Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms

Test Christian Dörre
Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms
Quelle: Koch Films

1984 fiel Mark L. Lesters Der Feuerteufel (basierend auf dem Roman Das Feuerkind von Stephen King) bei den Kritikern gnadenlos durch und auch die Blu-ray-Neuauflage mag 37 Jahre später nicht so recht zu überzeugen. Wir sagen euch in dieser Rezension, warum der Horrorfilm trotz guter Bildqualität durch neuen 2K-Transfer nicht unbedingt in eure Sammlung gehört.

Verfilmungen von Stephen-King-Romanen sind nur selten wirklich überzeugend, dennoch begleiten sie uns nun schon seit etwa 40 Jahren. Da verwundert es auch nicht, dass der 1984 bei der Kritik knallhart durchgefallene Streifen Der Feuerteufel nun erneut auf Blu-ray aufgelegt wird.

Die Blu-ray basiert dabei auf einem neuen 2K-Transfer eines neueren Bildmasters von Universal Pictures. Wir haben uns ins Feuer gewagt und sagen euch, ob Der Feuerteufel in seiner neuen Version ein brandheißer Tipp fürs heimische Filmregal ist, oder ob man das Geld für die Disc lieber verbrennen sollte.
Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (4) Quelle: Koch Films Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (4)

Knuspriges Bild

Allein von der technischen Seite ist die Neuauflage von Der Feuerteufel durchaus gelungen. Aufgrund des Alters des Films ist das Bild dann und wann schon mal ein wenig grieselig, aber allgemein präsentiert sich die neue Blu-ray gegenüber der vorherigen Auflage stark verbessert. Das Bild ist schärfer und die Farben etwas knalliger und überhaupt macht der neue 2K-Transfer einen detailreicheren Eindruck.

Der Ton kann hier nicht ganz mithalten. Es ist nicht so, dass die Tonspuren schlecht abgemischt sind oder rauschen, aber man merkt hier deutlicher, dass Der Feuerteufel bereits 37 Jahre auf dem Buckel hat. Den Filmgenuss schmälert die etwas dünne Tonspur allerdings auch nicht. Hierfür sorgt eher das Drehbuch.
Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (5) Quelle: Koch Films Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (5)

Gebranntes Kind

Genau wie in Stephen Kings Romanvorlage Feuerkind beginnt Der Feuerteufel mit einem Mann und seiner Tochter auf der Flucht. Schnell stellt sich heraus, dass Andrew über telekinetische Kräfte verfügt und dessen Tochter Charlie über Pyrokinese. Charlie hat ihre Fähigkeiten jedoch noch nicht so ganz im Griff und macht sich selbst für etwas verantwortlich, dass anscheinend mit ihrer Mutter passiert ist.

Während das Vater-Tochter-Gespann vor dem sogenannten Institut durchs Land flüchtet, erfahren wir in Rückblicken, was die beiden zu ihrer verzweifelten Reise veranlasste, wer hinter dem Institut steckt und wie Andrew und Charlie zu ihren besonderen Kräften kamen. Obwohl Vater und Tochter alles versuchen, um ihre Spuren zu erwischen, bleibt ihnen das Institut stets auf den Fersen.

Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (1) Quelle: Koch Films Stephen Kings Der Feuerteufel: Rezension zur Blu-ray-Neuauflage des Horrorfilms (1) Die Prämisse der Geschichte ist immer noch vielversprechend und wer den Roman von Stephen King gelesen hat, weiß auch, dass die Story rund um Vater, Tochter, das Institut und geheime Experimente nicht nur spannend ist, sondern auch tolle, interessante Charaktere zeichnet. Dem Film von Mark L. Lester (bekannt für den fantastischen Schwarzenegger-Schlockbuster Phantom Kommando) gelingt das jedoch nicht.

Der Anfang von Der Feuerteufel ist dabei äußerst vielversprechend. David Keith vermag es, die verzweifelte Getriebenheit von Andrew hervorragend darzustellen, sodass man als Zuschauer sofort in die Flucht der beiden Protagonisten hineingezogen wird. Hier fühlt sich Der Feuerteufel auch noch wirklich wie eine King-Geschichte an.

Nach dem gelungenen ersten Akt zerfällt der Film jedoch immer mehr. Der Mittelteil stolpert etwas ziellos und beinahe langweilig vor sich hin, nimmt sich dabei jedoch nie die dringend benötigte Zeit, um den Figuren etwas Tiefe zu verleihen.

Dadurch ist einem das an sich toll inszenierte Finale auch leider ziemlich egal. Während der Roman sich ausführlich seinen Figuren widmet, wischt der Film kurz drüber und vermag es deshalb nie, die Dramatik der Vorlage einzufangen.

Fazit

Der Feuerteufel ist nicht so schlecht, wie er damals von einigen Kritikern gemacht wurde, aber weder lässt er viel Spannung aufkommen noch kommt er in irgendeiner Weise an die Romanvorlage heran. Für einen gemütlichen Streaming-Abend ist der Film okay, eine Blu-ray von Der Feuerteufel brauchen aber selbst Sammler und beinharte King-Fans nicht im Schrank.

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