen Gesprächen gilt: Bleiben Sie immer höflich! Deutliche Aussprache ist von Vorteil.
Die Praxis
Die Grundlagen haben Sie jetzt drauf. Am besten, Sie probieren Teamspeak gleich mit Ihrem Lieblingsspiel aus. Viele größere Clans und Gilden betreiben für ihre öffentlichen Spielwiesen eigene Teamspeak-Server, deren Adressen auf den jeweiligen Homepages zu finden sind. Dann genügt ein einfacher Mausklick auf den Link, um sich mit dem entsprechenden Kanal zu verbinden. Schauen Sie doch einfach mal auf der Website Ihres Lieblings-Counter-Strike-Servers oder im Forum Ihres Guild Wars-Teams vorbei!
Falls Sie selbst einen Teamspeak-Server betreiben wollen, finden Sie die nötige Software ebenfalls auf unserer Heft-DVD. Die bequemere Alternative ist, auf eines der zahlreichen Miet-Angebote zurückzugreifen. Unter www.4netplayers.de können Sie beispielsweise für knapp 15 Euro im Monat einen Teamspeak-Server mit Platz für 50 Teilnehmer buchen; für die meistenZwecke genug.
Rüdiger Steidle
