Special: Comics, die man kennen muss (Teil 1)

Special Katharina Pache

Kein Kinderkram: Wir präsentieren 5 außergewöhnlich gute Comics, Mangas und Graphic Novels.

Special: Comics, die man kennen muss (Teil 1) Quelle: animevice.com Cromartie High School
von Eiji Nonaka
- "Please Dude" -

Dieser Comedy-Manga handelt von einer Gruppe junger, männlicher Schüler. Außerhalb Japans sind wegen eines Urheberrecht-Streits noch nicht alle Bände erschienen. Außerdem erhältlich ist ein Realfilm und eine Anime-Serie.

Plot:
Was sich unspannend anhört, mutiert bald zu einem absurden Gag-Szenario. Der pflichtbewusste Musterschüler Kamiyama schreibt sich einer der schlimmsten Schulen von ganz Tokyo ein: der Cromartie High. Erst bemüht er sich, den Raufbolden Tugend zu lehren - doch bald gliedert er sich erstaunlich gut in die abstruse Idioten-Gemeinschaft ein. Zu den einzigartigen Charakteren im Comic gehören:

Special: Comics, die man kennen muss (Teil 1) Quelle: animevice.com - Hayashida, ein Irokesen-Träger, der schon an einfachsten Mathe-Aufgaben scheitert
- Maeda, der nicht respektiert wird, weil er keinen coolen Spitznamen hat, und der ständig von Nachbarschul-Rowdys entführt und nicht gerettet wird
- Mechazawa, ein runder, laufender Roboter, der sich nicht bewusst ist, ein Roboter zu sein. Die anderen sprechen ihn nicht direkt darauf an, damit es ihm nicht unangenehm ist.
- Freddy, ein stummer Schüler der exakt so aussieht wie Freddy Mercury, gut singen kann und auf einem riesigen schwarzen Pferd zur Schule reitet
- ein Gorilla, der nicht nur einen höheren Intelligenzquotientenhat als die meisten anderen Charaktere, sondern der auch ein talentierter Sushi-Koch ist.
- Takenouchi, der schlimmste Schläger der Schule, dem in allen mechanischen Fortbewegungsmitteln schlecht wird
- Takenouchi 2, ein maskierter Flugzeugentführer, der von allen für Takenouchi gehalten wird, auch wenn dieser daneben steht
- Yamaguchi, der Anführer einer Nachbarschulgang, der gerne anonym witzige Briefe ans Radio schreibt

...und vielen anderen. In kurzen Kapiteln werden abstruse Geschichten erzählt.

Stil: Die Zeichnungen Nonakas sind angelehnt an bekannte Manga der 70er und 80er Jahre wie etwa Crying Freeman. Nonaka arbeitet mit einfachen Perspektiven und Bildwiederholungen. Klar ist: Cromartie High School ist kein Eye-Candy-Titel. Die fast naiven Darstellungen unterstreichen aber oft die Komik.

Fazit: Wer mit absurdem Humor a lá Helge Schneider etwas anfangen kann, ist mit den abgedrehten Episoden aus der Cromartie High gut bedient. Die Themen sind allerdings ab und an etwas "japanisch" und viele Wortspiele bleiben in der Übersetzung nicht erhalten.

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