Black Panther: Wakanda Forever in der Filmkritik: Der Marvel-König der Phase 4 ist eine Wucht!
Test
Black Panther gehört, neben den Guardians of the Galaxy, Spider-Man und den Avengers, zu den erfolgreichsten und mitreißendsten Comic-Marken des Kino-Königs Marvel. Der Erfolg für Teil 2 sollte vorprogrammiert sein, doch durch den tragischen Tod von Hauptdarsteller Chadwick Boseman kann man sich nicht auf die typische MCU-Sequel-Formel verlassen. Warum daraus eine ganz besondere, höchst emotionale und faszinierende Abenteuerreise entwächst? Wir klären's in unserer Review!
Die von Kevin Feige geführten Marvel Studios konnten so einige Mega-Erfolge in ihrer nunmehr vierzehnjährigen Kino- und Streaming-Geschichte erzielen: ob die Filme der Guardians of the Galaxy, Captain America 3: Civil War, Spider-Man: No Way Home oder die Avengers-Filme. Doch, nur wenige von den insgesamt 30 Blockbuster-Filmen können sich mit der Originalität und der Detailverliebtheit messen, die es in Black Panther zu bestaunen gibt. 2018 regnete es weltweite Lobeshymnen, jede Menge passionierte Fanliebe und sogar Oscar-Relevanz für den von Ryan Coogler (Fruitvale Station, Creed) inszenierten Streifen - sehr unüblich für Marvel- und Superheldenfilme.
Die Sterne standen also ausgezeichnet für das geplante und heißersehnte Sequel. Doch im August 2020 kam es überraschend zum tragischen Tod von Chadwick Boseman. Neben dem persönlichen Verlust für die eng befreundete Filmcrew, musste man zusätzlich den kompletten Blockbuster mitsamt Story, Skript und Charakterfokus umkrempeln. Schließlich konnte man nicht mit dem Star und Symbol der Reihe nach Schema A weitermachen. Man will die Geschichte sinnvoll weiterführen, Chadwick Boseman und sein Erbe ehren, den Erstling im besten Fall übertreffen, Nebenfiguren ins Zentrum schieben, Fehler und Macken der Vergangenheit ausradieren und der Welt klarmachen: Wakanda lebt, und der Black Panther ist weit größer als eine einzelne Person - eine verdammt schwierige Aufgabe.
Wir verraten euch in unserer Filmkritik, warum Black Panther: Wakanda Forever (jetzt kaufen 9,99 € ) trotz einiger Makel zu den besten Marvel-Filmen seit Langem zählt und begeistert mit starkem Abenteuer- und Kriegsfilmcharakter, einem faszinierenden und wundervoll eingefangenen Unterwasserreich und einer ernsten und höchst emotionalen Tonalität, die es so nur selten innerhalb des Marvel-Filmkosmos gab.
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Jedes Ende ist ein Anfang: Wenn Schwäche zur Stärke wird!
Quelle: Marvel Studios I Disney
Black Panther: Wakanda Forever in der Filmkritik - Der Marvel-König der Phase 4 ist eine Wucht! (1)
Zu Beginn des 161 Minuten (!) langen Werks steht der Verlust von T'Challa (und Chadwick Boseman) im Fokus, der durch eine unheilbare Krankheit schlagartig verstorben ist. Dabei wird natürlich besonders viel mit Trauer, persönlichem Schmerz und purer Emotionalität gearbeitet, doch auch mit herzerwärmender Lebensfreude und Bildgewalt. Die Beerdigungsfeier des Königs von Wakanda wird nämlich ganz besonders zelebriert, mit tanzenden und in Weiß gehüllten Wakandarianern, lebensbejahendem Getrommel und einer tragisch-schönen Stimmung - selten sah das MCU so majestätisch aus.
Darüber hinaus werden die verschiedenen Nebenfiguren der Reihe ins Zentrum geschoben und für den weiteren Filmverlauf clever platziert. Ob Shuri (Letitia Wright), die Prinzessin und Schwester von T'Challa, Königin und Mutter Ramonda (Angela Bassett), die Kriegerin und Anführerin der Dora Milaje, Okoye (Danai Gurira), oder Ex-Freundin Nakia (Lupita Nyong'o), jeder Charakter geht anders mit dem Verlust um und muss sich mit unterschiedlichen Komplikationen auseinandersetzen. Shuri vergräbt sich tief in ihrer technologischen Forschung, Queen Ramonda hingegen muss sinnbildlich über ihren eigenen persönlichen Scherben am Boden marschieren, ohne sich jegliche Schwäche anmerken zu lassen.
Und Okoje kämpft mit ihren eigenen hohen Erwartungen und dem Verteidigen und Beschützen ihrer Liebsten. Denn: Die von Kolonialismus und Habgier getriebene Welt, angeführt von den USA, hat großes Interesse daran, die neue Schwäche von Wakanda auszunutzen und das begehrte Vibranium für ihre eigenen Machenschaften zu nutzen.
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