Dank des großen Erfolgs unseres ersten Specials fühlten sich unsere Redakteure dazu berufen, noch tiefer in den Niederungen der Filmkunst zu graben und einige Perlen auszugraben!
Die reitenden Leichen
Sei fit! Schrei mit! Mit solchen und ähnlich sinnbefreiten Werbesprüchen warb man damals für die Horrorfilm-Reihe der reitenden Leichen. Die Handlung der Filme ist dabei immer sehr ähnlich. Eine Gruppe von untoten Tempelrittern steht nach einer bestimmten Zeit von den Toten auf, um fürchterliche Rache an den Bewohnern eines Ortes zu nehmen. Die Vorfahren der Dorfbewohner haben die Tempelritter vor einiger Zeit getötet, was diese natürlich nicht auf sich sitzen lassen können und als Untote wiederkehren müssen, um sich an deren Nachkommen zu rächen.
Eine der besten Szene der ganzen Reihe findet sich im Blutgericht der Reitenden Leichen. Dort steht der frisch zugezogene Dorfarzt an der Küste und beobachtet eine Prozession von dunkel berobten Gestalten, die eine kaum bekleidete, junge Frau in weißen Gewändern über den Strand führen. Obwohl die Szene gegen Mitternacht spielen soll ist es hell und der Arzt hält das ganze für einen örtlichen, harmlosen Brauch, der für reichlich Fische sorgen soll. Klar, wenn an meiner Hütte um Mitternacht zwanzig, in schwarze Kutten gekleidete Gestalten, mit einer junge Frau im weißen Gewand an meinem Haus entlang ziehen würden, würde ich mir auch nichts dabei denken.
Richtig absurd ist aber das Geisterschiff der schwimmenden Leichen. Wie der Name schon andeutet, verlieren die Reitenden Leichen in diesem Film ihre Pferde und müssen mit einem Schiff Vorlieb nehmen. Damit werden die sowieso schon recht langsamen und debilen Zombies nun fast so hilflos, dass man beinahe Mitleid mit ihnen haben kann. Mitleid scheinen auch die Darstellerinnen zu haben, die kaum eine Chance auslassen, an den unmöglichsten Stellen zu Stolpern und den wankenden Untoten so Zeit zum Aufholen zu geben.
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Bock auf bunte Ninjas? Klar, die gehen immer!
