BloodRayne

Test

Fantasy Denkt man an die miesesten Videospielumsetzungen fürs Kino, kommt einem unweigerlich der deutsche Regisseur Uwe Boll in den Sinn. Seine Adaptionen von "House of the Dead" und "Alone in the Dark" brachten ihm den zweifelhaften Ruf ein, die Nachfolge Ed Woods als schlechtester Regisseur der Welt angetreten zu haben. Bolls neues, immerhin 20 Millionen Dollar teures Machwerk "BloodRayne" basiert ebenfalls auf einem Computerspiel und hat mit Ben Kingsley, Michael Madsen, Michelle Rodriguez und Kristanna Loken eine erstaunlich namhafte Besetzung vorzuweisen.

Die Story allerdings wandelt auf ausgetretenen Fantasy-Pfaden: Im 18. Jahrhundert wird Rayne (Kristanna Loken) -- halb Mensch, halb Vampir -- in einem Wanderzirkus als Hauptattraktion zur Schau gestellt. Als sie bei einem Fluchtversuch erstmals mit Menschenblut in Berührung kommt, wird sie zur düsteren BloodRayne. Von nun an hat sie nur noch eines im Sinn: Rache nehmen an ihrem Vater Kakan (Ben Kingsley), dem König der Vampire, der einst ihre Mutter vergewaltigte und ermordete.

Dass der Film in den USA ein Vollflop war, macht sich in den Extras nicht bemerkbar. Sowohl im Audiokommentar als auch im Interview "Dinner with Uwe" gibt sich Uwe Boll gewohnt redselig und ist allerbester Laune.SG n

Fazit

Film-Check: Kaum zu glauben, welch unsäglicher Schwachsinn sich mit 20 Millionen Dollar und guten Darstellern fabrizieren lässt. Wenn selbst ein "Oscar"-Preisträger wie Ben Kingsley unter der Regie von Uwe Boll zur lachhaften Karikatur eines Schauspielers mutiert, ist das erbärmlich -- genauso erbärmlich wie der ganze Rest dieses peinlich schlechten Fantasy-Splatter-Trashs.
DVD-Fazit: Technisch absolut okay, lohnt unter den Extras insbesondere das ausführliche Interview, in dem Uwe Boll seine cineastischen Weisheiten offenbart.

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