Die Stimmung beim Entwicklerstudio Gearbox Software ist deutlich schlechter als gedacht - trotz des großen Erfolgs der Borderlands-Reihe.
Eigentlich läuft es für Entwickler Gearbox Software derzeit alles andere als richtig schlecht. Okay, der Launch von Borderlands 4 war von einigen technischen Problemen überschattet. Dennoch kam der neue Loot-Shooter vor allem bei der Fachpresse überwiegend sehr gut an. Das zeigte sich nicht zuletzt in unserem ausführlichen Test. Trotzdem scheint die Stimmung nicht ganz so rosig zu sein, wie bisher gedacht - zumindest nicht beim Studio-Chef. Er behauptet sogar felsenfest: "wir sind scheiße". Was steckt hinter diesen markigen Worten?
Warum ist der Gearbox-Chef so sehr verärgert?
Vor kurzem meldete sich Randy Pitchford bei einem Interview mit BBC Radio 5 zu Wort. Dabei ging es neben einigen anderen Themen natürlich auch um die Shooter-Reihe Borderlands. Diese feiert seit ihrer Premiere im Jahr 2009 große Erfolge. Auch der jüngste Ableger Borderlands 4 (jetzt kaufen / 65,09 € ) war alles andere als ein Rohrkrepierer. Doch der für seine markigen Worte bekannte Pitchford zeigt sich alles andere als wirklich zufrieden.
"Es gibt Milliarden Menschen auf der ganzen Welt. Wir haben noch sehr viel Arbeit vor uns. Mit Borderlands 4 zusammengerechnet werden wir wohl bald die Marke von 100 Millionen verkauften Exemplaren überschreiten. Im Vergleich zu vielen anderen Dingen ist das großartig. Doch wenn es dein Ziel ist, die Welt zu unterhalten, ist es scheiße. Ich habe daher das Gefühl, dass wir gerade erst begonnen haben."
Auch diesmal war Pitchford nicht um ebenso klare wie deftige Worte verlegen. Der Gearbox-Chef machte während des Interviews klar, dass er sich nicht auf den bereits erreichten Lorbeeren ausruhen möchte, sondern sich stattdessen noch sehr viel größere Ziele steckt. Andere Studios würden sich nach den Erfolgen der Borderlands-Reihe sicherlich die Finger lecken.
Wie geht es mit Borderlands 4 weiter?
Der Launch von Borderlands 4 im vergangenen Monat war übrigens nur der erste Schritt auf einer längeren Reise. Erst kürzlich hatte Entwickler Gearbox Software eine aktualisierte Roadmap veröffentlicht. Diese zeigt deutlich, dass sich die Fans des Loot-Shooters auf einiges gefasst machen können. So erscheint am 20. November 2025 mit "How Rush Saved Mercenary Day" das erste große Bounty-Pack inklusive vier neuer Waffen, zusätzlicher Skins und weiterer Extras.
Für den Dezember dieses Jahres ist ein umfangreiches Inhalts-Update für das Endgame von Borderlands 4 geplant. Darin erwarten euch unter anderem ein knackiger High-Level-Boss sowie ein zusätzlicher Schwierigkeitsgrad, der selbst erfahrene Kammerjäger vor neue Herausforderungen stellen dürfte. Die nähere Zukunft des Loot-Shooters ist jedenfalls gesichert.
Quelle: BBC Radio
