Die aktuelle Marktsituation der großen Drei - und was 2009 bringt. Wie sich der Konsolenmarkt entwickelt hat - und was uns in Zukunft erwartet.
Nintendo kann mit der Wii bisher außerordentlich zufrieden sein: Mehr als 1,4 Millionen in Deutschland verkaufte Exemplare sind einsame Spitze im Vergleich mit PlayStation 3 und Xbox 360. Bemerkenswert daran ist der Verzicht auf Preissenkungen: Seit dem Wii-Start im Dezember 2006 verkauft Nintendo die Konsole konsequent für 249 Euro. Die Konkurrenz hat ihre Preise im gleichen Zeitraum deutlich nach unten korrigiert.
Angesichts des Erfolges wird sich an Nintendos Produktpolitik in den kommenden Monaten wenig ändern: Casual-Knaller wie Wii Sports werden fortgesetzt und durch weitere potenzielle Massenmarkt-Lieblinge wie Wii Music ergänzt. Hardcore-Gamer hingegen sind spätestens seit der Videospielmesse E3 verärgert: Von Fortsetzungen klassischer Serien wie Zelda oder Mario wurde dort rein gar nichts gezeigt. Ganz verprellen möchte Nintendo seine alten Fans aber nicht: Nintendo-Präsident Satoru Iwata höchstpersönlich räumte nach der Messe ein, dass man die Enttäuschung der Core-Gamer verstehen könne. Nicht zuletzt deshalb dürfte Nintendo auf einer hauseigenen Pressekonferenz Anfang Oktober Wii-Titel für traditionelle Gamer wie Punch-Out!! oder Sin & Punishment 2 angekündigt haben.
Während von einer HD-Wii keine Rede ist, erweitert Nintendo seine Konsole durch Hardware-Zusätze: Noch im Dezember dieses Jahres erscheint zusammen mit Animal Crossing: Let‘s go to the City das Wii-Speak-Mikrofon, das auch außerhalb des Spiels über einen separaten Wii-Kanal Voice-Chats ermöglichen wird. Erst 2009 folgt im Bundle mit Wii Sports Resort die Controller-Erweiterung WiiMotion Plus, die eine noch präzisere Bewegungserkennung ermöglichen soll. Im Prinzip eine feine Sache, allerdings entsteht unweigerlich der Eindruck, dass hier nachgeliefert wird, was Nintendo schon von Anfang an versprochen hatte.
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