Vier Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle: Ein Trupp unerschrockener Piloten stürzt sich in die wildesten Luftschlachten des Zweiten Weltkrieges -- und ihr habt das Kommando!
Mehr Flieger fürs Geld
Wahre Freunde: Eure Flügelmänner stehen euch jederzeit tapfer zur Seite -- solange es der Einsatz erlaubt. Manche Mission müsst ihr ohne die Unterstützung der drei Helfer durchstehen
Das Fliegerass-Quartett bringt uns auch gleich zu den ersten Unterschieden zur Xbox360-Version. Die Story um die eingeschworenen vier bekommt nämlich mittels neuer Monologzeilen am Ende jeder Mission mehr Gewicht als auf Microsofts Kiste. Außerdem bringen euch jetzt kurze Videosequenzen vor jedem Level den Kriegsverlauf und die Bedeutung eures Einsatzes näher. Zum cineastischen Erlebnis wird "Blazing Angels” durch die unspektakulären Einlagen zwar nicht, der Atmosphäre kommen sie aber auf jeden Fall zugute.
Interessanter sind die Verbesserungen beim Gameplay. So dürft ihr optional per Sixaxis-Bewegungssensor steuern. Das klappt erst mal nicht ganz so akkurat wie mit den Analog-Sticks, funktioniert aber bald einwandfrei und sorgt für ein frisches Spielgefühl.
Neu ist außerdem, dass ihr vor jedem Einsatz wählen dürft, mit welchem fliegenden Untersatz ihr durchstarten wollt. Mit zehn PS3-exklusiven Flugzeugen stehen nun insgesamt 46 Maschinen in eurem Hangar -- sobald ihr sie freigespielt habt, versteht sich. Vom japanischen D3A1-Val-Bomber über die englischen Spitfire-Modelle bis hin zur legendären Me 109 der deutschen Streitkräfte ist hier alles vertreten.
In der Luft fallen ebenfalls einige mehr oder weniger nützliche Veränderungen auf. So verfügt ihr jetzt über ein Radar, das euch die Orientierung erleichtert, und eine Anzeige für die Power eures Vogels. Eine Verschlimmbesserung ist leider auch zu verzeichnen: Störten die sehr wuchtigen Markierungen um die Feindflugzeuge schon auf der Microsoft-Konsole die ansonsten tolle Atmosphäre, sind sie jetzt noch bunter und damit auffälliger ausgefallen.
Technischer Tiefflieger?
Auch sonst hat die Xbox360-Version optisch leicht die Nase vorn. Zwar wurde das lästige Bildzerreißen (Tearing) reduziert, dafür ruckelt’s jetzt stärker. Donnert ihr nahe an einer Explosion vorbei, wird der Dogfight gar kurzzeitig zur Diashow. Und obwohl die Entwickler der Umgebungsgrafik angeblich mehr Details spendiert haben, wirkt sie etwas unspektakulärer. So schimmern etwa die Dächer der Städte nicht mehr so schön im Sonnenlicht und die diffuse Stimmung bei Tagesanbruch über dem Pazifik kommt auch nur noch halb so eindrucksvoll rüber.
Röhren-TV-Besitzer ärgern sich außerdem über extrem flimmernde Menüs.
Attacke! Ihr bestimmt, ob sich eure Kameraden offensiv oder defensiv verhalten sollen.
Wer gerne mit Kumpels durch die Lüfte kreist, muss ebenfalls einen kleinen Dämpfer verkraften: Kommunikation via Headset ist nicht! Klar, Deathmatches, Koop-Missionen und selbst das neue Erobern von Basen machen auch ohne Palaver ordentlich Laune. Aber es gibt doch nichts Schöneres, als einem gekonnten Abschuss auch noch einen überheblichen Spruch hinterherzujagen.
Alles in allem steht es unentschieden im Versionen-Krieg. Während die PS3 mit netten, aber nicht unverzichtbaren Zusatz-Features um die Gunst der Käufer buhlt, verteidigt die Xbox360 ihr Revier mit etwas knackigerer Optik.
