Gearbox streicht in Borderlands 4 die Mini-Map - nach Kritik von Fans wurde nun eine optionale Alternative vorgestellt.
Mit der Ankündigung, dass Borderlands 4 keine klassische Mini-Map mehr enthalten wird, hat Entwickler Gearbox für Diskussionen gesorgt. Die Entscheidung, ein jahrzehntelang etabliertes Spielelement zu streichen, stieß nicht nur auf Verwunderung, sondern auch auf Kritik. Gearbox-CEO Randy Pitchford verteidigte die Maßnahme öffentlich und verwies auf die entscheidenden Faktoren: Der Aufwand für Entwicklung, Performance und Benutzeroberfläche sei erheblich, wodurch Ressourcen für andere Funktionen entfallen müssten.
Wie reagiert Gearbox auf die Kritik - und was ist das neue Kampfradar?
Dennoch zeigt sich, dass Gearbox diesen Schritt nicht unüberlegt gegangen ist. Während einer internationalen Anspieltour thematisierten laut Pitchford lediglich rund 15 Prozent der Tester den Wegfall der Mini-Map überhaupt. Die Mehrheit fand offenbar die alternative Navigationslösung überzeugend genug. Man will damit offenbar bewusst das Spielerlebnis ändern: Weniger Blick auf eine kleine Karte, mehr Fokus auf die Spielwelt selbst.
Ganz kritiklos verlief der Strategiewechsel allerdings nicht. Einige Spieler beharrten auf der Wichtigkeit eines klaren Orientierungssystems - insbesondere in hektischen Gefechten. Gearbox reagierte darauf flexibel: Das sogenannte Kampfradar entstand als direkte Antwort auf das Feedback.
Diese neue Anzeige lässt sich optional aktivieren und liefert taktische Informationen zu gegnerischen Positionen. In der rechten oberen Bildschirmecke eingeblendet, zeigt es nicht nur die Richtung, sondern auch die Höhenebene der Gegner. Die Vorschau dazu haben wir weiter unten für euch eingebunden.
Das Kampfradar wurde laut Pitchford "gerade noch rechtzeitig" fertiggestellt, um den Qualitätssicherungsprozess zu durchlaufen und im finalen Spiel zu landen. Er lobte das Team, das sich dieser Aufgabe annahm, ausdrücklich und sprach von einer "großartigen Ergänzung", die dem Spiel in letzter Minute hinzugefügt wurde.
Wann erscheint Borderlands 4?
Der vierte Hauptteil der Borderlands-Reihe erscheint am 12. September 2025 für PC, PlayStation 5 und Xbox Series X/S. Eine Fassung für die Nintendo Switch 2 ist ebenfalls geplant, allerdings noch ohne festen Termin. Die digitale Basisversion für den PC wird 69,99 Euro kosten; auf Konsolen wird sie für 79,99 Euro erhältlich sein. Ob sich Gearbox' Mut zu weniger Interface und mehr Immersion auszahlt, wird sich zeigen. In unserem Vorabtest haben wir euch unsere ersten Eindrücke zu Borderlands 4 festgehalten.
Quelle: Randy Pitchford via x.com
