USK, MA, FSK, PG, wer sieht denn da noch durch? Höchste Zeit für ein Review des weltweiten Jugendschutzes.
Deutschland: USK
Jugendschutz-Siegel in Deutschland
Die Unterhaltungssoftwareselbstkontrolle (was für ein tolles Schlauchwort, mancher sagt einfach USK) sorgt dafür, dass deutschen Jugendlichen nicht zu viel Gewalt zugemutet wird. Sie achtet dabei vor allem auf Gewaltdarstellung und deren Einbettung ins Spiel.
„Ohne Altersbeschränkung“ heißt, dass sich das Spiel mit allerlei Krimskrams beschäftigt der unter Kindern so sehr Gewalt fördert wie ein Zwergkaninchen oder Katzenbabys.
USK6 dient der Differenzierung von abstrakten Spielinhalten. Damit Kleinstkinder nicht frühzeitig von der Realität entfernt werden, müssen sie auf Comicgrafiken oder unrealistische Inhalte eben verzichten.
USK12 wird dann verteilt, wenn zur Konfliktlösung Gewalt angedacht ist. Abgesehen davon, dass die meisten Grundschüler kein gehobenes Taktik-Verständnis besitzen, sollten sie auch aus Gründen der Gewaltförderung von Strategiespielen und seichten Shootern ausgeschlossen werden. Comic-Charaktere dürfen sich aber gern auch vor Kinderaugen prügeln…
Menschen-ähnliche Wesen sollten dies nicht tun, sonst erhalten sie eine USK16, sind also nur noch für große Jugendliche erreichbar. Waffen legt man nicht in Kinderhände, das weiß die USK.
Wird gar Blut vergossen und zum Tötungsdelikt aufgefordert, kennt die USK kein Halten mehr und erteilt die begehrte USK18-Trophäe, wodurch das Spiel nur noch Erwachsenen zugängig ist.
Was Entwickler sich nicht leisten sollten, sind Blutfontänen, Staats-feindliche Symbole oder Volkshetze. Im Fachjargon heißt das „Jugendgefährdung“ und wird schwer geahndet. In diesem Fall kann die USK nämlich ihr Siegel komplett verweigern, es droht die Indizierung.
Einleitung
FSK
BPjM
Östereich und Schweiz
USA
UK
PEGI
Australien
Fazit
